Niersbach in der Eifel ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz.
Geographie Niersbach liegt in der Westeifel. Zur Gemeinde gehören die beiden Ortsteile Niersbach und Greverath sowie die Wohnplätze Obere Mühle, Untere Mühle und Wenzelhausen.
Nachbarorte von Niersbach sind die Ortsgemeinden Arenrath im Norden, Bruch im Nordosten, Gladbach im Osten, Heidweiler im Süden sowie die bereits zum Eifelkreis Bitburg-Prüm gehörenden Ortsgemeinden Orenhofen im Südwesten und Herforst im Westen.
Geschichte Niersbach wurde erstmals 1473 als Nydersbach urkundlich erwähnt.
Landesherrlich gehörten Niersbach und Greverath bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Luxemburg und war Teil der Herrschaft Bruch.
Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörten beide Orte zum Kanton Dudeldorf im Departement der Wälder.Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier. Hetzrodt 1818, S. 48 (Google Books).
Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kamen die Gemeinden Niersbach und Greverath 1816 zum Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der preußischen Rheinprovinz aufging.
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Orte innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Die heutige Gemeinde wurde am 10. Juni 1979 aus den aufgelösten Gemeinden Niersbach und Greverath neu gebildet.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niersbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 450 1835 599 1871 666 1905 632 1939 607 Jahr Einwohner 1950 648 1961 649 1970 667 1987 647 1997 693 Jahr Einwohner 2005 711 2011 685 2017 708
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Niersbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl FWG WGD WGBr WGBe WGK Gesamt 2024 3 9 – – – 12 Sitze 2019 3 – 9 – – 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: 2014 2 – – 6 4 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz:
Bürgermeister Christian Döhr wurde am 4. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Niersbach. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 80,4 % für fünf Jahre gewählt worden.
Döhrs Vorgänger Hans-Josef Weirich hatte das Amt im November 2016 übernommen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit 57,42 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden. Zuvor war Stephan Becker bis zu seiner Amtsniederlegung im Juni 2016 Ortsbürgermeister von Niersbach.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Ortsansicht Katholische Kirche St. Bernhard von 1793 in Niersbach Katholische Kirche St. Hubertus von 1860 in Greverath Hüttenbrennen am ersten Sonntag der Fastenzeit (sogenannter Scheef-Sonntag) Durch Niersbach/Greverath führt der prämierte Wanderweg Eifelsteig; Partner-Wanderweg Meulenwaldroute Töpferbrunnen (Ortskern Niersbach), Martinsbrunnen (zwischen Greverath und Heidweiler) vom Wittlicher Bildhauer Hanns Scherl Mineralquelle Dreesbrunnen (Niersbach, Ortsausgang Mühlenstraße Richtung Bruch) Historische Dorfschmiede in Greverath Wegekapelle (Ehrenmal) am Ortsausgang Richtung Arenrath
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niersbach
Verkehr Niersbach liegt an der Landesstraße 49, von der in Niersbach die Kreisstraße 42 und südöstlich von Greverath die Kreisstraße 37 abzweigen.
Weblinks
Niersbach auf der Website der Verbandsgemeinde Wittlich-Land
Kurzporträt über Greverath bei SWR Fernsehen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bernkastel-Wittlich Kategorie:Ersterwähnung 1473