Manam, von Einheimischen Manam Motu und in der deutschen Kolonialzeit HansainselStichwort Hansainsel. In: Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. Quelle & Meyer, Leipzig 1920, Band II. S. 37. genannt, ist eine bewohnte Insel in der Bismarck-See und durch die Stephan Strait von der Nordküste der Insel Neuguinea getrennt. Während der deutschen Kolonialzeit war die Insel auch unter den Namen Hansainsel oder Vulkaninsel bekannt.Stichwort: Manám. Online in: Deutsches Kolonial-Lexikon, Band II, Leipzig 1920, S. 501.

Geographie Die Entfernung zum Hansa Point beträgt 13,3 km. Die Insel mit ihrem annähernd kreisförmigen Grundriss hat einen Durchmesser von gut 10 km. Sie hat ihre Existenz der Aktivität des Manam-Vulkans zu verdanken, einer der aktivsten Vulkane in Papua-Neuguinea. Vor dem letzten Vulkanausbruch konnte die Insel von der 18 km weiter südlich gelegenen Küstenstadt Bogia aus per Boot erreicht werden.

2005 hatte Manam eine Bevölkerung von 10.677 in 1.880 Familien bzw. 16 Dörfern.PAPUA NEW GUINEA: MANAM VOLCANO. 5. April 2005 (PDF; 55 kB) Die größten Dörfer der Insel sind Baliau (Norden), Dugulaba (auch Dukulawa, im Südosten) und Kuluguma (Westen).

Verwaltung Manam gehört zum Bogia District im Norden der Provinz Madang. Zusammen mit der kleinen, vier Kilometer im Nordwesten gelegenen Insel Boisa (Aris) bildet Manam die Iabu Rural LLG (Local Level Government) Area, (Boiga District: S. 3; PDF; 167 kB) mit den Wards (statistischen Zählbezirken), die nach Dörfern benannt sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, Bevölkerung zur Volkszählung 2000):

Nr. Ward Bevölkerung Koordinaten 01 Baliau 1383 02 Dangale 425 03 Kolang 379 04 Bikure 338 05 Abaria 320 06 Warisi 193 07 Dugulaba 980 08 Budua 14 09 Madauri 391 10 Waia 309 11 Zogari 637 12 Iassa 531 13 Kuluguma 758 14 Boda 761 15 Boisa 461

Geologie Manam ist ein basaltisch-andesitischer Stratovulkan, der trotz seinen ausgesprochen symmetrischen unteren Bergflanken die Insel in vier Täler trennt. Diese werden auch als „Lawinentäler“ bezeichnet, da in diesen bei Ausbrüchen pyroklastische Ströme entstehen können. Deswegen sind diese Täler während Eruptionen hoch gefährdete Gebiete, die zuallererst evakuiert werden. Die ersten Berichte eines Vulkanausbruchs des Manam datieren aus dem Jahr 1616.

Eruptionen und Gefahren Dreizehn Bewohner wurden bei einer Eruption am 3. Dezember 1996 getötet, als pyroklastische Ströme die Siedlung Budua (Bodua) an der Südküste erreichten.

Im November 2004 wurden aufgrund eines stärkeren Vulkanausbruchs über 9000 Inselbewohner evakuiert. Der Ausbruch begann am 24. Oktober, wurde aber anfangs nicht als eine größere Bedrohung angesehen. Dies änderte sich, als sich die Windrichtung änderte und Asche auf bewohnte Gebiete regnete. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

Illustrationen

Einzelnachweise

Weblinks

Kartenausschnitt von 1942

Kategorie:Insel (Bismarcksee) Kategorie:Insel (Australien und Ozeanien) Kategorie:Insel (Papua-Neuguinea) Kategorie:Insel (Bismarck-Archipel) Kategorie:Schichtvulkan Kategorie:Madang Province