mini|Lichtschwerter sind Waffen der Jedi, der Sith und anderer Machtnutzer.
Die Jedi bzw. Jedi-Ritter, kollektiv auch als Jedi-Orden bezeichnet, sind die Protagonisten in dem von George Lucas kreierten Star-Wars-Universum. Ihre wichtigsten Merkmale sind der Einsatz einer fiktiven Kraft, der Macht (im Original: The Force), sowie der Gebrauch einer als „Lichtschwert“ bezeichneten Hieb- und Stichwaffe.
Begriff Der Begriff Jedi geht vermutlich auf das japanische Filmgenre Jidai-geki zurück. Spekulative Quellen gehen von einer jüdischen Bedeutung aus. Es könnte sich um eine Ableitung von Yehudi (Sl.) oder יְהוּדִים (Yehudim (Pl.), transliteriert. Jehudim) handeln. Ein weiterer möglicher Ursprung ist der Begriff Siddhi – eine Bezeichnung für besondere, übernatürliche Kräfte und Fähigkeiten, die man gemäß der Überlieferung im Hinduismus und Buddhismus durch spirituelle Praxis erlangt. George Lucas selbst äußerte sich, so weit bekannt, bisher nicht zum Ursprung des Namens.
Allgemeine Information Die Jedi verfügen über Fähigkeiten, die sie durch die Macht (Force) erhalten. Die Filme erhalten den handlungsbestimmenden Konflikt aus dem Einsatz und dem Missbrauch dieser Macht durch die Jedi und ihre Antagonisten, die Sith. Setzt ein Jedi die Macht im Zorn ein – auch im Glauben, dass dies im Rahmen einer guten Sache geschehe – besteht die Gefahr, dass er auf die Dunkle Seite der Macht wechselt und dem Bösen verfällt.
Die Jedi handeln nach einem Kodex, der ihnen helfen soll, im Einklang mit der Macht zu leben und nach ihrem Willen zu handeln, sie nicht zu missbrauchen, und somit nicht auf den Pfad der Dunklen Seite der Macht zu gelangen. So schreibt der Kodex vor, dass die Jedi Friedenswächter der Galaxis seien und ihre Kraft und Macht nur der Verteidigung und dem Schutz anderer zu dienen hat. Außerdem haben Jedi über ihren eigenen Gefühlen zu stehen, was in diesen Kontext jedoch nicht heißt, dass Jedi emotionslos sein sollen. Die Jedi dürfen ihre Entscheidungen nur nicht durch Emotionen bzw. Gefühle treffen. Sie müssen objektiv entscheiden, um dem Frieden zu dienen und ihn zu bewahren. Die Stärke der Jedi basiert auf den drei Säulen Disziplin, Wissen und der Macht.
Der Abschiedsgruß der Jedi lautet in der deutschen Fassung: „Möge die Macht mit dir sein.“ (im Original: „May the Force be with you“) ist eine deutliche Anspielung auf die im katholischen Gottesdienst auftauchende Formel „May the Lord be with you“, der in Gottesdiensten im deutschen Sprachraum mit „Der Herr sei mit dir“ bzw. „Der Herr sei mit euch“ übersetzt wird. Sinngemäß müsste der Abschiedsgruß der Jedi in der deutschen Synchronisation „Die Macht sei mit dir“ lauten.The Christian origin of the Star Wars phrase “May the Force be with you”, voyagecomics.com, abgerufen am 2. Juni 2022.
Das Phänomen der Macht wird in den Episoden IV-VI nicht näher definiert. Die Macht gilt dort – in Anlehnung an fernöstliche Prinzipien wie etwa das Chi – als etwas, das alles Leben und auch die unbelebte Natur miteinander verbindet, ohne einer rationalen Erklärung zu bedürfen. Jedes Kind kann mit der „Macht“ gesegnet sein; sie muss nicht vererbt werden.
In den Prequel-Filmen (Episode I–III) werden die den Lebewesen des Star-Wars-Universums eigenen Midi-Chlorianer thematisiert: symbiotisch arbeitende Mikroorganismen in den Zellen, die als kommunikatives Bindeglied zwischen Macht und Lebewesen fungieren. Die Midi-Chlorianer-Konzentration im Blut gibt an, wie viel Machtpotenzial jemand besitzt. Grundsätzlich besitzt jedes Lebewesen Midi-Chlorianer, jedoch kann man die Macht erst ab einer gewissen Konzentration steuern, um damit zum Beispiel Gegenstände schweben zu lassen, auf andere Lebewesen Einfluss zu nehmen oder sie dem eigenen Willen zu unterstellen.
Nachdem dies in Episode III nur unterschwellig angedeutet wird, werden die Jedi und ihre Dogmen in den Episoden VII–IX, sowie die Serie The Acolyte innerhalb der Handlung erstmals kritisch beleuchtet und stellenweise auch gänzlich in Frage gestellt, so z. B. durch Luke Skywalker in Episode VIII. In The Acolyte wird ebenso thematisiert, inwieweit Korruption, Lobbyismus, politische Einflussnahme und teilweise moralisch verwerfliche Praktiken durch den Jedi-Orden eine Rolle spielte; so etwa Vertuschung von Bedrohungen, der de-facto-Kindesentführung junger potentieller Schüler aus ihren Familien, der Erwartung, an Jedi, sich emotional von jeglichen menschlichen Bindungen zu lösen, oder der vermeintlich blinden Arroganz des Ordens in seinem Tun, der es dem Galaktischen Imperium später erlaubte, die Galaxis zu unterjochen und die Jedi auszurotten.
Die übliche Waffe eines Jedi ist das Lichtschwert. Jeder Padawan (Jedi-Schüler) lernt in seiner Ausbildung, wie ein Lichtschwert zusammengebaut wird. Im Griff des Schwertes befindet sich ein energiebündelnder Kristall (Kyberkristall). Wenn ein Jedi-Schüler sein Lichtschwert empfangen soll, reist er gemeinsam mit seinem Meister auf einen anderen Planeten, wo der Schüler auf sich allein gestellt in eine Höhle geht, um den für ihn „bestimmten“ Kristall zu finden. In dieser Höhle wird der Schüler mit seinen Ängsten konfrontiert, die in Form von Halluzinationen in Erscheinung treten. Aus dem Lichtschwert kommt ein gebündelter, etwa ein Meter langer Energiestrahl, der durch einen Knopf geschaltet aus einem handlichen Griff austritt. Es ist jedoch auch von solchen benutzbar, die keine Jedi sind; wie z. B. Han Solo (Episode V), General Grievous (Episode III), Finn (Episode VII) oder Moff Gideon (The Mandalorian).
Bedeutende Mitglieder Name Auftritte Episode Darsteller I II III IV V VI VII VIII IX Yoda Stimme von Frank Oz Obi-Wan Kenobi Ewan McGregor Alec Guinness Anakin Skywalker Jake Lloyd Hayden Christensen Sebastian Shaw Luke Skywalker Mark Hamill Mace Windu Samuel L. Jackson Qui-Gon Jinn Liam Neeson Rey Skywalker Daisy Ridley
Hierarchie zur Zeit der Galaktischen Republik Jüngling/Jedi-Anwärter Die Jünglinge/Jedi-Anwärter sind Kinder, die aufgrund ihres hinreichend hohen Midi-Chlorianer-Wertes machtempfänglich sind und zwecks ihrer Ausbildung im Jedi-Tempel auf Coruscant leben. Dort werden sie von den erfahrenen Jedi, unter anderem Yoda, unterrichtet. Zu Beginn ihrer Ausbildung sind die Anwärter meist nicht älter als sechs Jahre alt. Ab dem 13. Lebensjahr beginnen sie ihre Ausbildung als Padawan. Wenn sie bis zu ihrem 13. Geburtstag keinen Jedi-Ritter gefunden haben, der bereit ist, sie auszubilden, müssen sie den Jedi-Tempel verlassen und werden in anderen Bereichen, wie den Jedi-Heilern oder den Jedi-Sicherheitskräften, eingesetzt.
Padawan Padawane sind Schüler, die einen ausgebildeten Jedi begleiten und von diesem unterrichtet werden. Am Ende seiner Ausbildung muss ein Padawan bestimmte Prüfungen bestehen, um zu einem Jedi-Ritter ernannt zu werden. Die Rolle eines Padawan ist mit der eines Schildknappen im Mittelalter zu vergleichen.
Jedi-Ritter Ein Padawan, der seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, wird in den Rang eines Jedi-Ritters erhoben. Die Bezeichnung Jedi-Ritter ist der neue Rang des Nutzers der Macht. Die Ritter werden allerdings nochmals in drei Gruppen unterschieden: Jedi-Gesandte: konzentrieren sich nach der Ausbildung zum Ritter auf das intellektuelle Studium der Macht und treten als Gesandte, bzw. Diplomaten in Kriegsgebieten auf. Viele Gesandte erwerben mit wachsenden Fähigkeiten langsam das Können, Schatten der Zukunft in der Macht zu sehen. Die Lichtschwertfarbe der Gesandten ist traditionell grün, was aber keine Vorschrift darstellt. Jedi-Wächter: suchen den Ausgleich zwischen Machtstudium und Kampftraining. Sie werden, wenn die Republik die Hilfe der Jedi benötigt, oft als Generäle im Verteidigungsfall eingesetzt. Ein Wächter wird darauf trainiert, Lösungen für bevorstehende Probleme zu finden. Die traditionelle Farbe des Lichtschwertes der Wächter ist gelb. Jedi-Hüter: erlernen einige grundlegende Techniken der Macht, konzentrieren sich weiter jedoch eher auf das Kampftraining. Im Kriegsfall werden sie unterstützend eingesetzt. Die traditionelle Lichtschwertfarbe der Hüter ist blau, bzw. auch grün (Beispiel: Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi).
Die Jedi-Ritter können noch einen weiteren, höheren Rang erreichen, indem sie eine weitere Prüfung bestehen. Nach dieser Prüfung kann der Ritter in den Rang des Meisters, des Wachmanns oder des Waffenmeisters erhoben werden. Viele entscheiden sich für den Weg des Meisters und bilden dann Schüler zu Padawanen oder Padawane zu Rittern aus. Ein Jedi-Ritter kann einen Padawan als Schüler erwählen.
Jedi-Meister Den Rang eines Jedi-Meisters erhalten Jedi-Ritter, die sehr mächtig und weise sind. Die Ausbildung eines Padawans zum Ritter kann die Ernennung beschleunigen. Wichtigste Voraussetzung für die Ernennung zum Jedi-Meister durch den Rat der Jedi ist jedoch die Einhaltung des Kodex. Jedi-Meister handeln im Sinne des Ordens und werden mit den schwierigsten Aufgaben betraut. Die mächtigsten und weisesten von ihnen sitzen im Jedi-Rat. Die bekanntesten Jedi-Meister sind Yoda und Obi-Wan Kenobi.
Hoher Rat der Jedi Der Hohe Rat der Jedi tritt regelmäßig im Jedi-Tempel auf Coruscant zusammen und wird von zwölf Jedi gebildet. Die Amtszeit der einzelnen Ratsmitglieder ist dabei unterschiedlich festgelegt: Einige Jedi-Meister sind Ratsmitglieder auf Lebenszeit, andere können gewählt und abgewählt werden und einige sind nur für eine festgelegte Zeit zum Dienst im Rat berufen.
Der Jedi-Rat ist direkt dem Intergalaktischen Senat unterstellt und nur ihm verantwortlich. Kanzler Palpatine, der in Episode III vom Senat aufgrund der Kriegssituation mit Sondervollmachten ausgestattet wird, ernennt Anakin Skywalker gegen den Willen der Jedi zu seinem persönlichen Repräsentanten im Rat. Ziel Palpatines ist es, den Jedi-Rat zu kontrollieren. Anakin Skywalker ist, nach Ki-Adi-Mundi der zweite Jedi, der Mitglied des Rates ist, ohne zuvor in den Rang eines Meisters erhöht worden zu sein. Sein Platz im Rat entspricht also mehr dem eines Spions als dem eines anerkannten Ratsmitgliedes, wodurch das Misstrauen zwischen ihm und den Jedi sich verstärkt und Anakin schließlich zur Dunklen Seite der Macht überläuft.
Der Rat beschließt die meisten Angelegenheiten der Jedi; unter anderem welche Kinder als Jünglinge aufgenommen werden, wann ein Padawan bereit für seine Ausbildung ist, welcher Jedi-Ritter zum Meister ernannt wird und wer in den Jedi-Rat aufgenommen wird.
Im Jedi-Rat sitzen fünf Mitglieder auf Lebenszeit, vier Mitglieder, denen ein Rücktritt überlassen bleibt, es sei denn sie werden abgewählt, und drei Mitglieder, deren Mitgliedschaft zeitlich beschränkt ist. Gerade Letztere dienen dazu, neue Ideen und die Ansichten des Ordens in den Rat zu transportieren.
# in Episode I in Episode II in Episode III Mitglieder auf Lebenszeit 1 Yoda 2 Mace Windu 3 Oppo Rancisis Coleman Kcaj 4 Plo Koon 5 Yarael Poof Coleman Trebor Kit Fisto Langzeitmitglieder 6 Ki-Adi-Mundi 7 Even Piell Anakin Skywalker 8 Depa Billaba Obi-Wan Kenobi 9 Saesee Tiin Kurzzeitmitglieder 10 Eeth Koth Agen Kolar 11 Yaddle Shaak Ti 12 Adi Gallia Stass Allie
Geschichte des Jedi-Ordens Die Historie des Jedi-Ordens (später unter Luke Skywalker auch als der Neue Jedi-Orden bekannt) reicht weit über Tausend Jahre vor dem Aufstieg des Galaktischen Imperiums zurück. Der Orden hat seine Ursprünge auf dem Planeten Ahch-To, wo der erste Jedi diesen erstmals ins Leben ruft. Die Jedi verstehen sich als monastischen und atheistischen religiösen Orden, mit dem Schwerpunkt der Hingabe zur Hellen Seite der Macht, sowie dem Hüten von Frieden und Gerechtigkeit in der Galaxis, bzw. später der Galaktischen Republik. Der Jedi-Tempel auf der Kernwelt Coruscant dient dem Orden viele Jahre lang als Zentrum ihrer Macht.