mini|Scheermühle mini|Wappen am Giebel der Scheermühle
Scheermühle (fränkisch: SchährmilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 167. Dort folgendermaßen transkribiert: „schǟrmil“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Scheermühle liegt in der Gemarkung Schalkhausen.
Geografie Die Einöde liegt in der Nähe des Scheerweihers am Onolzbach. Der Scheerweiher ist als Naturschutzgebiet (Scheerweihergebiet bei Schalkhausen) ausgezeichnet. 0,5 km nordöstlich erhebt sich der Bocksberg (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Steinersdorf (1,4 km nördlich) bzw. nach Schalkhausen zur Staatsstraße 2246 (0,3 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts als „Mulner an dem Scherchten-weier“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Weiher selbst hat seinen Namen auf Grund seiner scherenförmigen Gestalt erhalten.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 167.
Das jetzige Gebäude wurde wohl noch im 17. Jahrhundert errichtet, worauf ein hölzernes Wappen im Giebel eines der Fachwerkhäuser hinweist, das mit 1697 bezeichnet ist. Auf dem Wappen hält eine Engelsbüste ein brandenburgisches Wappen. Die Mühle ist schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Scheermühle zur Realgemeinde Schalkhausen. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Scheermühle die Hausnummer 22 des Ortes Schalkhausen.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 907f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 77. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1008f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Scheermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Schalkhausen zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.
Baudenkmal Ehemalige Wassermühle: Im Giebel eines Fachwerkhauses eine das brandenburgische Wappen haltende Engelsbüste aus Holz, bezeichnet „1697“
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 8 12 12 11 8 7 6 2 1 1HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 2 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Schalkhausen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert