miniatur|links|Die Brücke von Góis Góis ist eine Vila (Kleinstadt) in Portugal. Sie ist Sitz des gleichnamigen Kreises (Concelho) und der gleichnamigen Gemeinde (Freguesia), im Distrikt Coimbra.

Geografie Der Ort liegt etwa 45 km östlich der Distrikthauptstadt Coimbra, am Rande der Serra da Lousã, einem Ausläufer des Iberischen Scheidegebirges. miniatur|links|Die Stadtverwaltung von Góis, 1910 Geschichte Nachdem der Ort 1113 erstmals offiziell erwähnt wurde, erhielt er 1352 erstmals Stadtrechte (Foral), die 1516 durch König Manuel I. erneuert und erweitert wurden. 1810 erlitt Góis Plünderungen durch französische Truppen der napoleonischen Invasionen.

1912 wurde am Rio Ceira das Wasserkraftwerk Monte Redondo errichtet, um Strom für eine Papierfabrik zu liefern. Góis wurde so zum ersten Kreis im Distrikt Coimbra mit flächendeckender Elektrizitätsversorgung. Mit Beginn der Rüstungsanstrengungen zum Ende der 1930er Jahre, im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs, gab das hier geförderte Wolfram dem Ort weiter Auftrieb. Nach Kriegsende kam die Wolframförderung jedoch zum Stillstand. 1950 versorgte die Papierfabrik mit ihrem Wasserkraftwerk den gesamten Kreis Góis.

Nach der Nelkenrevolution 1974 und dem weiter gestiegenen Energieverbrauch übernahm die EDP das lokale Stromnetz von der Papierfabrik, die 1992 ihre Tätigkeit ganz einstellte und dabei auch ihre bis 2002 laufende Stromerzeugungskonzession von Monte Redondo an eine private Betreiberfirma abgab.www.monumentos.pt (unter Cronologia), abgerufen am 24. November 2012

Kultur und Sehenswürdigkeiten miniatur|links|Die Igreja de Santa Maria Maior, oberhalb von Góis In Góis liegen 32 denkmalgeschützte Bauwerke, darunter eine Reihe Brunnenanlagen, Herrenhäuser, frühere öffentliche Gebäude, und verschiedene Kirchen, etwa die Igreja Paroquial de Góis (Gemeindekirche). Ursprünglich im 15. Jahrhundert errichtet, wurde die offiziell Igreja de Santa Maria Maior (dt.: Kirche der heiligen Maria die Größere) betitelte Kirche mehrmals umgebaut, und trägt heute u. a. gotische und manuelinische Elemente.www.monumentos.pt, abgerufen am 24. November 2012 Außerdem steht auch die oft „romanisch“ oder „römisch“ genannte Renaissance-Brücke aus dem 15. Jahrhundert unter Denkmalschutz,dito ebenso der historische Ortskern von Góis insgesamt.dito

Im Gemeindegebiet liegen eine Reihe alter Dörfer in traditioneller Schiefer-Bauweise, darunter vier der 27 historischen Schieferdörfer der Aldeias do Xisto, namentlich Aigra Nova, Aigra Velha, Comareira, und Pena. Verschiedene thematische Wanderwege führen an ihnen entlang, durch die waldreiche, oft nahezu unberührte Natur.

Verwaltung Kreis 75px Góis ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Arganil, Pampilhosa da Serra, Pedrógão Grande, Castanheira de Pêra, Lousã sowie Vila Nova de Poiares.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden die Gemeinden (Freguesias) Cadafaz und Colmeal zur neuen Gemeinde União das Freguesias de Cadafaz e Colmeal zusammengefasst. Der Kreis besteht seither aus den folgenden vier Gemeinden:Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014 mini|hochkant=1.3|Kreis Góis

Bevölkerungsentwicklung Einwohnerstand im Kreis Góis (1801–2011) 1801 1849 1864 1878 1890 1900 1911 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1991 2001 2011 4.894 6.332 10.285 10.100 10.797 11.493 12.466 12.335 12.230 12.488 11.103 9744 6955 6434 5372 4861 4260

Städtepartnerschaften Góis unterhält folgende Städtepartnerschaft: : Oroso, Galicien : São Paulo (seit 2000 in Anbahnung) : Ravensburg (seit 2000 in Anbahnung)Liste der Partnerschaften Góis beim Verband portugiesischer Kreisverwaltungen (ANMP), abgerufen am 5. Januar 2019

Weblinks

Offizielle Website Bilder von Góis auf flickr.com

Einzelnachweise