mini|Behelfsbrückenbau 1913 mit Schnellzuglok Reihe 9 mini|Kriegsbrückenbaumanöver Die k.u.k. Verkehrstruppenbrigade (kurz auch: k.u.k. Heeresbahn) war ein Verband der Gemeinsamen Armee Österreich-Ungarns und setzte sich aus verschiedenen Spezialeinheiten zusammen.Alle Angaben beziehen sich auf August 1914
Geschichte Das Kommando wurde mit kaiserlicher Entschließung vom 7. Oktober 1909 gegründet und stand zunächst unter dem Befehl von Generalmajor Leopold Schleyer (1858–1920; ab 1912 bzw. 1918 Leopold von Schleyer bzw. Freiherr von Pontemalghera).
Der Schaffung der k.u.k Verkehrstruppenbrigade ging die Gründung des k.u.k. Eisenbahn- und Telegrafenregimentes am 11. Juli 1883 voraus. Bereits 1860 richtete der Generalstab ein „Büro für Eisenbahn-, Dampfschiffahrt- und Telegraphenwesen“ ein. 1912 erfolgte die Aufteilung in ein eigenes Eisenbahn- und Telegraphenregiment.
Gliederung Trotz ihrer Zuteilung war die Verkehrstruppenbrigade für alle Teile der Österreichisch-Ungarischen Landstreitkräfte zuständig. Sie gehörte nicht zur Pioniertruppe.
Die Brigade setzte sich zusammen aus:
Brigadekommando (Wien VII. Bez. Mariahilfer Straße 22, Stiftskaserne) Kommandant: Feldmarschalleutnant Wenzel Tertain
Eisenbahnregiment Korneuburg (Erzherzog Albrecht- und Klosterkaserne): 3 Bataillone, Ersatzbataillonskader, Eisenbahnersatzkader, Lokomotivenfeldbahnkader Krakau, Przemyśl und Pola: Festungsfeldbahnkader Ergänzungsbereiche: Aus allen Korps ausgenommen XIV (Innsbruck) und der Bereich Ragusa Kommandant: Oberst Ernst Schaible Stabsoffiziere: Oberst Ferdinand Kopřiva, Oberstlt. Otto Roth, Oberstlt. Gustav Franzl, Major Karl Mayer, Major Ladislaus Mišek, Major Moritz Kojetinsky, Major Karl Bassi, Major Friedrich Reseek, Major Anton Schwarz, Major Edmund Müller
mini|Feldtelegraphenstation im Manöver um 1910 Telegraphenregiment St. Pölten I. und IV. Baon, Ersatzbataillonskader, Radioabteilung, Materialverwaltung (Landwehrkaserne) Sopron: II. BaonÖsterreichisch abgekürzt für Bataillon Korneuburg: III.Baon Ergänzung erfolgt unbeschränkt aus allen Landesteilen Kommandant: Oberst Franz Stransky von Stranograd Stabsoffiziere: Oberstlt. Moritz von Partyka, Major Karl Kula, Major Eduard Moro, Major Gustav Müller, Major Maximilian Veltze, Major Maximilian Freiherr von Gussich
Luftschifferabteilung Kommando in Wien (X. Bezirk „Arsenal“ Objekt IX) Gerät und Ausbildungsabteilung Truppenübungsplatz Felixdorf Kommandant: Oberstleutnant des Geniestabes Emil Uzelac
Automobilabteilung Kommando, Gerät und Ausbildungsabteilung in Klosterneuburg Kommandant: Hauptmann im Sappeurbataillon 14 Maximilian Bulla
Ständiger Infanterietelegraphenkurs Tulln (Kaiser Franz Josef-Kaserne) Kommandant: Hauptmann im Telegraphenregiment Hugo Kaplon
Ständiger Kavallerietelegraphenkurs Tulln (Kaiser Franz Josef-Kaserne) Kommandant: Rittmeister im Dragoner-Regiment 6 Alexander Ritter von Tabora
Siehe auch K.u.k. Feldbahn
Literatur k.u.k. Kriegsministerium: Dislokation und Einteilung des k.u.k Heeres, der k.u.k. Kriegsmarine, der k.k. Landwehr und der k.u. Landwehr, in: Seidels kleines Armeeschema. Hrsg.: Seidel & Sohn Wien 1914 Wrede: Geschichte der K.u.K. Wehrmacht. Band I. Wien 1898 Hauptmann V. Pech: Heerwesen-Tabellen Lehr- und Lernbehelf für Militärerziehungs- und Bildungsanstalten sowie Reserveoffiziersschulen, Prag 1915 Allmayer-Beck, Lessing: Die K.(u.)K.-Armee. 1848–1914. Bertelsmann, München u. a. 1974, ISBN 3-570-07287-8.
Bemerkungen
Verkehrstruppenbrigade Verkehrstruppenbrigade