mini|Spartak-Fans beim Derby gegen ZSKA (1:5) am 12. Juli 2008 mini|Die Gründungsmannschaft von 1922 Spartak Moskau (, Spartak Moskwa, wiss. Transliteration , vollständiger Name auf , ) ist ein russischer Fußballverein aus der Hauptstadt Moskau. Der heutige Verein ging aus dem sowjetischen Sportclub Spartak Moskau hervor. Der Club gehört mit 12 sowjetischen und zehn russischen Meisterschaften zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes. Somit ist Spartak der Rekordmeister in Russland. Neben der Fußball- ist auch die Eishockeyabteilung HK Spartak Moskau international bekannt. Die Vereinsfarben sind Rot-Weiß. Rechtsform der Fußballmannschaft ist die einer offenen Aktiengesellschaft (OAO/Otkrytoje Akzionernoje Obschtschestwo). Spartak Moskau ist nach einer Umfrage knapp die populärste Fußballmannschaft Russlands. Deswegen lautet einer ihrer Spitznamen „das Volksteam“.

Geschichte Sowjetunion Spartak Moskau wurde 1922 als MKS (/Moskowski kruschok sporta Krasnopresnenskowo rajona) von Nikolai Starostin gegründet. Die Fußballmannschaft spielte damals im Stadion des Stadtteils Presnenski oder Presnja und benannte sich nach dem Stadtteil bald in Krasnaja Presnja (/Rotes Presnja) um.

1936 suchte der Verein nach einem neuen Namen. Starostin schlug den Namen Spartak vor, welcher auf allgemeine Zustimmung der Beteiligten stieß. Über den Ursprung dieses Namens gibt es verschiedene Versionen: nach einer Version kam Starostin beim Lesen eines Buches über den Sklavenführer Spartacus auf diese Idee,Wilson, S. 283 nach einer anderen Version soll der Name auf ein Spiel zurückzuführen sein, das 1927 gegen eine deutsche Arbeitermannschaft stattfand, die nach dem Spartakusbund benannt war.Riordan, S. 1

Am 6. Juli 1936 bestritten zwei Mannschaften von Spartak Moskau ein Demonstrationsspiel auf dem Roten Platz in Moskau. Josef Stalin beobachtete das ganze auf der Ehrentribüne.

Als die sowjetische Fußballliga 1936 gegründet wurde, war Spartak die zweite Mannschaft überhaupt, die diesen Wettbewerb gewinnen konnte. Bis 1960 wurde der sowjetische Fußball von den Moskauer Mannschaften dominiert, zu denen auch Spartak gehörte. Die Mannschaft gehörte während des gesamten Bestehens der Sowjetunion zu den Spitzenteams der Liga.

Im Rahmen der Austragung des UEFA-Pokals 1982/83 kamen am Rande des Spiels zwischen Spartak Moskau und dem niederländischen Klub HFC Haarlem, das als Luzhniki-Katastrophe bekannt wurde, mindestens 66 Menschen ums Leben.

Spartak Moskau ist zwölffacher sowjetischer Meister und wurde nur von dem ukrainischen Verein Dynamo Kiew, der mit dreizehn gewonnenen Meisterschaften der Rekordtitelträger ist, übertroffen. Außerdem ist Spartak Moskau Rekordsieger im sowjetischen Fußballpokal, der zehn Mal gewonnen werden konnte. In der ewigen Tabelle der sowjetischen Liga belegt Spartak mit 2483 Toren und 722 gewonnenen Spielen den ersten Platz.

Russland 1992–2003: Serienmeister Der FK Spartak Moskau war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einer der Gründungsmitglieder der neu geschaffenen russischen Obersten Liga und etablierte sich sofort als russischer Topverein. Bereits die erste Austragung der russischen Liga 1992 wurde gewonnen. Ebenfalls 1992 wurde Spartak zum letzten Gewinner des sowjetischen Fußballpokals, wobei im Finale der Rivale ZSKA Moskau mit 2:0 besiegt wurde. 1993 wurde der Meistertitel in der russischen Liga verteidigt. Auf europäischer Ebene kam Spartak bis ins Halbfinale des Europapokales der Pokalsieger 1992/93. 1994 wurde das erste Double geschafft, als der dritte nationale Meistertitel in Folge sowie der erste Gewinn des Pokales gefeiert wurden. Es folgte eine beeindruckende Siegesserie als von 1996 bis 2001 insgesamt sechs Austragungen der heimischen Liga gewonnen wurden. 1998 wurde das nächste Double erkämpft, wobei im Finale erneut ZSKA nach Elfmeterschießen bezwungen wurde. Im UEFA-Pokal 1997/98 schaffte es Spartak bis ins Halbfinale des Wettbewerbs, wo sie dem späteren Gewinner Inter Mailand unterlegen waren.

Spartak wurde mit damals gewonnenen neun Meisterschaften russischer Rekordmeister. Daneben stehen drei Gewinne des Russischen Pokals aus den Jahren 1994, 1998 und 2003 zu Buche. Von den ersten zehn Spielzeiten der russischen Premjer-Liga nach dem Ende der Sowjetunion (ab 1992) konnte Spartak nur eine (1995 wurde nur der dritte Platz erreicht) nicht als Meister abschließen und hat die heimische Liga nach Belieben dominiert. Die Mannschaft rangiert in der ewigen Tabelle der russischen Premjer-Liga mit großem Abstand auf dem ersten Platz. Acht Meistertitel und vier Pokalsiege schaffte Spartak mit dem Cheftrainer Oleg Romanzew, der den Trainerposten bereits im Jahre 1989 übernommen hatte. Ab 1993 war er zudem auch Präsident des Vereins.

Nach 2001 wurde diese beeindruckende Siegesserie unterbrochen. Der Verein driftete ins Mittelmaß des russischen Fußballs. Spartak beendete die folgende Spielzeit 2002 als Dritter. In der Gruppenphase der UEFA Champions League 2002/03 wurden alle sechs Partien mit einem Torergebnis von 1:18 verloren. Die Saison 2003 wurde Spartak sogar nur Zehnter. Am 15. Juni 2003 gewann Spartak das Finale des russischen Pokals im hauptstädtischen Lokomotive-Stadion mit 1:0 gegen den FK Rostow.lenta.ru: Московский "Спартак" выиграл Кубок России Artikel vom 15. Juni 2003 (russisch) Kurze Zeit später wurde der langjährige Trainer Oleg Romanzew nach anhaltender Erfolglosigkeit seines Amtes enthoben, nachdem er zuvor bereits das Präsidentenamt verloren hatte. Neuer Trainer wurde Andrei Tschernyschow.lenta.ru: Вместо Олега Романцева "Спартак" будет тренировать Андрей Чернышов Artikel vom 17. Juni 2003 (russisch)

2004–2015: Titellosigkeit Neuer Besitzer und Präsident wurde der russische Milliardär Leonid Fedun, der 90 % der Besitzanteile für 70 Millionen US-Dollar von Andrei Tscherwitschenko erworben hatte.forexman.info: (russisch) Durch die erheblichen finanziellen Mittel des neuen Hauptsponsors Lukoil, dessen Vizepräsident ebenfalls Leonid Fedun ist, gelang es jedoch dem Verein die Qualität der Mannschaft zu verstärken. Nach dem achten Tabellenplatz 2004 spielte Spartak in den Spielzeiten 2005 und 2006 wieder um die Meisterschaft und wurde jeweils Vizemeister.

Spartak hatte sich durch den Gewinn der Vizemeisterschaft 2005 für die zweite Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2006/07 qualifiziert. Die Mannschaft kam gegen Sheriff Tiraspol aufgrund der Auswärtstorregel weiter. In der dritten Qualifikationsrunde wurde Slovan Liberec bezwungen. Nach der Gruppenphase belegte Spartak den dritten Platz hinter FC Bayern München sowie Inter Mailand und war somit für die Runde der letzten 32 im UEFA-Pokal qualifiziert, schied dort jedoch gegen den spanischen Vertreter Celta Vigo aus.

In der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2007/08 schied Spartak gegen Celtic Glasgow erst im Elfmeterschießen aus. Somit spielte die Mannschaft aus Moskau in der ersten Runde des UEFA-Pokals 2007/08 weiter. Dort wurde der Gegner BK Häcken mit dem Gesamtergebnis von 8:1 deklassiert. In der Gruppe E mit Bayer 04 Leverkusen, FC Zürich, Sparta Prag und FC Toulouse wurden sie Zweiter. Im Sechzehntelfinale kam gegen Olympique Marseille das Aus.

Im Juni 2007 wurde der ehemalige russische Nationaltorwart Stanislaw Tschertschessow als Trainer unter Vertrag genommen.fanat1k.ru: СТАНИСЛАВ ЧЕРЧЕСОВ НАЗНАЧЕН ГЛАВНЫМ ТРЕНЕРОМ «СПАРТАКА» Artikel vom 19. Juni 2007 (russisch) Unter seiner Leitung wurde Spartak 2007 zum dritten Mal in Folge Vizemeister. Am 12. Juli 2008 kassierte die Mannschaft in der heimischen Liga eine bittere 1:5-Niederlage gegen ZSKA Moskau. Am 13. August 2008 erlebte Spartak ein 1:4-Debakel gegen Dynamo Kiew vor eigenem Publikum in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2008/09. Daraufhin musste am 14. August 2008 der Trainer Stanislaw Tschertschessow seinen Hut nehmen.newsru.com: Уволен главный тренер "Спартака" Станислав Черчесов Artikel vom 14. August 2008 (russisch) Anschließend verlor Spartak mit Interimstrainer Igor Ledjachow auch die Auswärtspartie gegen Dynamo Kiew mit 1:4, nahm an der ersten Runde des UEFA-Pokals 2008/09 gegen Baník Ostrava (1:0 und 1:1) teil. In der Gruppe D spielten sie dann gegen Udinese Calcio, Tottenham Hotspur, NEC Nijmegen sowie Dinamo Zagreb und schieden als Tabellenvierter aus dem weiteren Wettbewerb aus. Gegen Ende der enttäuschenden Saison 2008, als Spartak Moskau nur den achten Platz erreichte, wurde im September 2008 der Däne Michael Laudrup als neuer Cheftrainer verpflichtet, der allerdings bereits am 15. April 2009 wieder entlassen wurde. Neuer Trainer wurde Spartaks Generaldirektor Waleri Karpin.gazeta.ru: Карпин станет главным Artikel vom 30. November 2009 (russisch) Mit ihm konnte das Team in der Spielzeit 2009 erneut den zweiten Tabellenplatz belegen. Dadurch nahm Spartak direkt an der Gruppenphase der UEFA Champions League 2010/11 teil. In der Gruppe F waren die Gegner der FC Chelsea, Olympique Marseille und MŠK Žilina. Als Gruppendritter spielten sie in der UEFA Europa League 2010/11 weiter. Im Sechzehntelfinale wurde der FC Basel überwunden, im Achtelfinale Ajax Amsterdam. Im Viertelfinale musste sich Spartak dem FC Porto geschlagen geben.

In der Saison 2010 wurde der vierte Tabellenrang erreicht. Somit nahm Spartak an der Qualifikation für die UEFA Europa League 2011/12 teil, wo sie allerdings gegen den polnischen Vertreter Legia Warschau nach 2:2 und 2:3 in der Play-off-Runde ausschieden. In der Saison 2012/13 war Spartak Moskau als russischer Vizemeister der Spielzeit 2011/12 der Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League gelungen. In der Play-off-Runde genügte dazu nach einem 2:1-Heimspielsieg gegen den türkischen Vizemeister Fenerbahçe Istanbul im auswärtigen Rückspiel ein 1:1-Unentschieden.ligablatt.de: Fenerbahce nach 1:1 gegen Spartak raus aus der Champions League Artikel vom 29. August 2012 Zusammen mit dem FC Barcelona, Benfica Lissabon und Celtic Glasgow wurde Spartak Moskau in die Gruppe G des Wettbewerbs gelost. Mit nur einem Sieg sowie fünf Niederlagen schied die Mannschaft nach sechs Spielen als Tabellenletzter aus dem Turnier aus.