Franz Albert Bach (* 3. Juni 1865 in Langendorf; † 16. Oktober 1935 in Grambek oder HamburgDie Hamburgische Biografie nennt beide Orte.) war ein deutscher Architekt und Immobilien-Unternehmer.

Leben Bach entstammte einer bäuerlichen Familie, erlernte zunächst in Weißenfels das Maurerhandwerk und besuchte danach die Königlich Sächsische Staatsbauschule Leipzig, eine Baugewerkschule. Nach der Geburt seines Sohnes Max beschloss die Familie die Auswanderung nach Amerika und kam dabei zunächst nach Hamburg. Dort erkannte Bach den anstehenden Bauboom und die daraus resultierenden Möglichkeiten. Er arbeitete zunächst für verschiedene Kontorhaus-Architekten. 1891 wurde Bach Hamburger Bürger und machte sich als Architekt selbstständig. Als Architekt und Immobilien-Unternehmer führte er bald Bauten von der Projektierung bis zur Vermietung durch und baute vielfach auf eigene Rechnung. Er konzentrierte sich nach der Choleraepidemie von 1892 auf das ehemalige Gängeviertel der Nördlichen Altstadt und gilt als einer der Väter der Mönckebergstraße. Zunehmende Kritik an seinen Bauten führte dazu, dass er die Fassadengestaltung ab etwa 1907 dem Architekten Carl Bensel überließ. Noch heute befinden sich einzelne seiner Kontorhäuser im Eigentum seiner Nachfahren.

mini|Grabmal Bach auf dem Friedhof Ohlsdorf Sein Sohn Max Bach wurde ebenfalls Architekt in Hamburg und führte die Geschäfte des Vaters fort (Gutruf-Haus, diverse Bauten im Kontorhausviertel), sein Sohn Franz Bach bewirtschaftete bis 1945 das von seinem Vater erworbene Gut Stellshagen im Klützer Winkel.

Das Grabmal der Familie von Franz Bach befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf und wurde von dem Bildhauer Richard Kuöhl gestaltet.

Bauten in Hamburg mini|Barkhof mit ehemaliger Bücherhalle 1903–1904: Kontorhaus Columbiahaus, Deichstraße 29 1903–1904: Kontorhaus Alsenhof, Rödingsmarkt (zerstört) 1903–1904: Kontorhaus Klosterburg, Glockengießerwall 1904–1905: Kontorhaus Friedrichshof, Ferdinandstraße und Raboisen 1905: Kontorhaus Brügge-Haus (zwischenzeitlich Eimbcke-Haus), Raboisen 1905–1907: Kontorhaus Semper-Haus, Spitalerstraße 1908–1909: Kontorhaus Seeburg, Spitalerstraße 1909–1910: Kontorhaus Barkhof, Mönckebergstraße 1911–1912: Kontorhaus Hansehof, Mönckebergstraße 1911–1912: Kontorhaus Roland-Haus, Mönckebergstraße 9 (mit Carl Bensel; ab 1913 an C&A, 1944/1964 zerstört) 1911–1912: Kontorhaus Südseehaus, Mönckebergstraße 1912–1913: Kontorhaus Domhof, Mönckebergstraße 1912–1913: Kontorhaus Hubertushof, heute Levantehaus, Mönckebergstraße 1912–1913: Warenhaus Karstadt, Mönckebergstraße (mit Carl Bensel) 1913: Kontorhaus Walter, Mönkedamm

Literatur

Carmen Krause: Franz Bach. Architekt und Unternehmer. (= Mäzene für Wissenschaft, Band 8.) Hamburg University Press, Hamburg 2010, ISBN 978-3-937816-81-4. (online als PDF)

Weblinks

Franz Bach. Reminiszenz an den Gründervater. In: Levantehaus-Magazin, abgerufen am 9. Dezember 2022.

Einzelnachweise

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