Höllmühle (fränkisch: „Hellmill“E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100. Dort folgendermaßen transkribiert: „helmíl“., auch Obermühle genannt) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Höllmühle liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.
Geografie Die Einöde liegt am Höllmühlbach. Im Südosten grenzt das Waldgebiet Im Forst an, 0,75 km nordwestlich erhebt sich der Rotenberg (), 0,5 km südwestlich der Kronberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberdombach (0,6 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2249 bei Neunstetten (1,2 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1572 als „Hellmul“ erstmals urkundlich erwähnt mit der Bedeutung Zur Mühle in der Talschlucht.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Höllmühle zur Realgemeinde Oberdombach. Die Mühle hatte das Kastenamt Herrieden des Hochstifts Eichstätt als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Höllmühle die Hausnummer 21 des Ortes Oberdombach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 895. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 985 f.
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1800) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höllmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 nach Ansbach eingemeindet.
Ehemaliges Baudenkmal Wassermühle am Käferbach, im Kern aus dem 18. JahrhundertG. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 114. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 4 8 7 8 6 7 5 4 5 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Neunstetten) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1572