ist eine US-amerikanische Krimiserie, die von 9. März 2009 bis 16. Mai 2016 auf ABC lief. Sie umfasst acht Staffeln mit insgesamt 173 Folgen. Im Mai 2016 hat ABC die Serie nach acht Staffeln eingestellt.

Inhalt Die Serie spielt in New York City und ist benannt nach ihrer Hauptfigur, dem berühmten Krimiautor Richard (Rick) Castle. Nachdem zwei Morde exakt wie in seinen Romanen beschrieben verübt wurden, wird er von der Polizei um Hilfe bei deren Aufklärung gebeten. Castles Gegenpart ist die ermittelnde Polizistin Kate Beckett.

Nach der erfolgreichen Lösung des ersten Falles nutzt Castle seine Beziehungen zum Bürgermeister, um weiter mit Beckett und ihrem Team zusammenarbeiten zu können: Er will seine Erlebnisse für seinen nächsten Roman nutzen, wobei ihm Beckett unfreiwillig als Vorlage für seine neue Heldin „Nikki Heat“ dient. Im Laufe der Serie schreibt Castle weitere „Heat“-Bücher.

Castle wird als „Comedy-Drama“ bezeichnet, das sich von anderen Kriminalserien durch den durchgehend leichten Ton und die humorvollen Dialoge abhebt. Die ständigen verbalen Zweikämpfe zwischen Castle und Beckett – ähnlich wie bei Das Model und der Schnüffler oder Remington Steele – tragen stark zum Charme der Serie bei.

Figuren Richard Castle Richard „Rick“ Edgar Castle (geboren als Richard Alexander RodgersSiehe Staffel 3, Episode 2 Er ist tot, sie ist tot) ist ein erfolgreicher Krimiautor aus New York. Viele seiner Werke erreichten die Top 10 der New-York-Times-Bestsellerliste. Er wuchs ohne einen Vater auf, ist zwei Mal geschieden und hat mit seiner ersten Frau Meredith eine Tochter namens Alexis, der er sehr nahesteht und die zu Beginn der Serie noch bei ihm wohnt. Er spielt immer wieder gerne mit Alexis Hightech-Spiele wie Laser Tag Duelle, was ihn zu einem sehr guten Pistolenschützen macht. Castle besitzt einen Waffenschein, aber in den ersten Staffeln keine eigene Waffe. Auch bei seiner Zusammenarbeit mit der Polizei trägt er nie eine Waffe, nutzt aber in Notfällen mehrfach recht effektiv insbesondere Becketts Zweitwaffe.

Der gefeierte Schriftsteller ist zu Beginn der Serie gelangweilt von seiner Arbeit, weshalb er seine bisherige Derrick-Storm-Buchreihe aufgibt und den titelgebenden Helden sterben lässt. Neuen Schwung bekommt sein Leben, als er von Detective Kate Beckett in einem Mordfall zunächst verdächtigt und dann um Hilfe gebeten wird.

Da er von der Arbeit mit ihr fasziniert ist, beschließt Castle, Beckett und ihr Team dauerhaft zu begleiten, um Ideen für weitere Bücher zu sammeln. Die Erfüllung dieses Wunsches wird durch seine Freundschaft zum New Yorker Bürgermeister möglich.

Beckett ist zunächst nicht begeistert von dem Schriftsteller, der sich in ihre Fälle einmischt, lernt aber seine Fähigkeiten mehr und mehr zu schätzen und betrachtet ihn zunehmend als ihren Partner bei den Ermittlungen. Castle ist mitunter etwas unreif, eitel und überheblich, aber wenn es die Situation erfordert, ist auf ihn immer Verlass.

Castle verwertet seine Erlebnisse bei der Polizeiarbeit schließlich in einer Romanreihe um die fiktive Polizistin Nikki Heat. Diese Figur basiert auf dem Vorbild Becketts, die so wider Willen zu Castles Muse wird. Im Laufe der Zeit entwickelt er Gefühle für die attraktive Ermittlerin und beginnt später auch eine Beziehung mit ihr. Als sie ein Jobangebot vom FBI in Washington bekommt (was das Ende für ihre gemeinsame Tätigkeit bedeuten würde), macht er ihr einen Heiratsantrag, den sie annimmt.

Castle ist finanziell abgesichert. Seine Erfolge als Buchautor haben ihn vermögend gemacht. So schenkt er beispielsweise Becketts Revier einen hochwertigen Kaffeeautomaten, da der Geschmack des Kaffees aus dessen billiger Kaffeemaschine nicht seinen Ansprüchen genügt. Als die Chance besteht, dem Mörder von Becketts Mutter eine Falle zu stellen, indem man ihm für einen fingierten Auftrag 100.000 US-Dollar überweist, stellt Castle diese Summe sofort zur Verfügung, als die Polizei selbst dies nicht schafft. Castle kennt sich in der Welt der Reichen aus, kennt ihre Lokale, ihre Clubs und ihre Verbindungen. Er ist mit den „oberen Zehntausend“ gut vernetzt, pflegt aber auch Kontakte zu eher zweifelhaften Persönlichkeiten und nutzt seine Verbindungen schon mal für eine Flucht aus dem Polizeigewahrsam. Er pflegt selbst exklusive Verbindungen, etwa eine regelmäßige Pokerrunde mit anderen Erfolgsautoren. Ist seine Fantasie darüber, wie er die Täter in seinen Romanen agieren lassen würde, in vielen Fällen schon eine Hilfe für die Polizei, findet er bei seinen Autoren-Kollegen immer wieder noch bessere Motive und nicht selten Lösungsansätze für komplizierte Fälle.

Er ist Mitglied in allen möglichen Clubs und kennt selbst einige Unterweltbosse, hat Kontakte zum syrischen Geheimdienst und lässt bei den Ermittlungen auch schon mal seine Beziehungen spielen. Zu Recherchezwecken für seine Derrick-Storm-Buchreihe war er ein Jahr lang als „Praktikant“ bei der CIA, was – ohne Castles Mitwissen – durch seinen ihm unbekannten Vater arrangiert worden war.

Castle ist sehr gebildet. Er verfügt über ein fundiertes Wissen über Filme und besitzt durch Buchrecherchen zu seinen vielen Romanen ein unglaubliches Wissen in Kriminalgeschichte, von der Zeit der Prohibition bis hin zu aktuellen Fällen in der Boulevardpresse, in die er auch selbst gelegentlich verstrickt ist. Er hat eine Schwäche für aktuellen Klatsch und Tratsch und kennt sich auch mit Frauenfilmen und -serien aus. Er scheint auch alle Verschwörungstheorien zu kennen und ist in sozialen Netzwerken aktiv. Ferner spricht er Chinesisch – als Begründung gibt er „a TV show I used to love“ an („eine Fernsehserie, die ich liebte“). Das ist eine Anspielung auf die eingestellte Serie Firefly, in welcher der Darsteller Fillion die Hauptrolle spielte und in der seine Figur häufig chinesisch sprach.

Generell sprudelt Castle vor möglichen Lösungsideen über und überlegt immer, wie er den Fall in seinen Büchern angelegt hätte. Häufig führen diese Fantasien zu neuen Spuren und Verdächtigen, aber sie gehen Beckett zunächst auf die Nerven – durchaus auch vorsätzlich, denn er liebt es, insbesondere Beckett damit zu provozieren, dass er Aliens, Monster, Geister, Bigfoot, Vampire, Zeitreisen, Zombies oder Ähnliches als Täter ins Spiel bringt. Er besitzt aber durchaus die Gabe, Fälle sehr analytisch zu betrachten. Immer wieder liefert er durch seine Fantasie eine Geschichte zu den Fakten eines Falles, findet nicht selten aber auch Logikfehler, die zunächst Verdächtige als Täter ausschließen oder die wahren Täter entlarven, weil Ereignisse nicht so stattgefunden haben können, wie ein Verdächtiger zu seiner Entlastung behauptet. Castle führt den Erfolg seiner Bücher insbesondere darauf zurück, dass er in ihnen gerade diese Logikfehler vermeidet. Dazu führt er immer wieder nicht nur umfangreiche Recherchen, sondern auch – teilweise aufwändige – praktische Versuche durch, manchmal mit der Hilfe seiner Tochter. Eine dieser Versuchsreihen befähigt Alexis zum Knacken eines Sicherheitsschlosses, nachdem sie in einer späteren Folge entführt worden war.

Das wiederholt gezeigte Haus, in dem sich die Wohnung von Castle befinden soll, steht an 425 Broome Street in Manhattan.

Kate Beckett Katherine Houghton Beckett arbeitet als jüngster weiblicher Detective (First Grade) in der Geschichte des NYPD beim Morddezernat. Sie ist immer darum bemüht, die Wahrheit herauszufinden, denkt stets rational und lässt sich daher meistens nicht durch Castles teilweise weit hergeholte Theorien irritieren. Darüber hinaus hat sie ein selbstbewusstes Auftreten, ist verbal wie körperlich schlagfertig und besitzt ein starkes Durchsetzungsvermögen, verfügt gleichzeitig aber auch über viel Feingefühl, was sich beides vor allem in den Vernehmungen zeigt. Diese Eigenschaften sind schließlich Castles Inspiration für die Romanfigur Nikki Heat, deren eher oberflächliche Darstellung Beckett jedoch alles andere als gutheißt. Obwohl sie es Castle gegenüber nie zugibt, ist sie dennoch ein großer Fan des Schriftstellers, dessen Bücher ihr über den Tod ihrer Mutter hinweghalfen. Im späteren Verlauf geht sie schließlich eine Beziehung mit ihm ein und nach einigen Zwischenfällen heiratet sie ihn.

Beckett ist eng mit der Gerichtsmedizinerin Lanie Parish und im späteren Verlauf auch mit Castles Tochter Alexis befreundet.

Ihre Mutter wurde ermordet, als sie 19 Jahre alt war. Da das Verbrechen nie aufgeklärt wurde, hat sie sich nach ihrem überragenden Collegeabschluss dazu entschlossen, trotz vielversprechenderen Karrierechancen als Detective beim NYPD anzufangen. Dabei hat sie anfangs versucht, den Mord an ihrer Mutter selbst aufzuklären, es aber schließlich aufgegeben, zumal sie sich dabei, wie sie selbst sagt, wie eine Süchtige verhielt und den Fall genau wie eine Droge seitdem meidet. Castle hört davon und beginnt eigene Ermittlungen hinter ihrem Rücken. Als sie dies herausfindet, droht sie ihm mit einer Beendigung ihrer Zusammenarbeit, beginnt dann aber nach tatsächlich neuen Hinweisen und Vorfällen wieder zu ermitteln – dieses Mal mit Castle, der ihr emotional den Rücken stärkt. Seine Verbindungen und sein Netzwerk als erfolgreicher Krimiautor erschließen ihr neue Ermittlungsansätze und neue Beweise. Sie entlarvt dabei erfolgreich korrupte Beamte, Auftragsmörder und findet letztlich auch den Mörder ihrer Mutter, den sie später sogar erschießen muss. Das aber ruft auch die damaligen Verantwortlichen auf den Plan. Im Verlauf der Serie gerät sie immer wieder ins Fadenkreuz der Auftraggeber der Mörder ihrer Mutter. Ihr gelingt es schließlich den Mord an ihrer Mutter aufzuklären und Senator William H. Bracken, der den Mord an ihrer Mutter in Auftrag gegeben hat, zu entlarven und ihn später zu verhaften.

Seit der achten Staffel ist Beckett Captain. Es ist einer der Running Gags der Serie, dass Beckett und Castle sich gegenseitig immer wieder ihre Sätze vollenden, dabei im Dialog die Logik der Tat analysieren und nicht selten sagen beide zeitgleich: „Ich weiß, wer der Täter ist!“. Esposito und Ryan fragen sich mehrfach, ob die beiden das heimlich proben.

In der letzten Folge der achten Staffel sieht man die Zukunft von Beckett und Castle in sieben Jahren. Sie haben eine Tochter, Lily, und die Zwillinge Reece und Jake.

Javier Esposito Javier „Espo“ Esposito ist ein Latino und ehemaliger Scharfschütze der Special Forces. Er arbeitet als Detective (second grade) in der Mordkommission beim NYPD. In der 8. Staffel besteht er die Sergeant-Prüfung. Er ist ein Freund und Mitarbeiter von Beckett und Castle sowie der beste Freund und Partner von Kevin Ryan. Er ist immer mal wieder kurzzeitig mit Lanie Parish liiert, wobei sie es ist, die eine längere Verbindung nicht zulässt.

Sein Kleidungsstil ist in der Regel leger. Er kann sehr temperamentvoll sein, denkt immer mit und ist generell sehr zuverlässig. Er kann sich nicht verzeihen, dass sein erster Partner im Dienst getötet wurde, als sie beide an einem Mafiafall arbeiteten. Später kommt der Verdacht auf, dass sein Ex-Partner scheinbar als Mafia-Boss noch lebt, was sich aber als Irrtum herausstellt – er war jahrelang undercover im Einsatz und wird mit seiner Hilfe rehabilitiert.

Javier steht bedingungslos immer hinter Beckett, der er völlig zu Recht blind vertraut. Mit Kevin Ryan kann er sich aber durchaus auch schon mal heftig fetzen und zu Castle steht er nur, wenn er davon überzeugt ist, dass dieser im Sinne Becketts handelt. Letztlich sind aber auch Esposito und Castle eng befreundet.