Der Wahlkreis Esslingen (Wahlkreis 07) ist ein Landtagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasste bei der Landtagswahl 2021 die Gemeinden Aichwald, Denkendorf, Esslingen am Neckar, Neuhausen auf den Fildern, Ostfildern und Wolfschlugen aus dem Landkreis Esslingen.

Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert.Wahlkreiseinteilung von 1975 (PDF; 344 kB) Seit der Landtagswahl 2011 gibt es erstmals eine Veränderung im Zuschnitt des Wahlkreises Esslingen. Starkes Bevölkerungswachstum im benachbarten Wahlkreis Nürtingen machte eine Verkleinerung dieses Wahlkreises notwendig. Deswegen wurde 2011 auch die Gemeinde Wolfschlugen an den Wahlkreis Esslingen angegliedert.

Wahl 2026 Die Wahl zum Landtag am 8. März 2026, bei der erstmals mit Vergabe einer Erst- und einer Zweitstimme gewählt wurde, brachte im Wahlkreis folgende Ergebnisse:

Neben dem direkt gewählten Andreas Deuschle (CDU) konnten ebenso Andrea Lindlohr (GRÜNE), Stephan Köthe (AfD) und Nicolas Fink (SPD) über die Landesliste ihrer Parteien in den Landtag einziehen.

Wahl 2021

Die Landtagswahl 2021 hatte im Wahlkreis Esslingen dieses Ergebnis:

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2016Stimmen in % Andrea Lindlohr Grüne 35,7 32,3 Andreas Deuschle CDU 23,8 26,0 Klaus-Dieter Vogel AfD 7,2 12,2 Nicolas Fink SPD 14,2 16,4 Ferdinand Kiesel FDP 9,4 6,8 Martin Auerbach Die Linke 3,8 2,8Mathias Rady ÖDP 0,7 0,5Nicolai Gelbmann Die PARTEI 1,2 0,7Gordon-Yves Nothig Freie Wähler 2,0 – Hans-Peter Tyrna dieBasis 0,8 –Anne Newball Duke KlimalisteBW 0,9 –Silvia Boss WiR2020 0,6 –

Wahl 2016

Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011Stimmen in % Andrea Lindlohr GRÜNE32,326,7 Andreas Deuschle CDU26,036,5 Wolfgang Drexler SPD16,425,4 Ulrich Sterra AfD12,2– Erdal Özdogan FDP6,84,4 Martin Auerbach DIE LINKE2,82,4 Marco Hauke PIRATEN0,81,8 Jürgen Rudolph ALFA0,8– Wolfgang Bastian Die PARTEI0,7– Mathias Rady ödp0,50,6 Eberhard Köhler REP0,31,2 René Schrade NPD0,30,6

Wahl 2011 Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006Stimmen in %umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011 Andreas Deuschle CDU36,540,1 Andrea Lindlohr GRÜNE26,711,7 Wolfgang Drexler SPD25,430,9 Rena Farquhar FDP4,410,2 Tobias Hardt DIE LINKE2,4 WASG: 2,4 Erik Kuch PIRATEN1,8— Eberhard Köhler REP1,23,5 Martin Krämer NPD0,60,4 Mathias Rady ödp0,60,9 Tarak Mtibaa BIG0,2— Alexander Graf Die Violetten0,2— — Sonstige—0,0

Abgeordnete seit 1976 Seit der Landtagswahl 2026 wird ein Direktmandat durch die relative Mehrheit der Erststimmen bestimmt. Bis zur Wahl 2021 hatte jeder Wähler bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts Dabei gab es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen wurden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Bis zur Wahl 2006 wurden diese Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke zugeteilt; bei den Wahlen 2011 bis 2021 erfolgte die Zuteilung nach den relativen Stimmenanteilen.

Den Wahlkreis Esslingen vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag:

Partei Art des Mandats Gewählte CDU Direktmandat Theo Balle 1976, 1980, 1984Martin Herzog 1988, Mandat niedergelegt zum 30. September 1989Christa Vossschulte nachgerückt am 2. Oktober 1989; 1992, 1996, 2001, 2006Andreas Deuschle 2011, 2026 Zweitmandat Andreas Deuschle 2016, 2021 GRÜNE Direktmandat Andrea Lindlohr 2016, 2021 Zweit-/Listenmandat Andrea Lindlohr 2011, 2026 SPD Zweit-/Listenmandat Elisabeth Nill 1976, 1980, 1984Wolfgang Drexler 1988, 1992, 1996, 2001, 2006, 2011, 2016, Mandat niedergelegt zum 31. Dezember 2018Nicolas Fink nachgerückt am 1. Januar 2019, 2021, 2026 FDP Zweitmandat Ernst Waldemar Bauer 1984 AfD Listenmandat Stephan Köthe 2026 Zur Landtagswahl 1984 stellten die Grünen aufgrund eines Fristversäumnisses keine Kandidaten in den drei Wahlkreisen des Landkreises Esslingen auf. Dadurch wurde in Verbindung mit der Zweitmandatsregel indirekt der Landtagseinzug des FDP-Kandidaten Bauer begünstigt.

Einzelnachweise

Esslingen Kategorie:Politik (Landkreis Esslingen) Kategorie:Politik (Esslingen am Neckar)