Karl Hauenschild (* 30. August 1920 in Hannover; † 28. Februar 2006 in Hemmingen) war ein deutscher Gewerkschafter und Politiker der SPD.
Leben Hauenschild machte eine Lehre als Industriekaufmann, ehe er im Jahr 1940 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Nach Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1945 kehrte er nach Hannover zurück und trat dort in die SPD und in die Gewerkschaft ein. Im Jahr 1948 bereitete er den Gründungskongress der Gewerkschaft IG Chemie-Papier-Keramik in der britischen und amerikanischen Besatzungszone vor. 1969 wurde er als Nachfolger von Wilhelm Gefeller zum Bundesvorsitzenden der IG Chemie gewählt. Er galt als Vertreter des Konzepts der „Sozialpartnerschaft“. Auf dem Hamburger DGB-Kongress 1975 sprach er sich gegen die von linken Gewerkschaftern geforderte staatliche Investitionslenkung aus.F. Deppe u. a.: Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung. 2. Aufl. Pahl-Rugenstein, Köln 1978, S. 464 Nach der Europawahl 1979 war er für einige Monate bis Januar 1980 Mitglied des 1. Europaparlaments und hier im Landwirtschaftsausschuss tätig.
Mitgliedschaften 1973: Mitglied der Trilateralen Kommission.
Weblinks
Heinz Michaels: Die neue Formel des Karl Hauenschild. In: Die Zeit, Nr. 16/1975. Müntefering gratuliert Karl Hauenschild, 29. August 2005.
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Deutschland Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:IG-CPK-Funktionär Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann