Phantosmie ist die Geruchswahrnehmung in Abwesenheit einer entsprechenden Reizquelle (Riechstoffe).
Phantosmie tritt nach Infektionen oder als Folge eines Traumas auf. Die Geruchswahrnehmung wird dabei meist als unangenehm empfunden. Sie bildet sich oft langfristig (Jahre) zurück.
Die Phantosmie ist ein neurophysiologisches Krankheitssymptom, dessen Ursache bisher ungeklärt ist. Sie ist eine olfaktorische (den Geruch betreffende) Halluzination, also eine trughafte (täuschende) Sinneswahrnehmung ohne Reizursache.Anatomie und Physiologie der verschiedenen chemorezeptiven Systeme im Nasen-Rachenraum. Technische Universität Dresden; abgerufen am 16. Dez. 2009.
Siehe auch Geruchs- und Geschmackshalluzinationen
Literatur Hanns Christian Hopf (Hrsg.): Erkrankungen der Hirnnerven. Referenz-Reihe Neurologie. Thieme Verlag, München, 2006, ISBN 978-3-13-140111-3, S. 5. E. Biesinger, Heinrich Iro: Funktionsstörungen und funktionelle Störungen. In: HNO Praxis Heute, Band 24, Springer, 2004, ISBN 978-3-540-20029-1, S. 103.
Einzelnachweise
Kategorie:Krankheitssymptom in der Neurologie Kategorie:Neurophysiologie Kategorie:Riechen