mini|Daniela Dröscher 2022 Daniela Dröscher (* 4. Juni 1977 in München) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Leben Daniela Dröscher wurde am 4. Juni 1977 in München geboren und wuchs mit ihrer jüngeren Schwester Stefanie im Dorf Becherbach am Fuße des Hunsrück auf. Die Mutter, Tochter schlesischer Aussiedler, war Fremdsprachenkorrespondentin und später Hausfrau, ihr aus bäuerlichem Umfeld stammender Vater Konstruktionsleiter in einer Firma für Antriebstechnik. Die Eltern ließen sich später scheiden. Nach ihrem Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London promovierte sie im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zur Poetologie Yōko Tawadas. Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien. Von 2008 bis 2010 studierte sie Szenisches Schreiben bei UniT Graz. Hoffmann und Campe, abgerufen am 14. September 2018
Ihren ersten Roman Die Lichter des George Psalmanazar, eine Romandoppelbiografie über Samuel Johnson und den „Orientbetrüger“ George Psalmanazar, nannte Martin Halter in der FAZ vom 18. September 2009 eine „barocke Wunderkammer voll wunderlicher Fata, herzzerreißender Melancholie und Klugheit.“ Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.
Im Jahr 2022 gelangte sie mit ihrem Roman Lügen über meine Mutter auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises.2022 Shortlist. In: deutsch-buchpreis.de. Abgerufen am 20. September 2022.
Im Frühjahr 2025 wurde Lügen über meine Mutter von der Tobis Filmproduktion als Kinofilm verfilmt. Regie führte Aron Lehmann.
Seit Dezember 2022 ist sie Mitglied im PEN Berlin.
Dröscher lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Auszeichnungen 2005: Essay-Preis der Jungen Akademie Berlin 2005: Schiller-Essay-Preis der Stadt Weimar 2008: Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa des LCB 2008: Teilnahme am Klagenfurter Literaturkurs 2009: Martha-Saalfeld-Förderpreis 2009: Anna-Seghers-Preis 2012: Bayern 2-Wortspiele-Preis 2012: Arno-Reinfrank-Literaturpreis, Stadt Speyer, abgerufen am 14. September 2018 2012: Koblenzer Literaturpreis für Die Lichter des George PsalmanazarAutorenprofil Piper Verlag, abgerufen am 14. September 2018 2013: Stipendium der Film- und Hörspielförderung NRWAutorenprofil, literaturport, abgerufen am 14. September 2018 2014: Aufenthaltsstipendium in der Villa Decius Krakau 2017: Robert-Gernhardt-Preis für ihr Romanprojekt Alle, die mich kennen 2018: Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds, Laufzeit von zwölf Monaten und monatlich 2.000 EuroDeutscher Literaturfonds vergibt Fördermittel, boersenblatt.net vom 22. Mai 2018, abgerufen am 14. September 2018 2019: einjähriges Stipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Meldung auf Buchmarkt.de vom 26. November 2019, abgerufen am 30. November 2019. 2022: Shortlist zum Deutschen Buchpreis mit Lügen über meine Mutter 2022: Stipendium der Villa Kamogawa, Kyoto
Veröffentlichungen Stücke Hundert Blumen (UA in der Regie von Eva-Maria Baumeister; Staatstheater Mainz 2009) H I M M E L A N G S T (UA in der Regie von Lilli Hoepner; Schauspielhaus Bochum 2009) „Als wäre ich Papier“ (UA in der Regie von Matthias Folz; Kinder- und Jugendtheater Speyer 2010) „Wer aus mir trinkt, wird ein Reh. Ein Wagner-Projekt nach Tristan und Isolde“ (UA in der Regie von Eva-Maria Baumeister; Theater der Keller, 2011) „Madame Bovary“ (UA in der Regie von Christian Weise, Ballhaus Ost Berlin 2011) „Eheleute und Ehelose“ (UA in der Regie von Hannes Hametner, Theater Koblenz 2013) „Gespenster in Göttingen“ (UA in der Regie von Eva-Maria Baumeister, Junges Theater Göttingen 2014) „Parsifal – einer von uns, mit uns, unter uns“ (ein Projekt von kidnap someone and make him happy, Junges Theater Göttingen 2014)
Romane Die Lichter des George Psalmanazar, Berlin Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-8270-0873-2. Pola, Berlin Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-8270-1106-0. Zeige deine Klasse: Die Geschichte meiner sozialen Herkunft, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2018, ISBN 978-3-455-00431-1. Lügen über meine Mutter, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2022, ISBN 978-3-462-00199-0. Junge Frau mit Katze, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2025, ISBN 978-3-462-00761-9.
Erzählungen Gloria. Erzählungen. Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8270-0907-4.
Sonstiges Die Witwen. In: Polar. Heft 2 (2006). Schiller lacht oder vom Wunsch, Indianer zu werden. In: sprachgebunden. Heft 3 (2007). Gloria, Bella triste, Nummer 22, Hildesheim 2008, . Was will sie mit Kaninchen?. In: Perspektiven. Heft 58 (2008). Glückliche Räume. Essay, BELLA triste Nummer 26, Hildesheim 2010, . Zeige deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft, Essay, Hoffmann und Campe, Hamburg 2018, ISBN 978-3-455-00431-1., DeRadio Audio (mp3), abgerufen am 14. September 2018. Daniela Dröscher/Paula Fürstenberg (Hgg.): check your habitus. [Schöner lesen, SL 191] Sukultur Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-95566-134-2. Sprechen, Essay, Hanser, Berlin 2026, ISBN 978-3-446-28585-9.
Einzelnachweise
Weblinks
Dröscher bei Perlentaucher Dröscher im Poetenladen Dröscher bei schaefersphilippen die Erzählungen Gloria und Die Lichter der George Psalmanazar von Dröscher selbst eingelesen
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Drama Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Erzählung Kategorie:Essay Kategorie:Mitglied im PEN Berlin Kategorie:Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland Kategorie:Stipendiat der Villa Aurora Kategorie:Schriftsteller (Berlin) Kategorie:Autosoziobiografie Kategorie:Autofiktion Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau