Andreas Ottensamer (* 4. April 1989 in Wien) ist ein österreichischer Klarinettist und Dirigent.

Leben

Ottensamer ist der Sohn des Klarinettisten Ernst Ottensamer. Sein Bruder ist der Klarinettist Daniel Ottensamer. Im Alter von vier Jahren erhielt Andreas Ottensamer ersten Klavierunterricht. Ab 1999 studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, zunächst Violoncello und ab 2003 Klarinette bei Johann Hindler. Bis 2009 folgte ein Studium an der Harvard University in den USA, das er für ein Stipendium der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker abbrach. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und zu Beginn seiner Laufbahn Substitut bei den Wiener Philharmonikern und Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters.

Seine Laufbahn als Soloklarinettist im Orchester begann er im Sommer 2010 beim Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und wechselte im März 2011 als Soloklarinettist zu den Berliner Philharmonikern. Diese Tätigkeit beendete er 2025, um sich seiner Karriere als Dirigent zu widmen.

Als Solist konzertiert Ottensamer weltweit mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra unter Dirigenten wie zum Beispiel Simon Rattle, Yannick Nézet-Séguin und Mariss Jansons. Als Kammermusiker erfolgte eine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Yuja Wang, Lisa Batiashvili, Leonidas Kavakos, Janine Jansen, Sol Gabetta und Emmanuel Pahud. Dem im Jahre 2005 mit seinem Vater und seinem Bruder gegründeten Klarinettentrio „The Clarinotts“ wurden mehrere Werke gewidmet und es hat eine CD eingespielt.

Seit der Saison 2020/21 tritt Ottensamer auch als Dirigent auf. Er wurde 2021 mit dem „Neeme Järvi Preis“ der Gstaad Festival Conducting Academy ausgezeichnet und assistierte in den folgenden Jahren Dirigenten wie Simon Rattle, Christian Thielemann und Riccardo Muti. Ottensamer arbeitet als Dirigent mit Orchestern wie dem NHK Symphony Orchestra, Orchestre National du Capitol Toulouse, Mozarteumorchester Salzburg, Kammerorchester Basel, Seoul Philharmonic und dem Oxford Philharmonic Orchestra. 2026 dirigierte er eine Produktion von Humperdincks Oper Hänsel und Gretel an der Houston Grand Opera.

Diskografie (Auswahl)

Mitwirkung bei Tori Amos: Night of Hunters (Deutsche Grammophon; 2011)

Portraits – The Clarinet Album. Mit dem Philharmonischen Orchester Rotterdam, Dirigent Yannick Nézet-Séguin (Deutsche Grammophon; 2013) Brahms: The Hungarian Connection (Deutsche Grammophon; 2015) The Clarinotts. Mit Ernst Ottensamer, Daniel Ottensamer, Wiener Virtuosen. Werke von u. a. Mendelssohn Bartholdy, Mozart, Rossini, Françaix (Deutsche Grammophon; 2016) New Era: Stamitz, Danzi, Mozart. Mit der Kammerakademie Potsdam, Dirigent: Emmanuel Pahud (Decca; 2017) Blue Hour – Weber, Brahms, Mendelssohn, mit Yuja Wang, Berliner Philharmoniker, Dirigent: Mariss Jansons (Deutsche Grammophon; 2019)

Auszeichnungen 2015: Echo Klassik in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres (Klarinette)“Echo Klassik: Andreas Ottensamer ist Instrumentalist des Jahres. Artikel vom 24. August 2015 auf derStandard.at, abgerufen am 24. August 2015. 2019: Opus Klassik in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres“

Weblinks

Website von Andreas Ottensamer

Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Klarinettist Kategorie:Mitglied der Berliner Philharmoniker Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger Kategorie:Absolvent der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Mann