Peter Faerber (* 1. Juli 1953 in Linz, Oberösterreich) ist ein österreichischer Film- und Theaterschauspieler sowie Synchronsprecher.
Leben Übersicht Faerber absolvierte die als Brucknerkonservatorium bekannt gewordene Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, ehe er 1974 nach Deutschland zog. Hier war Faerber als Schauspieler bald an vielen renommierten Theatern tätig, darunter in Rendsburg, Bremerhaven, Münster und Hamburg. Seine Palette an Theaterengagements, darunter in Hamlet oder Amadeus, wo er Mozart persönlich verkörperte, gilt als sehr umfangreich. Faerber arbeitete mit zahlreichen Regiegrößen, darunter Paulus Manker, Roman Polański oder Gerhard Klingenberg.
Mitte der 1980er Jahre zog Faerber zurück nach Österreich, wo er sich in Wien niederließ. Auch in seiner österreichischen Heimat zählte Faerber bald zu einem gebuchten Schauspieler, der neben Theaterengagements auch in Filmrollen zu sehen war und Synchronisierungen übernahm.
Schauspielkarriere Zu Peter Faerbers bekanntestem Film der letzten Jahre zählt Die Gottesanbeterin aus dem Jahr 2001, an der Seite von Christiane Hörbiger. Aber auch als Gastdarsteller einiger bekannter österreichischer und internationaler Fernsehserien, wie etwa Kommissar Rex, SOKO Donau, Ein Fall für Zwei oder Der Bulle von Tölz konnte er verpflichtet werden.
Synchronsprecher Österreichischen Kindern und Jugendlichen ist Peter Faerbers Stimme durch die Fernsehserie Tom Turbo ein Begriff, in der er dem Fahrrad mit den 111 Tricks seit 1993 seine Stimme leiht. Auch in einem anderen Format von Thomas Brezina, der Hörspielserie der Knickerbocker-Bande war seine Stimme zu hören – dieses Mal jedoch als Erzähler. Darüber hinaus ist er in vielen ORF-Produktionen, wie etwa Universum oder aktuell in Im Zentrum als Stimme im Off zu hören.
Durch seinen markanten Wiener Dialekt wurde Peter Faerber auch verpflichtet, in zwei Hollywood-Produktionen zwei berüchtigten Österreichern seine Stimme zu leihen. In Schindlers Liste dem Steven-Spielberg-Film aus dem Jahr 1993 lieh er dem aus Wien stammenden KZ-Kommandanten Amon Göth die Stimme, der im Film von Ralph Fiennes dargestellt wird; und 2008 synchronisierte er in Bryan Singers Film Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat den Diktator Adolf Hitler (David Bamber).
Filmografie (Auswahl) 1980: Grenzfälle 1982: St. Pauli-Landungsbrücken (Fernsehserie, eine Folge) 1984: Gespenstergeschichten: Im Schatten des Zweifels 1989: Weiningers Nacht 1998: Drei Herren 2000: Polt muss weinen 2001: Tatort – Nichts mehr im Griff 2001: Tatort – Böses Blut 2001: Die Gottesanbeterin 2003: Medicopter 117 – Jedes Leben zählt – Vier Elemente 2006: Karo und der Liebe Gott 2006: Die Rosenheim-Cops – Schöner Hannes, toter Hannes 2007: Die Rosenkönigin 2009: Die Rosenheim-Cops – Ein tödliches Projekt 2009: Ein Fall für zwei (Fernsehserie) – Eine tödliche Affäre 2010: Willkommen in Wien 2010: Tante Herthas Rindsrouladen 2011: Der Mann mit dem Fagott – Regie: Miguel Alexandre 2011: Der Kardinal 2012: Hannas Entscheidung 2012: Die Rosenheim-Cops – Tod im Schrebergarten 2013: Tom Turbo – Von 0 auf 111 2016: Die Rosenheim-Cops – Bergab in den Tod 2017: SOKO Donau – Über den Dächern von Linz 2017: Die Freibadclique 2019: Stadtkomödie – Curling for Eisenstadt 2020: Wischen ist Macht – Jausengegner
Hörspiele und Features (Auswahl) 1972: Ernest Hemingway: Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 2007: Christian Lerch: Meth – die Droge zum Selbermachen – Regie: Christian Lerch (Feature – ORF)
Auszeichnungen 1982 Boy-Gobert-Preis 1986/87 Karl-Skraup-Preis
Weblinks
Peter Faerber bei der Agentur Kelterborn
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