Carl Holzmann (* 22. Februar 1849 in Schüttwa, Böhmen; † 14. September 1914 in Baden bei Wien) war ein österreichischer Architekt und Bauunternehmer.
Leben Carl Holzmann absolvierte eine Maurerlehre; nach Aufenthalten in Deutschland und Oberösterreich ließ er sich in Wien nieder. Er arbeitete in Liesing bei einem Baumeister und besuchte daneben die Bauschule des Mathias Prem. Von 1873 bis 1875 war er Baupolier bei Stadtbaumeister Sonnleithner und Baumeister Johann Sturany. Von 1875 bis 1877 studierte Holzmann an der Technischen Hochschule Wien bei Heinrich von Ferstel. Danach arbeitete er bei der Union-Baugesellschaft, wobei er beim Bau des Justizpalastes als Vizepolier und beim Bau der Hofburg als Zeichner beteiligt war.
1885 erhielt Holzmann die Baumeisterkonzession und gründete ein eigenes Bauunternehmen, das er zunächst erfolgreich führte. 1906 wurde gegen das Unternehmen ein Insolvenzverfahren eingeleitet, zu dem es wahrscheinlich wegen vorangegangener Fehlspekulationen kam. In der Folge musste er alle seine Immobilien verkaufen und führte bis zu seinem Tod Bauaufträge von Stadt und Land aus.
Bedeutung Carl Holzmann begann bei seinen Bauten mit einem strengen Historismus. Spätere Bauten weisen Dekorationsformen des Secessionismus auf. Gebäude in der Nähe des Stadtzentrums wurden von ihm repräsentativ gestaltet, Gebäude an der Peripherie hingegen besitzen oftmals Elemente des Heimatstils. Holzmann kaufte oftmals ältere Gebäude auf und errichtete dann nach eigenen Plänen an deren Stelle Neubauten. Er verwendete Elemente aller damals modernen Stile, arbeitete handwerklich geschickt, war aber generell wenig innovativ bezüglich Neuerungen und bewegte sich eher im Mainstream der Moderne.
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