Zelluläres Gedächtnis beschreibt das Konzept, dass einzelne Zellen ein Erinnerungsvermögen besitzen können.

Biowissenschaft und Medizin

Ratten, die längere Zeit freiwillig Kokain in einer Lösung zu sich nehmen, zeigen eine auch noch mehrere Monate nach dem Entzug andauernde Veränderung der synaptischen Aktivität, die den Ausstoß des Botenstoffes Dopamin im Belohnungszentrum des Gehirns betrifft. Dieser als Zelluläres Gedächtnis bezeichnete Effekt wird als mitverantwortlich für Rückfälle bei therapierten, ehemaligen Suchtkranken angesehen.

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass auch einzelne Zellen für äußere Reize in Form von Strom oder Wärme ein zumindest kurzfristiges Erinnerungsvermögen besitzen.

Alternativmedizin und Esoterik

In einer im Jahr 2000 veröffentlichten Untersuchung wurden Verhaltensänderungen bei zehn Empfängern von Herztransplantaten untersucht und mit den Persönlichkeiten der Spender verglichen. In allen Fällen fanden sich bei den Empfängern zwei bis fünf neue Verhaltensmuster, die auch der jeweilige Spender aufgewiesen hatte.Paul Pearsall, Gary E. R. Schwartz, Linda G. S. Russek: Changes in heart transplant recipients that parallel the personalities of their donors in Integrative Medicine im Frühjahr 2000 doi:10.1016/S1096-2190(00)00013-5

Weitere wissenschaftliche allgemein anerkannte Untersuchungen liegen nicht vor, so dass die möglichen Persönlichkeitsveränderungen von der evidenzbasierten Medizin skeptisch betrachtet werden.

Einzelnachweise

Kategorie:Transplantationsmedizin Kategorie:Parawissenschaft