mini|Dorfpartie mini|Das ehemalige Feuerwehrhaus mini|Die Kirche mini|Fachwerkhaus in Odershausen
Odershausen ist ein Stadtteil der Stadt Bad Wildungen im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg und staatlich anerkannter Erholungsort.
Geographische Lage Odershausen liegt südlich der Kernstadt Bad Wildungen im östlichen Teil des Naturparks Kellerwald-Edersee in Nordhessen. Durch das von Wald umgebene Dorf verlaufen der Kellerwaldsteig und der Lulluspfad. Am südöstlichen Ortsrand treffen sich die Bundesstraße 253 und die Bundesstraße 485.
Geschichte Ortsgeschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1309. Damals lautete der Ortsname „Ortishusen“. Hügelgräber lassen auf eine Besiedlung in der späten Bronzezeit schließen.
Im Jahre 1927 gehörte Odershausen zum Amtsgericht Bad Wildungen und zum Finanzamt Korbach. 1933 hatte das Dorf insgesamt 453 Einwohner.
Am 8. Mai 2016 wurde mit einer Ansammlung von 1430 Oldtimer-Traktoren ein neuer Weltrekord aufgestellt.HNA: 1430 Oldtimer-Schlepper knacken Weltrekord bei Fahrt durchs Waldecker Land
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Odershausen Zum 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis in die Stadt Bad Wildungen eingemeindet. Für Odershausen wie für alle im Zuge der Gebietsreform nach Bad Wildungen eingegliederten Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Odershausen angehört(e):
vor 1712: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Waldeck, Amt Wildungen ab 1712: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Waldeck, Amt Wildungen ab 1807: Fürstentum Waldeck, Amt Wildungen ab 1815: Fürstentum Waldeck, Oberamt der Eder ab 1816: Fürstentum Waldeck, Oberjustizamt der Eder ab 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (seit 1849), Kreis der EderTrennung zwischen Justiz (Kreisgericht Wildungen) und Verwaltung. ab 1867: Fürstentum Waldeck-Pyrmont (Akzessionsvertrag mit Preußen), Kreis der Eder ab 1871: Deutsches Reich, Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis der Eder ab 1919: Deutsches Reich, Freistaat Waldeck-Pyrmont, Kreis der Eder ab 1929: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis der Eder ab 1942: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck, Stadt Bad Wildungen ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Bad Wildungen
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Odershausen 1197 Einwohner. Darunter waren 21 (1,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 219 Einwohner unter 18 Jahren, 525 waren zwischen 18 und 49, 252 zwischen 50 und 64 und 201 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 534 Haushalten. Davon waren 198 Singlehaushalte, 132 Paare ohne Kinder und 165 Paare mit Kindern, sowie 39 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 102 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 390 Haushaltungen leben keine Senioren.
Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon • 1620: 33 Häuser • 1650: 12 Häuser • 1738: 23 Häuser • 1770: 28 Häuser, 192 Einwohner
Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 319 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 555 evangelische (= 91,13 %), 43 katholische (= 7,06 %) Einwohner
Sehenswürdigkeiten und Kultur Jägersburg In der Nähe des Ortes befand sich einst die Jägersburg, ein 1718 von Fürst Friedrich Anton Ulrich von Waldeck-Pyrmont erbautes und 1862 wieder abgebrochenes kleines Jagdschloss. Heute ist der ehemalige Schlossgarten als flächenhaftes Naturdenkmal Jägersburg ausgewiesen; der Bereich dient als Vogelschutzgehölz.
Lebendiges Museum mini|Zeichnung des Silos auf dem Museumshof Das Lebendige MuseumDas Lebendige Museum ist ein alter Bauernhof: Dort wird das frühere bäuerliche Leben dargestellt. wurde von 1991 bis 1997 mitten im Dorf in zwei großen, nebeneinander liegenden Scheunen zweier Bauernhöfe eingerichtet. Eine von ihnen gehört zu den ältesten Gebäuden des Ortes, errichtet in 1741, und war jahrelang Teil des Bauernhofes von Familie Meyer. Die andere Scheune, die bereits 1758 in alten Aufzeichnungen erwähnt wird, war Teil des Hofes von Familie Debes und über 200 Jahre in deren Besitz.
In diesen über 250 Jahre alten Scheunen mitten im Dorf sollen traditionelle, landwirtschaftliche Arbeitsweisen und alte Handwerksberufe aus früherer Zeit vorgestellt, gepflegt und damit vor dem Vergessen bewahrt werden.
Infrastruktur In Odershausen gibt es eine Grundschule, einen Kindergarten, eine Wassertretanlage, eine Grillhütte und eine Freiwillige Feuerwehr.
Literatur Alois Holtmeyer (Bearb.): Kreis Cassel-Land. (= Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Cassel, Band 4.) 2 Bände, Elwert, Marburg 1910, S. 259–263, S. 335 f. (Jägersburg). Helmut Löwer: Odershausen. (= Waldeckische Ortssippenbücher, Band 61.) (= Deutsche Ortssippenbücher, Reihe A, Band 255.) Waldeckischer Geschichtsverein, Arolsen 1998, ohne ISBN.
Weblinks
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Waldeck-Frankenberg Kategorie:Geographie (Bad Wildungen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldeck-Frankenberg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1309