mini|hochkant=1.2|Rathaus in Salzmünde, dem Verwaltungssitz Salzatal ist eine Einheitsgemeinde im Saalekreis in Sachsen-Anhalt.

Geografie mini|Die Salza im Ortsteil Benkendorf Salzatal liegt im nordwestlichen Teil des Saalekreises und grenzt westlich an die Großstadt Halle (Saale). Das namensgebende Flüsschen Salza durchfließt die Gemeinde von Süden nach Norden und mündet bei Salzmünde in die Saale. Die Saale bildet fast durchgehend die nordöstliche Gemeindegrenze.

Nachbargemeinden

Gemeindegliederung Die Einheitsgemeinde Salzatal besteht aus folgenden Ortschaften: Ortschaft Einwohner Beesenstedt (mit Naundorf, Schwittersdorf und Zörnitz) 1260 Bennstedt 1558 Fienstedt 239 Höhnstedt 1549 Kloschwitz (mit Johannashall, Rumpin und Trebitz) 454 Lieskau 2616 Salzmünde 2432 Schochwitz (mit Gorsleben, Krimpe, Räther und Wils) 1238 Zappendorf (mit Köllme und Müllerdorf) 1500

Das Eingemeindungsdatum war für alle Ortschaften der 1. Januar 2010.

Die Ortschaften von Salzatal (anklickbare Karte)

Geschichte Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2010 aus den Gemeinden Beesenstedt, Bennstedt, Fienstedt, Höhnstedt, Kloschwitz, Lieskau, Salzmünde, Schochwitz und ZappendorfStBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010, die der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis angehörten. Die amtliche Bezeichnung wurde vom gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet abgeleitet, das sich über weite Teile der Einheitsgemeinde erstreckt.

Industriegeschichte

Etwa 700 m südlich des Ortsteils Trebitz der Ortschaft Kloschwitz befindet sich das stillgelegte Kaliwerk Johannashall der gleichnamigen bergrechtlichen Gewerkschaft. Es war ein Bergwerk auf Kalisalze mit angeschlossener Düngemittelfabrik. Von 1902 bis 1922 wurde hier das Kaliflöz bis in eine Teufe von 542 m abgebaut.

Etwa 500 m südlich der Ortschaft Beesenstedt befindet sich die ebenfalls stillgelegte Schachtanlage des Kaliwerkes Wils. Die 1000 Kuxe dieser Gewerkschaft gehörten der Gewerkschaft Johannashall, sie war faktisch ein Tochterunternehmen.

Betriebsbeginn war im Jahre 1911. Nach nur elf Jahren Förderung wurde von den Gewerkschaften Wils und Johannashall gemeinsam der Antrag auf Stilllegung der Werke gestellt. Am 20. September 1926 wurden in den Gewerkenversammlungen die Liquidation beider Gewerkschaften beschlossen und der Veräußerung des Gesamtvermögens an die Kali-Industrie Aktiengesellschaft Berlin, Sitz Kassel / Wintershall Aktiengesellschaft zugestimmt.

Am Südwestrand der Ortschaft Zappendorf befindet sich ein weiteres Kalibergwerk, das Kaliwerk Gewerkschaft Salzmünde. Diese Schachtanlage ist seit 1925 im Niveau der 868-m-Sohle durchschlägig mit dem südlich von ihr gelegenen Grubenfeld des Kaliwerkes Teutschenthal (ehemals Kaliwerk Krügershall AG) und dieses wiederum mit dem sich östlich anschließenden Grubenfeld Angersdorf (früher Kaliwerk Gewerkschaft Saale sowie Hallesche Kaliwerke AG) verbunden. Nach Einstellung der Kaliförderung im Schacht Salzmünde am 1. Juli 1924 diente z. B. die Schachtröhre noch über Jahrzehnte als Flucht- und Wetterschacht für das Grubenfeld Krügershall / Teutschenthal.

Bevölkerung Jahr Einwohner 2010 12.601 2015 11.566 2020 11.364 Jahr Einwohner 2021 11.325 2022 11.412 2023 11.320 2024 11.267 2025 11.177

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Salzatal besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinde aus 28 Mitgliedern und der Bürgermeisterin.Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 37 Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 67,5 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 Bürger für Salzatal (BfS) . . 38,7 % 11 AfD 14,2 % 1 23,8 % 7 CDU 17,5 % 5 21,5 % 6 Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) . . 7,3 % 2 Die Linke 11,0 % 3 5,2 % 1 SPD 6,4 % 2 3,6 % 1 FDP 2,5 % 1 – – Insgesamt 100 % 25 100 % 28

Bei der Wahl 2019 entfielen auf die AfD vier Sitze, von denen drei unbesetzt blieben, weil die Partei nur einen Kandidaten nominiert hatte.

Bürgermeister 2010–2017: Juliane Sperling-Lippmann (CDU) seit 2017: Ina Zimmermann (CDU, jetzt parteilos)

Zimmermann wurde am 27. November 2016 mit 73,9 % der gültigen Stimmen zur neuen Bürgermeisterin gewählt, sie trat das Amt am 26. Mai 2017 an.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 27. November 2016 Am 14. Januar 2024 wurde sie mit 55,5 % der gültigen Stimmen in ihrem Amt bestätigt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 14. Januar 2024 Ihre Amtszeit beträgt sieben Jahre.Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61

Wappen Das Wappen wurde am 17. Mai 2010 durch den Landkreis genehmigt.

Die Farben der Gemeinde sind: Blau – Silber (Weiß).

Flagge Die Flagge ist blau-weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Weblinks

Website der Gemeinde Salzatal

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2010