Sigrid Rykhus (* 8. Mai 1984 in Lillehammer) ist eine norwegische Telemarkerin sowie Skicrosserin. Wie ihr älterer Bruder Eirik ist sie mehrfache Weltmeisterin im Telemarken.

Werdegang

Mit dem Skilauf begann Rykhus bereits 1990 im Peer Gynt Alpinklubb. Zuerst alpine Skiläuferin, probierte sie im Alter von 10 Jahren den Telemark-Skilauf. Ihr Debüt im Telemark-Weltcup gab sie am 17. März 2002. 2002 und 2003 belegte sie im Gesamtweltcup den Platz 31. Bei ihren ersten Weltmeisterschaften 2003 in Big Mountain kam sie im Classic-Rennen auf den zehnten Platz. In der Saison 2004 gewann sie in Rjukan ihr erstes Weltcuprennen und drei weitere Podestplätze. In der Weltcupgesamtwertung belegte sie den dritten Platz, wie auch im Classic, im Riesenslalom den vierten Platz und im Classic-Sprint den fünften Platz. Ihr gelangen in der Saison 2005 12 Siege und der erste Weltcupgesamtsieg. Bei den zweiten Weltmeisterschaften 2005 in Beitostølen holte sie sich souverän im Classic-Sprint-Rennen die Goldmedaille, die Silbermedaille im Riesenslalom und im Classic den achten Platz.

Wie in den vergangenen Saisons konnte sie auch in der Saison 2006 wieder um Sieg mitkämpfen, das gelang ihr dreimal. Sie schloss die Saison im Gesamtweltcup als vierte ab. Zu Beginn des ersten Weltcups 2007 in Trysil fuhr sie zweimal, in Rjukan einmal auf den ersten Platz und am Ende der Saison gewann sie zum zweiten Mal den Gesamtweltcup. Bei ihren dritten Weltmeisterschaften 2007 in Thyon gewann sie wieder die Goldmedaille im Classic Sprint und den vierten Platz im Riesenslalom. Mit sechs Siegen krönte sie sich in der Saison 2008 zum dritten Mal den Gesamtweltcup. In der Saison 2009 bestritt sie nur vier Weltcups, davon gewann sie drei Rennen. Am Ende erreichte sie in der Gesamtwertung den fünften Platz. Bei ihrer vierten Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2009 in Kreischberg holte sie sich im Classic, Classic Sprint und im gesamt (Classic, Classic Sprint und Riesenslalom) jeweils die Gold- und im Riesenslalom die Bronzemedaille.

Mit dem Ziel „Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver“ startete sie vor ihrem Debüt am 19. Februar 2009 im Freestyle-Skiing-Weltcup 2008/09 im Freestyle-Skiing-Europacup und in FIS-Rennen im Skicross. Ihre bisher beste Platzierung im Weltcup gelang ihr im März mit Rang 15 beim Rennen in Grindelwald. Zudem wurde sie 2009 norwegische Vizemeisterin. Um ihr Ziel einer Olympiateilnahme zu verwirklichen, wollte sich Sigrid Rykhus in der Saison 2009/10 völlig auf Skicross konzentrieren. Doch schon im Training zum ersten Weltcuprennen in Innichen in Südtirol erlitt sie einen Rippenbruch und eine Milzruptur. Sie konnte daher erst bei den norwegischen Meisterschaften im April 2010 (Platz 4) wieder starten.

Nach der Verletzung und der verpassten Teilnahme an den Winterspielen 2010 in Vancouver wendete sie sich wieder dem Telemarksport zu. Nach dem Wiedereinstieg mitten in der Saison in den Telemark-Weltcup 2011 konnte sie wieder um Siege mitfahren. Sie gewann in Espot und Hafjell jeweils ein Rennen und stand im Gesamtweltcup am Ende auf dem fünften Platz, im Classic und im Classic Sprint errang sie den dritten Platz und im Riesenslalom den neunten Platz. Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Rjukan fuhr sie vor ihrem Heimpublikum im Classic-Rennen die Goldmedaille nach Hause. Im Riesenslalom, Classic Sprint und im gesamt holte Rykhus die Silbermedaille. Am Anfang der Saison 2012 gewann sie zwei FIS-Rennen in Geilo. Sie gewann in der Weltcupsaison 2012 acht Weltcuprennen. Im Gesamtweltcup belegte sie den zweiten Platz, im Classic den dritten Platz, im Classic Sprint den zweiten Platz, und sie gewann die Weltcupdisziplin Parallelsprint. Am 6. Januar 2013 gewann sie das FIS-Rennen in Aandalsnes. In der Weltcupsaison 2013 gewann sie sechs Weltcuprennen. Zum Abschluss der Saison gewann sie zwei Gold- und eine Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 2013 in Espot.

Erfolge

Telemark-Weltmeisterschaften

Big Mountain 2003: 10. Classic Beitostølen 2005: 2. Riesenslalom, 1. Classic Sprint, 8. Classic Thyon 2007: 1. Classic Sprint, 4. Riesenslalom Kreischberg 2009: 3. Riesenslalom, 1. Classic Sprint, 1. Classic, 1. Gesamt Rjukan 2011: 2. Riesenslalom, 1. Classic, 2. Classic Sprint, 2. Gesamt Espot 2013: 2. Classic, 1. Parallelsprint, 1. Classic Sprint

Telemark-Weltcup

88 Podestplätze, davon 44 Siege:

Datum Ort Land Disziplin 1 18. März 2004 Rjukan Norwegen Riesenslalom 2 18. Januar 2005 Bad Hindelang Deutschland Classic 3 19. Januar 2005 Bad Hindelang Deutschland Riesenslalom 4 21. Januar 2005 Thyon Schweiz Riesenslalom 5 25. Januar 2005 Montchavin-Les-Coches Frankreich Classic Sprint 6 29. Januar 2005 Kranjska Gora Slowenien Classic Sprint 7 30. Januar 2005 Kranjska Gora Slowenien Classic Sprint 8 15. Februar 2005 Mont Edouard Kanada Riesenslalom 9 18. Februar 2005 Mont Edouard Kanada Classic Sprint 10 22. Februar 2005 Mont Edouard Kanada Riesenslalom 11 7. April 2005 Rjukan Norwegen Riesenslalom 12 8. April 2005 Rjukan Norwegen Classic 13 9. April 2005 Rjukan Norwegen Classic Sprint 14 6. März 2006 Kimberley Kanada Classic Sprint 15 8. März 2006 Kimberley Kanada Classic 16 12. März 2006 Schweitzer Mountain Resort Vereinigte Staaten Classic 17 20. Januar 2007 Trysil Norwegen Classic 18 21. Januar 2007 Trysil Norwegen Classic 19 25. Januar 2007 Rjukan Norwegen Riesenslalom 20 14. Januar 2008 Kreischberg Österreich Classic Sprint 21 25. Januar 2008 Rjukan Norwegen Classic Sprint 22 26. Januar 2008 Rjukan Norwegen Classic Sprint 23 31. Januar 2008 Pyhätunturi Ski resort Finnland Classic 24 19. März 2008 Sugarbush Vereinigte Staaten Classic Sprint 25 20. März 2008 Sugarbush Vereinigte Staaten Riesenslalom 26 13. Dezember 2008 Les Houches Frankreich Classic Sprint 27 14. Dezember 2008 Les Houches Frankreich Classic 28 28. Januar 2009 Valdezcaray Spanien Classic Sprint 29 12. Februar 2011 Espot Spanien Classic Sprint 30 12. März 2011 Hafjell Norwegen Classic Sprint 31 22. Januar 2012 Bohinj Slowenien Classic Sprint 32 28. Januar 2012 Kvittfjell Norwegen Classic Sprint 33 29. Januar 2012 Kvittfjell Norwegen Classic 34 3. Februar 2012 Rjukan Norwegen Parallelsprint 35 11. März 2012 Chamonix-Mont-Blanc Frankreich Classic 36 13. März 2012 Les Contamines-Montjoie Frankreich Classic Sprint 37 17. März 2012 Espot Spanien Parallelsprint 38 18. März 2012 Espot Spanien Classic Sprint 39 14. Januar 2013 Bohinj Slowenien Classic Sprint 40 9. Februar 2013 Chamonix-Mont-Blanc Frankreich Classic Sprint 41 10. Februar 2013 Chamonix-Mont-Blanc Frankreich Classic 42 28. Februar 2013 Rjukan Norwegen Parallelsprint 43 1. März 2013 Rjukan Norwegen Parallelsprint 44 5. März 2013 Geilo Norwegen Classic Sprint

Weltcupplatzierungen

Saison Gesamt Riesenslalom Classic Classic Sprint Parallelsprint 2002 31. – 26. – – 2003 31. – 28. – – 2004 3. 4. 3. 5. – 2005 1. 1. 2. 1. – 2006 4. 3. 3. 4. – 2007 1. 1. 1. 4. – 2008 1. 3. 1. 1. – 2009 5. 5. 3. 6. – 2011 5. 9. 3. 3. – 2012 2. – 3. 2. 1. 2013 1. – 2. 1. 1.

Freestyle-Skiing-Weltcup (Skicross)

4 Platzierungen unter den besten 30. Saison 2008/09: 38.

Freestyle-Skiing-Europacup (Skicross)

4 Platzierungen unter den besten 25. Saison 2008/09: 25.

Weitere Erfolge

3 Siege im Telemark FIS-Rennen

Weblinks Offizielle Homepage Telemarken Skicross

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