mini|László Kish bei der Verleihung zur Auszeichnung 2015, durch die Deutsche Akademie für Fernsehen
László Imre Kish (* 24. März 1957 in Basel) ist ein Schweizer Schauspieler, Regisseur und Kommunikationstrainer.
Leben László I. Kish, Schweizer ungarischer Abstammung, besuchte ab 1968 das Realgymnasium Basel, das er 1977 mit der Matura abschloss. In den folgenden zwei Jahren studierte er Deutsch, Englisch und Kunstgeschichte an der Universität Basel. Während dieser Zeit machte er erste Bühnenerfahrung bei der englischsprachigen Truppe «Gay Beggars». Ab 1979 besuchte Kish die Schauspielakademie Zürich, die er 1981 mit einem Diplom abschloss., abgerufen am 3. November 2023 Parallel dazu nahm er Gesangsunterricht bei Brigitte Spoerndli und Schauspielkurse bei John Costopoulos und Walther Lott. Von 1982 bis 1984 war er am Schauspielhaus Zürich und von 1983 bis 1986 am Schauspiel Köln engagiert.
Seit 1986 arbeitet Kish als freier Schauspieler und freier Autor. Mit dem Kurzfilm Gänsehaut trat er 1993 erstmals als Regisseur in Erscheinung. Diese Regiearbeit bescherte ihm 1994 eine Auszeichnung mit dem Nachwuchsleopard auf dem Internationalen Filmfestival von Locarno. 1993 gründete Kish die Produktionsfirma «Hearts & Brain Unlimited». Als Schauspieler ist er vielfach in Fernsehproduktionen und Fernsehserien wie beispielsweise Tatort und Samt und Seide zu sehen.
2006 wurde Kish in die Deutsche Filmakademie aufgenommen. Kish spricht neben seinen Muttersprachen Deutsch und Schweizerdeutsch ausserdem Englisch, Französisch, Italienisch und Ungarisch.
Seit 2009 arbeitet Kish zusätzlich als Coach und Kommunikationstrainer für Auftritts- und Medienkompetenz.
Privates Seit 1990 ist Kish mit der deutschen Autorin und Schauspielerin Ulrike Bliefert verheiratet. Die beiden haben eine 1981 geborene Tochter, die Schauspielerin und Filmwissenschaftlerin Anna Luise Kiss. Seine Wohnsitze hatte Kish seit 2002 in Basel und Berlin. Mittlerweile wohnt er an der mecklenburgischen Seenplatte im 80-Seelen-Dorf Klein Lukow (Stadt Penzlin) und ist dort Ortsvorsteher sowie Präsident des Fussballvereins in Personalunion.
Filmografie (Auswahl) Filme 1984: Der Rekord 1983: Schneller als das Auge 1985: Tatort: Der Mord danach 1990: Dreissig Jahre 1990: The Man Inside – Tödliche Nachrichten 1992: Salz auf unserer Haut 1993: Vater, lieber Vater 1993–2002: Tatort als Detektivwachtmeister Philipp von Burg 1993: Gehirnwäsche 1994: Herrenboxer 1995: Rückfällig 1996: Die Abrechnung 1998: Russisches Roulette 1998: Am Ende der Welt 1999: Alp-Traum 2000: Chaos 2002: Time-Out 1994: Von Zeit zu Zeit 1996: Polizeiruf 110: Kleine Dealer, große Träume 1997: Marthas Garten 1999: Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday 1999: Die siebente Papyrusrolle 2000: Dune, der Wüstenplanet 2001: Im Netz der Lüge 2003: Held der Gladiatoren 2006: Grounding – Die letzten Tage der Swissair 2010: Wiedersehen mit einem Fremden 2011: Friedrich – Ein deutscher König 2014:The Ambassador to Bern 2015: Die Eisläuferin 2020: Die Getriebenen 2021: Immer der Nase nach 2023: Briefe aus dem Jenseits
Fernsehserien 1988–1990: Eurocops 1993: Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend 1996: Auf Achse – Schwarze Ladung 1997: Freunde wie wir 1998: Fascht e Familie – Rent-a-Fan 1998: Der Clown – Harlekin 1998: Zwei Brüder 1999: Die Cleveren 1999: Alarm für Cobra 11 – Treibstoff 2000: Der Kapitän 2000: Dune – Der Wüstenplanet 2001: Die Sitte – Kaltes Blut 2001: Küstenwache 2002: Alarm für Cobra 11 – Falsches Spiel 2002–2005: Samt und Seide 2004: Der letzte Zeuge 2006: Die Rosenheim-Cops – Wellness bis zum Ende 2012: Danni Lowinski 2012: Notruf Hafenkante – Figaros Rache 2017, 2022: Wilder 2026: Serial Cleaner
Regiearbeiten 1993: Gänsehaut 1996: Halbe Herzen 1999: Local Heroes (Dokumentarfilm) 2006: Ein Heim für Mamadou (Dokumentarfilm) 2007: Zuerst stirbt der Name (Dokumentarfilm) 2009: Le Pays où on fabrique l'argent (Dokumentarfilm)
Hörspiele (Auswahl) 1985: Nikolai von Michalewsky: Bei Bildausfall Mord (Mann am Telefon) – Regie: Andreas Weber-Schäfer (Original-Hörspiel, Kriminalhörspiel – WDR)
Quelle: ARD-Hörspieldatenbank
Veröffentlichungen
2014: Pandoras Büchse, erschienen in der Anthologie „Der Kuss der grünen Fee“, ISBN 978-3-940855-51-0 2018: Vollpascha, erschienen in der Anthologie „Ostermorde 1“, Verlag edition krimi, ISBN 978-3946734192 2019: Paso Doble, erschienen in der Anthologie „Giftmorde 4“, Verlag edition krimi, ISBN 978-3-946734-17-8
Literatur
Weblinks
László I. Kish bei castupload.com Homepage von László I. Kish
Einzelnachweise
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