miniatur|hochkant|Stanisław Gawłowski (2023) Stanisław Gawłowski (* 27. November 1968 in Brzeg) ist ein polnischer Politiker (KPN, SKL, AWS, PO). Er war von 2005 bis 2019 Mitglied des Sejm in der V., VI., VII. und VIII. Wahlperiode. Seit 2019 gehört er dem Senat der Republik Polen an. Von 2007 bis 2015 war er Staatssekretär im Umweltministerium.
Leben und Beruf Im Jahr 2000 erwarb Gawłowski einen Abschluss an der Bałtycka Wyższa Szkoła Humanistyczna in Koszalin. 2003 absolvierte er ein Aufbaustudium in Geschichte und 2005 erwarb er einen Master an der Hochschule für Management und Verwaltung. 2011 wurde er an der Sozialwissenschaftlichen Hochschule in Łódź promoviert. Beruflich war er zunächst bei einem Fischereidienstleister beschäftigt. Später führte er ein eigenes Geschäft und leitete in den 2000ern eine Wirtschaftskanzlei. Er war aber auch Büroleiter des Sejm-Abgeordneten Leszek Smykowski.
Stanisław Gawłowski ist verheiratet.
Politik 1987 trat Gawłowski in die oppositionelle Ruch Wolność i Pokój (Bewegung für Freiheit und Frieden) ein, im Jahr darauf wurde Gawłowski Mitglied der damals noch illegalen Konfederacja Polski Niepodległej (KPN). 1989 war er Mitbegründer der Solidarność in Darłowo.
Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierte er erfolglos für die KPN zum Sejm, da diese im Wahlkreis Koszalin keinen Sitz errang.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 670. Auch 1997, als er für die Stronnictwo Konserwatywno-Ludowe (SKL), der er inzwischen beigetreten war, auf der Liste des Wahlbündnisses Akcja Wyborcza Solidarność (AWS) kandidiert hatte, verpasste er den Einzug in den Sejm.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. Juni 2026. 1994 wurde er für die KPN Mitglied des Stadtrates, zwei Jahre später stellvertretender Bürgermeister von Darłowo. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde er für die SKL auf der AWS-Liste in den Sejmik der neugebildeten Woiwodschaft Westpommern gewählt, dem er bis 2002 angehörte. Während dieser Zeit wurde er einige Monate zum kommissarischen Leiter der Gemeinde Mielno ernannt, da der Gemeindevorsteher auf Grund eines Misstrauensvotums zurücktreten musste. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 kandidierte er erfolglos für die Wiederwahl.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. Juni 2026. Im Anschluss wurde er zum stellvertretenden Stadtpräsidenten Koszalins gewählt.
Im Jahr 2001 trat er der neugegründeten Platforma Obywatelska (PO), für die er bei der Parlamentswahl 2001 erneut erfolglos kandidierte.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. Juni 2026. Bei den Parlamentswahlen 2005 trat Stanisław Gawłowski wiederum für die PO an und konnte ein Mandat für den Sejm erringen.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. Juni 2026. Bei den vorgezogenen Wahlen 2007 konnte Gawłowski mit 24.597 Stimmen im Wahlkreis 40 Koszalin erneut in den Sejm einziehen.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. Juni 2026. Am 16. November 2007 wurde er Staatssekretär und damit zugleich Stellvertreter des Umweltministers Maciej Nowicki. Ein Amt, das er bis Juni 2026 ausübte. Auch bei den Parlamentswahlen 2011Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. Juni 2026. und 2015Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. Juni 2026. wurde er jeweils in den Sejm gewählt. 2015 wurde er Vorsitzender des Sejmausschusses für Umweltschutz, natürliche Ressourcen und Forstwirtschaft. Von 2016 bis 2018 war er Generalsekretär der PO. 2019 und 2023 zog er in den polnischen Senat ein. 2023 wurde er Vorsitzender des Senatsausschusses für Klima und Umwelt.„Senat wybrał przewodniczących 19 komisji stałych“ auf www.portalsamorzadowy.pl, abgerufen am 29. Juni 2026.
Er wurde im Juli 2025 erstinstanzlich wegen Korruption und Geldwäsche zu fünf Jahren Haft, einer Geldstrafe und einem zehnjährigen Ämterverbot verurteilt. Sein Verteidiger in dem Verfahren ist der Sejmabgeordnete Roman Giertych. Gawłowski lässt seit der Verurteilung seine PO-Mitgliedschaft ruhen und kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.„Stanisław Gawłowski zawiesza członkostwo w partii. Echa wyroku ws. afery“ auf wydarzenia.interia.pl, abgerufen am 29. Juni 2026.
Ehrungen Silbernes Verdienstkreuz der Republik Polen für seine Bemühungen um die territoriale Selbstverwaltung (2005) Ehrenbürger der Stadt Polanów (2008) Ehrenbürger der Stadt Darłowo (2008)
Weblinks
Website von Stanisław Gawłowski (polnisch)
Einzelnachweise Website des Sejm, Posłowie VI kadencji - Stanisław Gawłowski, abgerufen am 10. Dezember 2009 Website von Stanisław Gawłowski, Życiorys, abgerufen am 10. Dezember 2009 , abgerufen am 10. Dezember 2009
Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Senator (Dritte polnische Republik) Kategorie:Staatssekretär (Polen) Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:KPN-Mitglied Kategorie:AWS-Mitglied Kategorie:PO-Mitglied Kategorie:Träger des Silbernen Verdienstkreuzes der Republik Polen Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann