mini|hochkant|Das Wappen des Bistums mini|120px Das Bistum Strängnäs () ist eine der dreizehn Diözesen innerhalb der evangelisch-lutherischen Schwedischen Kirche. Es umfasst die historischen Provinzen Närke und Södermanland, mit Ausnahme einiger Gemeinden im nordöstlichen Teil von Södermanland, die 1942 an das neu gegründete Bistum Stockholm abgegeben wurden. Nach heutiger Verwaltungsgliederung umfasst das Bistum große Teile von Södermanlands län und Örebro län sowie die Gemeinden Nykvarn, Nynäshamn, Salem und Södertälje in Stockholms län. Es gliedert sich in acht Kirchenkreise (kontrakt), die aus 39 Kirchengemeinden (församlingar) mit zusammen 385.730 Mitgliedern bestehen (Stand 2024).
Bischofssitz ist die Stadt Strängnäs mit dem Dom zu Strängnäs als Bischofskirche. Seit 2015 ist Johan Dalman Bischof von Strängnäs.
Römisch-katholisches Bistum bis zur Reformation Das römisch-katholische Bistum wurde Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet, nachdem die Missionare Eskil und Botvid das Christentum in dem Gebiet verbreitet hatten. Eskil wurde in Strängnäs bestattet, das dadurch zum Bischofssitz wurde, der erste Bischof war Gerder (1129–59). 1152 wurden die Grenzen des Bistums festgelegt. Der nächste Bischof Wilhelm (1160–1208) gründete 1160 das Kloster Julita und begann 1165 mit dem Bau des Doms zu Strängnas. Seit 1164 unterstand das Bistum dem Erzbischof von Uppsala.
Der Dichter des Engelbrektsvisan mit dem Freiheitslied (Biskop Thomas frihetssång: „Frihet är det bästa ting“) Thomas Simonsson war Bischof 1429–43, der den vorgeblich anti-dänischen bäuerlichen Freiheitskampf von Engelbrekt Engelbrektsson aufgriff.
Bischof Kort Rogge (1479–1501), Doktor aus Perugia und Humanist, ließ 1481 den Domchor bauen und später das Breviarium von Strängnäs in Stockholm drucken.
Bischof Matthias Gregerson Lilje förderte den „schwedischen Luther“ Olaus Petri, der nach seinem Studium in Wittenberg (1516–18) nach Strängnäs 1519 zurückkehrte. Der Bischof ernannte ihn zum Kanzler des Bistums und Leiter der Domschule, 1520 wurde er zum Diakon geweiht und zum Domkanoniker ernannt. Er lehrte bereits den lutherischen Glauben. Bischof Matthias wurde am 8. November 1520 in einem Massaker in Stockholm enthauptet. Ab 1522 amtierte ohne päpstliche Zustimmung der reformkatholische Bischof Magnus Sommar bis 1536, womit das katholische Bistum erlosch.
Bischofsliste
Liste der Bischöfe von Strängnäs
Weblinks
Offizielle Webpräsenz (schwedisch)
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