Heimbach ist ein etwa 100 Einwohner zählender Ortsteil der Gemeinde Gilserberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.
Geographische Lage Heimbach ist der westlichste Ortsteil von Gilserberg und damit auch der westlichste Ort im Schwalm-Eder-Kreis. Das Dorf liegt im Tal des gleichnamigen Heimbachs, der gut 1 km nordöstlich des Ortes entspringt und nach Westen in die Wohra fließt. Der Ortskern befindet sich südlich des Baches am Nordhang des 373 m hohen Burgberges, auf dem sich die Heimburg (auch Raubenburg genannt) befand, vor der heute nur noch wenige Reste erhalten sind.
Durch Heimbach führt die Landesstraße 3342, die beim südöstlichen Nachbarort Lischeid von der Bundesstraße 3 abzweigt und über den nordwestlichen Nachbarort Schiffelbach nach Gemünden führt. Sie folgt dem alten westlichen Abstecher des Sälzer Wegs von Treysa nach Mellnau.
Geschichte Heimbach wurde soweit bekannt im Jahr 1243 als Hembach erstmals urkundlich erwähnt. Ab etwa Mitte des 13. Jahrhunderts war das Adelsgeschlecht von Heimbach auf der Heimburg (Raubenburg) südlich des Ortes ansässig. Anfang des 14. Jahrhunderts bildete Heimbach ein eigenes Gericht in der Grafschaft Ziegenhain. Zeitweise wurde der Ort vom Amt Gemünden verwaltet, später gehörte er zum Amt Schönstein, zum Amt Treysa und zum Landkreis Ziegenhain.
Zum 31. Dezember 1971 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Gilserberg, Heimbach, Lischeid, Sachsenhausen, Schönau und Winterscheid freiwillig zur Großgemeinde Gilserberg. Für alle nach Gilserberg eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Heimbach 78 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 9 Einwohner unter 18 Jahren, 27 zwischen 18 und 49, 18 zwischen 50 und 64 und 21 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 36 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 6 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 21 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon 1584: 20 Hausgesesse 1630: 8 Einläuftige 1681: 7 Hausgesesse 1747: 26 Hausgesesse
Historische Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon 1861: 154 evangelisch-reformierte (= 99,4 %), ein evangelisch-lutherischer (0,6 %) Einwohner. 1885: 134 evangelische (=100 %) Einwohner 1961: 122 evangelische (= 96,83 %), 2 katholische (= 1,59 %) Einwohner
Historische Erwerbstätigkeit 1838: Familien: 18 Ackerbau, zwei Gewerbe, fünf Tagelöhner. 1961: Erwerbspersonen: 57 Land- und Forstwirtschaft, 10 produzierendes Gewerbe, 6 Handel und Verkehr, 3 Dienstleistungen und Sonstiges
Politik Für Heimbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Heimbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 kam kein Ortsbeirat zustande.
Einzelnachweise
Weblinks Die Ortsteile In: Webauftritt der Gemeinde Gilserberg.
Kategorie:Ortsbezirk von Gilserberg Kategorie:Ort im Schwalm-Eder-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Schwalm-Eder-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1243 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971