__NOTOC__ Adrien Niyonshuti (* 2. Februar 1987 in Rwamagana) ist ein ehemaliger ruandischer Straßenradrennfahrer und Mountainbiker.
Sportlicher Werdegang Adrien Niyonshuti begann 2003 mit dem Radfahren. Bei der Tour of Rwanda schaffte er es fünfmal hintereinander in die Top Ten, wobei er 2006 und 2008 die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. 2008 gewann er unter anderem auch drei Etappen.
Er war der erste Radprofi aus Ruanda. Ab 2009 fuhr er für das südafrikanische Continental Team MTN Cycling, später für Dimension Data. In der Saison 2009 nahm er unter anderem an der Irland-Rundfahrt teil, seinem ersten Rennen außerhalb des afrikanischen Kontinents. Im Herbst 2009 wurde er bei der Afrikameisterschaft in Namibia jeweils Zehnter im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen, so dass er in beiden Rennen die Bronzemedaille der U23-Klasse gewann.
Bei den Olympischen Spielen 2012 in London war Niyonshuti Fahnenträger seiner Mannschaft während der Eröffnungsfeier, 2012 zudem der erste schwarze Teilnehmer bei einem olympischen Mountainbike-Wettbewerb überhaupt. Auch an den Olympischen Spielen 2016 in Rio nahm Niyonshuti teil.
Nach dem Ende seiner Karriere arbeite er zunächst als Trainer in Ruanda, inzwischen betreibt er in Benin eine Radsport-Akademie. Er ist Cheftrainer des Radsportverbands von Benin.
Rising from Ashes Im selben Jahr wurde über die Geschichte von Adrien Niyonshuti und seiner Familie sowie über seine Radsportlaufbahn der später mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm Rising from Ashes gedreht. Beim Völkermord in Ruanda hatte er 60 Angehörige verloren, darunter sechs seiner Brüder; die gesamte Familie seiner Mutter wurde ausgelöscht. Um seinen Schmerz zu bewältigen, begann er 2003 mit dem Radsport. 2006 bestritt er sein erstes Mountainbikerennen, bei dem er dem Radsporttrainer Jock Boyer auffiel. Als Folge des Filmes wurde die Rising from Ashes Foundation gegründet.
Erfolge – Straße 2009 Afrikameisterschaft – Einzelzeitfahren (U23) Afrikameisterschaft – Straßenrennen (U23)
2010 Ruandischer Meister – Straßenrennen
2011 Ruandischer Meister – Straßenrennen Bergwertung Tour of Rwanda
2012 Ruandischer Meister – Straßenrennen
2016 Ruandischer Meister – Einzelzeitfahren
2017 Ruandischer Meister – Einzelzeitfahren
2018 Afrikameisterschaft – Mannschaftszeitfahren
Erfolge – Mountainbike 2012 Afrikameisterschaft – Cross Country
Teams 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Literatur Tim Lewis: Das Land der zweiten Chance : die erstaunliche Geschichte des ruandischen Radsportteams. Aus dem Englischen von Olaf Bentkämper. Bielefeld : Covadonga, 2013, ISBN 978-3-936973-87-7
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Radsportler (Ruanda) Kategorie:Olympiateilnehmer (Ruanda) Kategorie:Teilnehmer an den Commonwealth Games (Ruanda) Kategorie:Teilnehmer an den Afrikaspielen (Ruanda) Kategorie:Ruandischer Meister (Radsport) Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Mann Kategorie:Ruander