Gesetz der Rache (Originaltitel Law Abiding Citizen ) ist ein US-amerikanischer Spielfilm, der 2009 unter der Regie von F. Gary Gray entstanden ist. Die Hauptrollen wurden von Gerard Butler und Oscarpreisträger Jamie Foxx gespielt. Der Film lief am 19. November 2009 in den deutschen Kinos an.
Handlung Philadelphia, Pennsylvania: Clyde Shelton lebt ein normales, gutbürgerliches Leben, bis er eines Tages gefesselt und geknebelt mitansehen muss, wie seine Frau und seine Tochter bei einem Raubüberfall brutal ermordet werden. Bei den Tätern handelt es sich um Rupert Ames und Clarence Darby, wobei Darby die Morde selbst begeht. Die Täter werden bald darauf gefasst, und der ambitionierte Staatsanwalt Nick Rice übernimmt den Fall. Dieser trifft mit Darby eine Abmachung, die dazu führt, dass Darby nur drei Jahre Gefängnis verbüßen muss, während sein Komplize Ames zum Tode verurteilt wird. Shelton beobachtet, wie der Staatsanwalt Darby bei einem Pressetermin nach der Verhandlung die Hand schüttelt, erkennt jedoch nicht, dass er dies nur widerwillig tut.
Es vergehen zehn Jahre bis zur Vollstreckung der Todesstrafe durch die Giftspritze. Rice wohnt der Hinrichtung von Ames mit seiner Assistentin Sarah Lowell bei. Doch Ames stirbt nicht, wie gewöhnlich, schnell und schmerzlos. Die drei Ampullen mit Flüssigkeiten, die dem Verurteilten nacheinander injiziert werden, waren ausgetauscht worden, sodass das Opfer ungeheure Qualen erleiden muss. Die Polizei findet einen vermeintlichen Hinweis auf Darby, der seit sieben Jahren in Freiheit lebt, und fährt zu dessen Wohnung, um ihn festzunehmen. Kurz vor dem Eintreffen der Behörden wird er durch einen Anruf gewarnt. Wie sich später herausstellt, stammt der Anruf von Shelton. Darby kann aufgrund der telefonisch gegebenen Hilfestellungen der Polizei entkommen, wird jedoch von Shelton in eine Falle gelockt, mit Tetrodotoxin betäubt und lebendig zerstückelt, während eine Kamera alles aufzeichnet. Da das Grundstück, auf dem Darby getötet wird, Shelton gehört, lässt Rice ihn verhaften. Kurze Zeit später bekommt Rice’ Familie per Post eine DVD zugeschickt, auf der die Ermordung Darbys zu sehen ist.
Shelton wird unterdessen von Rice verhört, spielt mit diesem jedoch Katz und Maus, indem er zwar eine allgemeine Tötungsabsicht an Darby und Ames einräumt, jedoch so, dass sie nicht als Geständnis anerkannt werden kann. Er verspricht Rice jedoch ein echtes Geständnis, wenn er ihm dafür im Gegenzug ein Komfortbett für seine Zelle beschafft. Rice, der das Angebot zunächst nicht ernst nimmt und es deshalb ablehnt, wird von seinem Vorgesetzten Cantrell jedoch dazu überredet, den Deal anzunehmen. In der Zwischenzeit beantragt Shelton seine Freilassung auf Kaution, die ihm von derselben Richterin, die vor Jahren auch dem Deal mit Darby zugestimmt hat, zum Entsetzen von Rice auch beinahe gewährt wird. Doch Shelton verdirbt es sich absichtlich mit ihr, indem er sie beleidigt, da er ihr lediglich begreiflich machen will, wie fahrlässig das Justizsystem handle, indem es offensichtlich auch Mörder leichtfertig auf freien Fuß setzen würde. Daraufhin lehnt die Richterin eine Kaution für Shelton ab und dieser legt nun endgültig vor Rice ein echtes Geständnis ab, das er ihm im Tausch gegen sein neues Bett versprochen hat.
Rice, der damit den Fall als abgeschlossen betrachtet und den Verhörraum bereits verlassen will, wird von Shelton davon abgehalten, indem dieser ihm ein weiteres Geständnis in Aussicht stellt und andeutet, dass der ehemalige Anwalt Darbys, Billy Reynolds, in höchster Gefahr sei und ihn nur ein weiterer Deal mit Rice retten könne, welcher aus einem Porterhouse-Steak mit grünem Spargel vom Steakhouse Del Frisco’s bestünde, das pünktlich um ein Uhr mittags geliefert werden solle. Zusätzlich besteht er auf seinen iPod, da er Musik zum Essen wünsche. Als Rice feststellt, dass die Drohung Sheltons kein Bluff und der Anwalt tatsächlich verschwunden ist, geht er auch auf diesen Deal ein. Da sich der Cateringdienst jedoch um acht Minuten verspätet, weil der Direktor der Haftanstalt, der sich von Shelton nichts vorschreiben lassen möchte, das Essen absichtlich ein zweites Mal kontrollieren lässt, erhält die Polizei zwar von Shelton die Koordinaten des Standortes, wo sich Reynolds aufhält, kann aber nur noch dessen Leichnam bergen. Shelton hatte Reynolds mit Handschellen gefesselt in einer Kiste vergraben und mit einem Beatmungsgerät versehen, welches sich Punkt 13:15 Uhr abgeschaltet hat. Zum selben Zeitpunkt ermordet Shelton seinen Zellennachbarn und wird daraufhin in Isolationshaft im Keller des Gefängnisses verlegt.
Rice und Generalstaatsanwalt Jonas Cantrell treffen sich mit einem Geheimdienstmann, der ihnen erklärt, dass Shelton Spezialist im Ausschalten von Personen ist, ohne in ihrer Nähe zu sein, und wegen seiner Fähigkeiten von Zeit zu Zeit vom Geheimdienst eingesetzt worden ist. Als die beiden die Richterin aus Sheltons Kautionsanhörung aufsuchen, versuchen sie, diese zu überreden, Sheltons Bürgerrechte zu übergehen, indem die Isolationshaft, in der er sich befindet, über die Begrenzungszeit hinaus aufrechterhalten wird, um eine Gefährdung weiterer Personen auszuschließen. Nach einigem Überlegen stimmt sie diesem Vorhaben zu, stirbt jedoch nur einen Moment später durch ihr eigenes, von Shelton manipuliertes Mobiltelefon, welches an ihrem Kopf explodiert. Als Rice daraufhin Shelton erneut aufsucht, fordert dieser seine Freilassung bis 6 Uhr morgens, andernfalls, so droht er, würden alle sterben. Rice vermutet, dass Shelton einen Helfer unter den Gefängnisinsassen hat und beordert alle für den Fall zuständigen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft ins Gefängnis, da die Zeit zu knapp ist, um die zu sichtenden Akten aus dem Gefängnis zu verlegen. Als zu besagter Zeit nichts passiert, lässt er alle wieder nach Hause gehen. Auf dem Parkplatz schließlich explodieren die Dienstfahrzeuge der Ermittler, als das erste Fahrzeug das Gefängnistor passiert und dabei Sprengsätze auslöst, die in den Tanks der Fahrzeuge versteckt sind. Bei den Detonationen sterben sechs Personen, unter ihnen auch Rices Kollegin Lowell. Rice und Cantrell werden daraufhin von der Bürgermeisterin April Henry in die Philadelphia City Hall einbestellt und ihrer desaströsen Ermittlungsarbeit wegen getadelt. Rice beteuert, dass niemand mehr durch Shelton zu Schaden kommen werde.
Nach der Beisetzung der Opfer der Sprengstoffanschläge, die unter hohen Sicherheitsmaßnahmen stattfindet, wollen Rice und Cantrell, die in verschiedenen Fahrzeugen sitzen, den Friedhof verlassen, als der Wagen von Cantrell von einem von Shelton umgerüsteten Minenräumungsroboter, der mit EMP, Maschinengewehr und Panzerabwehrrakete ausgerüstet ist, zunächst beschossen und anschließend in die Luft gesprengt wird. Keiner der Insassen überlebt. Rice wird daraufhin erneut von der Bürgermeisterin einbestellt, die ihm mitteilt, dass sie ihn eigentlich sofort entlassen müsste. Rice möchte dem zuvorkommen und bietet seinerseits seinen Rücktritt an, den die Bürgermeisterin jedoch nicht akzeptiert. Stattdessen befördert sie ihn im Schnellverfahren zum leitenden Bezirksstaatsanwalt und ruft den Notstand für Philadelphia aus.
Rice erinnert sich, dass Lowell kurz vor ihrem Tod von einem ominösen Freund gesprochen hat, der ihr dabei behilflich sein könnte, die Standorte mehrerer Immobilien zu ermitteln, die Shelton nach dem Mord an seiner Familie über Scheinfirmen aufgekauft hat. Als er an Lowells Computer sitzt, trifft eine E-Mail jenes Freundes ein, die ihm und Detektiv Dunnigan diese Informationen liefern, und als sie anhand eines Stadtplans feststellen, dass sich eines der Gebäude in direkter Nähe der Haftanstalt befindet, in der Shelton einsitzt, reift in ihm ein Verdacht. Als sie das Gebäude genauer unter die Lupe nehmen, entdecken sie einen von Shelton in jahrelanger Arbeit gegrabenen Tunnel, der unter der Gefängnismauer hindurch zu der Einzelhaftzelle führt, in der sich Shelton befindet. Auf diese Weise kann er aus dem Gefängnis hinaus- und wieder hineingelangen und all die Morde begehen, ohne von jemandem bemerkt zu werden.
Bürgermeisterin Henry hat in der Zwischenzeit zur Lagebesprechung eine Versammlung in der City Hall einberufen. Shelton begibt sich, als Reinigungskraft verkleidet, unerkannt in das Gebäude und gelangt so durch die Sicherheitskontrolle. Er versteckt einen Sprengsatz auf Napalmbasis direkt unterhalb des Raumes, in dem die Sitzung stattfinden soll. Rice und seine Kollegen entdecken den Sprengsatz jedoch rechtzeitig und stellen fest, dass dieser mit einem Mobilfunktelefon verbunden ist. 30 Sekunden nachdem Shelton die Nummer wählt, würde die Kofferbombe explodieren und mehrere Etagen des Gebäudes zerstören. Shelton ist inzwischen wieder auf dem Weg in seine Isolationszelle, wo er von Rice bereits erwartet wird. Er versucht, ihn zu überreden, die Bombe nicht zur Detonation zu bringen, und sagt ihm, „dass die Entscheidung ihn für den Rest seines Lebens verfolgen wird“. Shelton ist jedoch uneinsichtig. Er wählt die Nummer des Mobiltelefons, das die Bombe zur Explosion bringen soll. Rice verschließt daraufhin Sheltons Zelle und verlässt den Zellentrakt, kurz bevor Shelton die verschlossene Kofferbombe unter seinem Bett entdeckt, die eigentlich die Bürgermeisterin und ihren Stab hätte töten sollen. Shelton setzt sich auf das Bett und betrachtet ein Armband, ein Andenken an seine Tochter, während sich um ihn herum die Flammen der Napalmbombe ausbreiten.
In der letzten Szene sieht man Rice, der die Aufführung seiner Tochter besucht, deren Besuch er ursprünglich wegen der Ermittlungen abgesagt hat.
Hintergrund
Gesetz der Rache wurde in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania gedreht.Drehorte laut Internet Movie Database Die Dreharbeiten begannen am 21. Januar 2009.Budget und Einspielergebnisse laut Internet Movie Database Der Film wurde von The Film Department, Warp Film und Evil Twins (I) (Co-Produktion) produziert.Beteiligte Firmen laut Internet Movie Database Die deutsche Verleihfirma ist Constantin Film. Seine Premiere feierte der Film am 23. September 2009 bei den Urbanworld Film Festivals in New York City.Starttermine laut Internet Movie Database In den US-amerikanischen Kinos lief er am 16. Oktober 2009 an, in Deutschland war er ab dem 19. November 2009 zu sehen. Mehr als die Hälfte des dem Film zur Verfügung stehenden Budgets in geschätzter Höhe von 40 Millionen US-Dollar wurde an den US-amerikanischen Kinokassen bereits am Eröffnungswochenende mit Einnahmen von über 21 Millionen US-Dollar wieder eingespielt. Insgesamt konnten in den USA über 73,3 Millionen US-Dollar eingenommen werden.