Alexander Pelz (* 20. Februar 1953 in Coburg) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Regisseur.

Leben Pelz begann seine Karriere als Theaterschauspieler. Er hatte von 1974 bis 1977 ein Engagement am Schauspielhaus Zürich. In der Spielzeit 1977/1978 war er Mitglied an den Städtischen Bühnen Freiburg. Anschließend war er von 1979 bis 1981 Mitglied des Staatstheaters Wiesbaden und von 1982 bis 1984 Mitglied am Schauspielhaus Wuppertal. Anschließend hatte er Gastverträge an verschiedenen Bühnen.

Pelz spielte zu Beginn seiner Theaterlaufbahn das klassische Theaterrepertoire des jugendlichen Liebhabers. In den letzten Jahren wandte sich Pelz verstärkt auch dem Boulevardtheater zu.

1990 spielte er am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg die Titelrolle in dem Dramatischen Gedicht Don Carlos von Friedrich Schiller in einer Inszenierung von Karl Paryla. Am Grenzlandtheater Aachen spielte er 2002 die Rolle des Hubert in dem Theaterstück Drei Mal Leben von Yasmina Reza. Mit diesem Stück war er 2004/2005 auch auf Tournee in einer Inszenierung des Stücks von Uwe Eric Laufenberg unterwegs. 2007 spielte er bei den Salzachfestspielen in Laufen den Malvolio in Was ihr wollt von William Shakespeare, wo er gemeinsam mit Torsten Münchow auch gleichzeitig Regie führte. 2009 führte er Regie am Russischen Theater in Berlin in dem Einakter Der Bär von Anton Tschechow.

Rollen in Boulevardstücken spielte Pelz unter anderem an der Komödie im Bayerischen Hof, an der Kleinen Komödie am Max II in München und an der Komödie Düsseldorf.

In den 1970er und 1980er Jahren war Pelz im deutschen Fernsehen in Literaturverfilmungen, in Theateraufzeichnungen oder in Fernsehbearbeitungen von Theaterstücken zu sehen. 1976 spielte er die Rolle des Fritz von Berg in einer Fernsehinszenierung des Stücks Der Hofmeister von Jakob Michael Reinhold Lenz unter der Regie von Harry Buckwitz. Heinz Schirk besetzte ihn 1986 in der Rolle des Mortimer in seiner Fernsehfassung von Friedrich Schillers Trauerspiel Maria Stuart an der Seite von Anja Kruse.

Ab Anfang der 1990er Jahre war Pelz dann auch regelmäßig im deutschen Fernsehen zu sehen. Pelz übernahm hierbei mehrere durchgehende Serienrollen, wiederkehrende Episodenrollen und auch Gastrollen. Durchgehende Serienrollen hatte Pelz als Polizeiermittler Pepe Kirchhoff in der Fernsehserie Die Männer vom K3, als Arnold König in der RTL-Serie Felix–Ein Freund fürs Leben, als Jochen in Die Pfefferkörner und als Axel Tewes in der ARD-Vorabendserie Marienhof.

Das ZDF besetzte Pelz 2003 in dem Fernsehfilm Sternschnuppen im August aus der Rosamunde-Pilcher-Fernsehreihe.

Neben seiner Schauspieltätigkeit ist Alexander Pelz auch als Synchronsprecher tätig. Er lieh unter anderem dem Schauspieler Ken Stott in den Hobbit-Filmen und Jean Todt in dem Film Asterix bei den Olympischen Spielen seine Stimme. Von 2013 bis 2019 sprach er zudem die Rolle des Qyburn in der Fernsehserie Game of Thrones, gespielt von Anton Lesser.

Pelz arbeitet auch als Schauspielcoach. In dieser Aufgabe wirkte Pelz seit 2007 in der Serie Dahoam is Dahoam hinter der Kamera mit.

Filmographie (Auswahl) 1976: Der Hofmeister 1982: Rom ist in der kleinsten Hütte (Fernsehserie) 1986: Maria Stuart 1986: Polizeiinspektion 1: Bodo’s exklusive Automobilunion 1987–2001: Die Männer vom K3 1991: Erfolg 1992: Meermanns Baumhaus 1995–1996: Felix–Ein Freund fürs Leben 1997: Tatort – Eiskalt 1999–2000: Die Pfefferkörner 2001: Alphateam – Die Lebensretter im OP 2002: St. Angela 2002: Der letzte Zeuge 2003: Rosamunde Pilcher: Sternschnuppen im August 2003: Für alle Fälle Stefanie 2004: Die Kommissarin 2004: Die Rosenheim-Cops: Über den Dächern von Rosenheim 2007: Marienhof 2007: Sturm der Liebe 2008: SOKO 5113 2009: Der Bergdoktor: Trennungsschmerz 2009: Die Rosenheim-Cops: Mord auf Rezept 2012: Die Garmisch-Cops: Happy End mit Leiche 2013: Die Rosenheim-Cops: Ausgetestet

Theater (Auswahl) 2016: Bad Hersfelder Festspiele – Die goldene Gans

Synchronrollen (Auswahl) 1998: Sugith Varughese (als Dr. Suram) in Ein Herz für Brittany 1998: Greg Thirloway (als Stellvertr. Staatsanwalt Landrum) in Die unschuldige Mörderin 2006: Brian Markinson (als Garry Molphine) in Die Chaoscamper 2006: Ken Kensei (als Major General Hayashi) in Letters from Iwo Jima 2008: Jean Todt (als Jean Todt) in Asterix bei den Olympischen Spielen 2009: Stephen Jennings (als Kobie Coetsee) in Endgame 2009: Rob LaBelle (als Wally Weaver) in Watchmen – Die Wächter 2010: Dave Foley (als Schulleiter Smith) in Beilight – Bis(s) zum Abendbrot 2012: Ken Stott (als Balin) in Der Hobbit: Eine unerwartete Reise 2013: Kurt Fuller (als Pat Clives) in Frozen Ground 2013: Ken Stott (als Balin) in Der Hobbit: Smaugs Einöde 2014: Tom Riis Farrell (als Geschäftsführer) in Für immer Single? 2014: Ken Stott (als Balin) in Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere 2014: Jim Cummings in TinkerBell und die Piratenfee 2016: Ned van Zandt (als Senator J. William Fulbright) in Der lange Weg 2017: Paul Whitehouse (als Mikojan) in The Death of Stalin 2017: David Hayman (als Ted) in Tanz ins Leben 2018: Brontis Jodorowsky (als Nicolas Flamel) in Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen 2019: Alan Oppenheimer (als Uhr-Opa) in A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando 2022: Flea (als Vect Nokru) in Obi-Wan Kenobi 2022: Geoff Morrell (als Waldreg) in Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht

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Agenturseite von Alexander Pelz

Einzelnachweise

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