mini|St. Ägidius – Schönfeld Schönfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Schernfeld im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.
Lage Das Pfarrdorf liegt nördlich bzw. östlich des Altmühltals auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb im Naturpark Altmühltal an der Grenze zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Von den Staatsstraßen 2230 (im Altmühltal) und 2387 (Dollnstein – Bieswang) führen Verbindungsstraßen zu dem Ort. Nach Schönau führt eine weitere Verbindungsstraße.
Geschichte In der Ortsflur wurden germanische Gefäße gefunden, die sich in den Sammlungen des Historischen Vereins Eichstätt befinden.
Schönfeld („Schönnevelt“) wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von Dollnstein aus als Waldhufendorf angelegt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1309, als in einem Vergleich mit Graf Ludvick von Oetingen (Haus Oettingen) das Dorf Bischof Philipp zugesprochen wird. 1381 ist der Ort im Besitz des Klosters Monheim. Im frühen 15. Jahrhundert sind die Grafen von Heideck die Dorfherren. 1440 fällt der Ort unter Bischof Albrecht wieder an das Hochstift Eichstätt. Eine um 1530 gepflanzte Dorflinde an der Pfarrkirche wurde 1948 gefällt. 1552 erlitt das Dorf schwere Schäden durch die Hessen unter Kurfürst Moritz von Sachsen. 1795 wütete eine große Viehseuche im Dorf; man gelobte eine alljährliche Wallfahrt zum heiligen Wendelin nach Ammerfeld, die bis heute am Sonntag nach Kirchweih durchgeführt wird.
Mit der Säkularisation 1802 wurde das Dorf für kurze Zeit bayerisch, bis es von 1803 bis 1805 dem Großherzog Erzherzog Ferdinand von Toskana gehörte. Danach war Schönfeld eine Gemeinde des Altmühlkreises, ab 1833 des Regenkreises und ab 1837 des Kreises Mittelfranken. 1862 kam das Dorf zum Bezirksamt und späteren Landkreis Eichstätt. Am 1. Januar 1971 verlor der Ort seine gemeindliche Eigenständigkeit und schloss sich Schernfeld an, mit dem Schönfeld im Zuge der bayerischen Gebietsreform am 1. Juli 1972 in den Regierungsbezirk Oberbayern kam. 1970 bis 1980 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt. 1983 gab es im Ort bei 316 Einwohnern zwölf landwirtschaftliche Vollerwerbs- und elf Nebenerwerbsbetriebe. Schönfeld erhielt im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ auf Landes- und Bundesebene mehrmals Preise.
Religion In Schönfeld steht die katholische Pfarrkirche St. Ägidius.
Sonstiges In der Schönfelder Flur gibt es eine Tropfsteinhöhle, die Schönfelder Höhle, die rund 200 Meter lang ist. Sie liegt etwa einen Kilometer südwestlich von Ochsenhart in einem alten Steinbruchgebiet und ist seit 1994 versperrt. Gaußkoordinaten 2870862;5431481 In Schönfeld gibt es einen 1996 sanierten Dorfweiher („Hüll“), bei dem eine Figur des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert steht. An der Kirche steht ein modernes Kriegerehrenmal.
Vereine (Auswahl) Freiwillige Feuerwehr Schönfeld, gegründet 1879 Egidius-Schützen Schönfeld, gegründet 1969, seit 1989 Sparte der DJK Schönfeld Katholischer Arbeiterverein, gegründet 1900 Obst- und Gartenbauverein Schönfeld DJK Schönfeld, gegründet 1989Vielseitige DJK Schönfeld feierte 20-jähriges Bestehen – (Donaukurier vom 22. Mai 2009)
Literatur Felix Mader (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler von Mittelfranken. II Bezirksamt Eichstätt. München 1928 (Nachdruck München 1982: R. Oldenbourg Verlag), S. 327f. Theodor Neuhofer: Schönfeld. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 61 (1965/1966), Eichstätt 1968, S. 37f. Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart. Eichstätt: Sparkasse 1984, S. 283f. Franz K. Neumayr: Ein Blick in die Geschichte [von Schönfeld]. In: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schönfeld. Schönfeld 1979, 2 Seiten. Dasselbe in: Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Schönfeld. Schönfeld 2004, S. 10f. St.-Ägidius-Kirche erstrahlt in neuem Glanz. In: Eichstätter Kurier vom 6. November 2007, S. 40
Weblinks Ortsseite bei der Gemeinde Schernfeld Foto der Kirche
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Schernfeld Kategorie:Ort im Landkreis Eichstätt Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Eichstätt) Kategorie:Ersterwähnung 1309 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971