mini|Ein Haus des Komplexes Nürnberger Straße 13–31/10–28 Die vier Gebäudezeilen der Nürnberger Straße 13–31/10–28 sind denkmalgeschützte Gebäude in der Dresdner Südvorstadt.Lupfer et al., Objektnr. 116 (Siedlung an der Nürnberger Straße, Nürnberger-, Eisenstück-, Bernhard-, Kaitzer Straße, 1953–1954, Albert Patitz) Sie sind Teil der Wohnbebauung Nürnberger Straße, die als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz steht. Die Gebäude befinden sich beidseits der Nürnberger Straße zwischen Nürnberger Ei und der Zionskirchruine.
Beschreibung Der Siedlungsbau wurde von 1953 bis 1954 unter der städtebaulichen Leitung des Architekten Herbert Schneider und Kollektiv nach Entwürfen von Albert Patitz errichtet und war Anfang für den Bau von Gebäuden an der Eisenstuck-, Bernhard- und Kaitzer Straße mit 1500 Zweieinhalb-Raum-Wohnungen. Diese wurden meist für die Arbeiter des Wismut-Uranbergbaus errichtet. Es gilt als eines der ersten Beispiele für den Siedlungsbau in Dresden im Baustil des Sozialistischen Klassizismus mit Anklängen an den Dresdner Barock: „Eine zurückhaltende Gliederung der Putz-Kunststein-Fassaden wurde durch Risalite mit barockisierenden Bogenabschluss, Sgraffito-Schmuck über den Türen und unter den Traufen sowie Lisenen erreicht. Traufhöhe und Walmdächer sind in den Mittelabschnitten der langen Zeilen leicht erhöht gegenüber den Seiten“. Es handelt sich um fünfgeschossige Bebauung auf beiden Seiten der Nürnberger Straße in Dresden mit dem Wohnungstyp 53/5, 10 18 mit Ecklösung und Walmdach.May et al., Objektnr. 81 (Wohnbebauung Nürnberger Str. 13–31/10–28.)
Die Gebäudezeilen der Nürnberger Straße 13–31/10–28 umfassen dabei insgesamt vier Gebäude: Nürnberger Straße 10–16 (gerade Hausnummern) mit Nürnberger Straße 16a, 16b Nürnberger Straße 18–28 (gerade Hausnummern) mit Bernhardstraße 34 Nürnberger Straße 13–19 (ungerade Hausnummern) Nürnberger Straße 23–31 (ungerade Hausnummern)
Beschreibung des Denkmalschutzes für die Sachgesamtheit Wohnbebauung Nürnberger Straße Die Häuser Nürnberger Straße 13–31/10–28 sind Teil einer Sachgesamtheit Wohnbebauung Nürnberger Straße, die wie folgt durch das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen beschrieben wird:
Kritik Zeitgenossen kritisierten fachlich insbesondere die Hauseingänge mit Erker. So würden die Hauseingänge „… durch den erkerartigen Vorbau in den Wohnetagen erdrückt. Diese Wirkung wird durch das stark vortretende Gesims unterstrichen.“ Vorgeschlagen wurde auch die Betonung des Einganges auf Erdgeschosshöhe mit einer reicheren bauplastischen Schmuck nach dem Vorbild des Regimentshauses am Jüdenhof aus dem 18. Jahrhundert.Lazarus, S. 182.
Diese zeitgenössische Kritik fand keine Beachtung, in der heutigen Beurteilung steht die Gesamtwertung der Wohnbebauung Nürnberger Straße als „Denkmalpflegerische Sachgesamtheit“ im Vordergrund.
Literatur Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3. Walter May, Werner Pampel, Hans Konrad: Architekturführer DDR – Bezirk Dresden. VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1979. Fritz Lazarus: Werkstattbericht eines Entwurfsbüros. In: Deutsche Architektur Heft 4 Jahrgang 1953, S. 179 f. Alfred Patitz: Der Wiederaufbau des Wohnbezirks Dresden-Südvorstadt. In: Deutsche Architektur Heft 9 Jahrgang 1955, S. 506 f.
Weblinks
Eintrag in der Denkmalliste: Nürnberger Straße 10–16 (gerade Hausnummern) Eintrag in der Denkmalliste: Nürnberger Straße 18–28 (gerade Hausnummern) Eintrag in der Denkmalliste: Nürnberger Straße 13–19 (ungerade Hausnummern) Eintrag in der Denkmalliste: Nürnberger Straße 21–31 (ungerade Hausnummern)
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk des Sozialistischen Klassizismus in Dresden Kategorie:Bauensemble in Dresden #13 31 10 28 Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Wohngebäude in Dresden Kategorie:Kulturdenkmal in Dresden Kategorie:Denkmalgeschütztes Bauwerk in Dresden