mini|Lage des Hennepin County in Minnesota Die Liste der Einträge im Hennepin County umfasst rund 140 in das National Register of Historic Places eingetragenen Denkmäler und Ensembles, die sich im Hennepin County befinden. Ein Großteil davon resultiert aus der Gründung von Fort Snelling, der Nutzung der Wasserkraft an den Saint Anthony Falls und durch das enorme Wachstum der Stadt Minneapolis, die an den Wasserfällen liegt. Viele der historischen Stätten außerhalb von Minneapolis wiederum sind mit den Pionieren verbunden, die Missionen, Farmen und Schulen in den Gebieten errichteten, die heute in einer der wichtigen Metropolregionen Nordamerikas liegen.

Historischer Zusammenhang hochkant=1.5|gerahmt|rechts|Hennepin County Der Pfarrer Louis Hennepin war der erste Europäer, der die Region erkundete und den Wasserfällen 1680 den Namen gab. Die Wasserfälle mit der höchsten Fallhöhe am Lauf des Mississippi Rivers waren den Ojibwe und Sioux zwar bekannt, die Europäer erfuhren jedoch erst nach der Rückkehr Hennepins nach Frankreich von ihnen. Das Land östlich des Flusses gelangt 1763 unter die Verwaltung Englands und wurde nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1783 ein Territorium der Vereinigten Staaten. Nach dem Louisiana Purchase wurde 1803 auch die Westseite der Wasserfälle US-amerikanisch.

Zebulon Pike hatte den Mississippi River 1805 erforscht und schloss einen Vertrag mit den Sioux ab, um das Land auf beiden Seiten des Flusses von der Mündung des Minnesota Rivers bis hinauf zu den Saint Anthony Falls zu erwerben. Die Vereinigten Staaten taten bis 1819 nur wenig, um das Land zu besetzen. Damals erhielt Colonel Henry Leavenworth den Befehl, einen Militärposten in dem Gebiet aufzubauen. Im Jahr darauf gründete Colonel Josiah Snelling ein dauerhaft besetztes Fort auf dem Flussufer mit Ausblick auf Pike Island und die Mündung des Minnesota Rivers. Der zunächst Fort Saint Anthony genannte Stützpunkt wurde später in Fort Snelling umbenannt und wurde ein Vorposten der Zivilisation in der Wildnis.

Franklin Steele stellte 1837 einen Anspruch auf das Land auf der Ostseite der Wasserfälle. Während des folgenden Jahrzehnts baute er eine Sägemühle auf und Holzfäller aus dem Norden begannen, Bäume zu fällen und zu Steeles Sägemühle zu flößen. 1849 teilte Steele sein Land auf und entwarf eine Flurkarte für die Stadt Saint Anthony. Die damaligen Säge- und Getreidemühlen arbeiteten erfolgreich und 1855 hatte die aufstrebende Stadt mehr als 3000 Einwohner. Die Westseite des Flusses gehörte zum militärischen Bereich von Fort Snelling, sie wurde erst 1854 zur Besiedlung freigegeben. Bereits 1849 hatte John H. Stevens 160 Acre (rund 0,65 km²) Land als Ausgleich für den Betrieb einer Fähre an den Wasserfällen erhalten. Das Hennepin County wurde 1852 gegründet und die Siedlung auf dem westlichen Ufer des Flusses erhielt den Namen Minneapolis, eine Wortprägung von Charles Hoag. Die beiden Städte prosperierten dank der Industrie- und Gewerbebetriebe, die sich um die Wasserfälle angesiedelt hatten. Minneapolis wurde 1867 als City inkorporiert und drei Jahre später erfolgte die Verschmelzung mit Saint Anthony.

Schließlich begannen die Getreidemühlen über die Sägewerke zu dominieren. 1860 belief sich die Produktion von Mehl auf 30.000 Barrel; sie erreichte 1869 rund 256.100 Barrel. Ab 1874 besaß Charles A. Pillsbury and Company fünf Mühlen an den Wasserfällen und die Washburn-Crosby Company (heute General Mills) besaß 1879 vier Mühlen. Das frühere Gebäude der Washburn "A" Mill explodierte am 2. Mai 1878, doch die Eigentümer erbauten rasch eine neue, noch größere Mühle. In der Zwischenzeit begann Pillsbury mit dem Bau der Pillsbury "A" Mill auf der Ostseite der Wasserfälle. Diese hatte eine Kapazität von 4000 Barrel täglich, als sie eröffnet wurde. Verbesserungen in der Mühlentechnik erlaubten es schließlich, das Getreide in feineres Mehl zu mahlen, sodass das in Minnesota erzeugte Mehl sehr gefragt wurde. Um 1900 verarbeiteten die Mühlen in Minneapolis rund 14,1 % des weltweit erzeugten Getreides.

Stand der Liste: 6. November 2009

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