mini|Barbara Hennings 1965 Barbara Hennings (* 6. Juli 1944 in Schwerin) ist eine deutsche Filmeditorin und Honorarprofessorin der Internationalen Filmschule Köln.
Wirken Barbara Hennings erlernte den Filmschnitt in den Jahren 1962 bis 1964 in Hamburg. Die Ausbildung brachte sie mit namhaften Editoren wie Alice Ludwig-Rasch zusammen. In der Folge arbeitete sie für einige Jahre beim NDR-Fernsehen. In den Siebzigerjahren mietete sie einen Schnittplatz bei Alsterfilm in Hamburg-Ohlstedt und machte sich als Editorin selbstständig. Auftraggeber waren vor allem Fernsehsender von Radio Bremen bis zum ZDF. Wenn es sich ergab, sprang sie auch als Tonmann oder Regieassistentin ein. Für die Arbeiterkammer Bremen realisierte sie einige Dokumentarfilme über Gewerke der Schifffahrt.
Später arbeitete sie unter anderem mit den Filmregisseuren Michael Verhoeven, Max Färberböck und Peter Timm. Es entstanden gemeinsame Filme wie Das schreckliche Mädchen oder Die weiße Rose.
Sie schloss sich dem Bundesverband Filmschnitt Editor gleich nach dessen Gründung 1984 an und amtierte dort zwölf Jahre lang als geschäftsführender Vorstand. Sie engagiert sich in der Nachwuchsförderung der Internationalen Filmschule Köln und ist bis heute (2019) dort als Honorarprofessorin tätig.
Für den Filmschnitt von Und morgen geht die Sonne wieder auf gewann sie 2000 den Deutschen Kamerapreis. Beim Deutschen Fernsehpreis 2001 war Hennings mit Albtraum einer Ehe in der Kategorie Bester Schnitt nominiert.
2009 erhielt sie für ihr Lebenswerk den Geißendörfer Ehrenpreis Schnitt beim Festival Filmplus in Köln. Aus der Begründung: »Neben ihrer Montageleistung zeichnet Barbara Hennings ihr Engagement für den Berufsstand der Editoren aus«.
Barbara Hennings ist Mitglied der Deutschen Filmakademie. Sie lebt in Hamburg und arbeitet weiterhin als Filmeditorin.
Filmografie (Auswahl) 1969: Lebensläufe – Der König von St. Pauli 1982: Die weiße Rose 1983: Die Spider Murphy Gang 1984: Das Tor zum Glück 1986: Der Flieger 1987: Die Kolonie 1988: Tatort: Pauline 1989: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen 1989: Schulz & Schulz – Schulz & Schulz 1990: Das schreckliche Mädchen 1991: Schulz & Schulz II – Aller Anfang ist schwer 1992: Schlafende Hunde 1992: Kinder der Landstrasse 1993: Böses Blut 1994: Bella Block: Die Kommissarin 1994: Alles außer Mord – Die Frau ohne Gesicht 1995: Bella Block: Liebestod 1997: Gelegenheit macht Liebe 1998: Bella Block: Auf der Jagd 1999: Aimée & Jaguar 2000: Und morgen geht die Sonne wieder auf 2000: Marlene 2001: Der Zimmerspringbrunnen 2002: Schleudertrauma 2002: Der Seerosenteich 2003: Das schönste Geschenk meines Lebens 2004: Mein Bruder ist ein Hund 2005: Mutter aus heiterem Himmel 2006: Der Mann im Strom 2006: Die Pferdeinsel 2006: Tatort: Spuk aus der Eiszeit 2007: Rennschwein Rudi Rüssel 2 – Rudi rennt wieder! 2007: Die Todesautomatik 2008–2010: Rennschwein Rudi Rüssel 2008: Dornröschen 2008: Kommissar Stolberg (2 Episoden) 2009: Liebe Mauer 2010: Bis nichts mehr bleibt 2010: Mein Song für dich 2011: Löwenzahn – Das Kinoabenteuer 2011: Vater Mutter Mörder 2012: Unter anderen Umständen: Spiel mit dem Feuer 2013: Nord Nord Mord: Clüver und die fremde Frau 2013: Der Kommissar und das Meer: Der böse Mann 2015: Bach in Brazil 2016: Solo für Weiss – Das verschwundene Mädchen 2017: Atempause
Auszeichnungen 2000: Deutscher Kamerapreis Bester Schnitt für Und morgen geht die Sonne wieder auf 2001: Deutscher Fernsehpreis Nominierung Kategorie: Bester Schnitt für Albtraum einer Ehe 2009: Geißendörfer Ehrenpreis Schnitt fürs Lebenswerk
Weblinks
Barbara Hennings beim Bundesverband Filmschnitt Editor e. V. (BFS)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmeditor Kategorie:Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Hochschullehrer (IFS Köln) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Frau