Ormalingen, in der schweizerdeutschen Ortsmundart Ormalinge ,Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 682. ist eine Einwohnergemeinde im schweizerischen Kanton Basel-Landschaft. Sie gehört zum Bezirk Sissach.

Geographie mini|Historisches Luftbild aus 600 m von Walter Mittelholzer von 1922 Ormalingen liegt auf im Ergolztal, östlich von Gelterkinden. Seine Nachbargemeinden sind Buus, Rickenbach BL, Gelterkinden, Tecknau, Wenslingen, Rothenfluh und Hemmiken.

Die Gemeindefläche beträgt 693 ha, wovon 50 % auf landwirtschaftliche Nutzung, 38 % auf Wald und 12 % auf Siedlungen fallen (Stand: 2014/15).Gemeindeporträts. Ormalingen. Kanton Basel-Landschaft.

Geschichte Ormalingen wurde schon früh besiedelt, so fand man eine römische Villa und reiche frühmittelalterliche Gräber. Die Siedlung wurde erstmals 1286 als Normandingen erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen Personennamen Nordeman, Nordmann ab.

Im Mittelalter besassen nacheinander die Grafen von Frohburg, Homburg und Thierstein sowie die Freiherren von Falkenstein dieses Dorf. 1461 gelangte Ormalingen mit der Herrschaft Thierstein-Farnsburg an die Stadt Basel.

Wappen Blasonierung: geteilt von Gold mit einem roten Stern und von Blau Dargestellt ist das Siegel der Edelknechte von Zielemp, die um die Mitte des 14. Jahrhunderts Güter in Ormalingen besassen.

Bevölkerung Ausländeranteil: 14,4 % Religion: 46,9 % reformiert, 13,7 % römisch-katholischWohnbevölkerung nach Nationalität und Konfession per 31. Dezember 2024. Kanton Basel-Landschaft.

Politik Der Gemeinderat (Exekutive) besteht aus fünf Stimmberechtigten. Gemeindepräsident (2024–2028) ist Henri Rigo (parteilos, Stand 2025).

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Ormalingen: SVP 40,1 % (2019 30,1 %), SP 19,6 % (17,3 %), Grüne 11,8 % (23,8 %), FDP 11,4 % (15,2 %), Mitte 7,0 % (5,7 %), glp 6,3 % (3,2 %), EVP 2,4 % (4,5 %), EDU 0,5 % (–).

Wirtschaft Ormalingen ist ein gewerbereiches Dorf. Daneben gibt es noch einige landwirtschaftliche Betriebe.

Sehenswürdigkeiten

Ruine Farnsburg Pfarrkirche mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert mini|200px|Ormalingens Kirche

Bilder

Persönlichkeiten Johann Georg Lenggenhager (1805–1874), Lehrer, Pfarrer und Historiker Heinrich Strub (1875–1954), Politiker und Tierarzt Clara Stockmeyer (1884–1967), Germanistin

Literatur

Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft. Band III: Der Bezirk Sissach. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1986 (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 77). ISBN 3-7643-1796-5, S. 205–233.

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Ormalingen

Einzelnachweise

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