Anadia ist eine Stadt (Cidade) in Portugal. 2010 war Anadia der am wirtschaftlichsten geführte Kreis seiner Größenordnung in Portugal.www.jornaldenegocios.pt, abgerufen am 6. Januar 2013.
Geschichte Spuren deuten auf eine hiesige Anwesenheit des Menschen in der Altsteinzeit und Jungsteinzeit, jedoch sind keine bedeutenden Funde vorhanden. Zur Zeit der römischen Besatzung führte die Römerstraße von Olissipo (Lissabon) nach Cale (Porto) hierher, häusliche Keramikfunde u. a. bezeugen eine hiesige Besiedlung zu der Zeit.
Die erste offizielle Erwähnung Anadias ist von 1082 dokumentiert, während einige Orte des heutigen Kreises bereits früher erwähnt wurden, so São Lourenço do Bairro im Jahr 883. Aus verschiedenen bereits bestehenden Kreisen und Gemeinden schaffte König Manuel I. im Jahr 1514 den Kreis Anadia und verlieh ihm Stadtrechte (Foral). Im Zuge der Verwaltungsreformen nach der Liberalen Revolution 1822 vergrößerte sich der Kreis Anadia durch zahlreiche Eingemeindungen.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts sorgte, neben der Ankunft der Eisenbahnlinie Linha do Norte, insbesondere der Aufstieg des Kurortes Curia im Kreis für Wachstumsimpulse. 2004 wurde Anadia vom Status einer Kleinstadt (Vila) zur Stadt (Cidade) erhoben., www.cm-anadia.pt, abgerufen am 6. Januar 2013 (portugiesisch)
Sport Mit dem Velódromo Nacional – Centro de Alto Rendimento de Sangalhos ist das Radsport-Leistungszentrum (CAR) des Landes im Kreis Anadia angesiedelt, in der Gemeinde Sangalhos.
Der städtische Sportpark Complexo desportivo de Anadia umfasst Schwimmbecken (Piscina Municipal), drei Tennisplätze, einen Futsal- und einen Fußballplatz mit synthetischem Rasen. Auch der Sporthallenkomplex Pavilhão de Desportos gehört dazu. Die Haupthalle, in der u. a. ein nationales Basketballfinale stattfand, fasst 900 Zuschauer und ist insbesondere auf Basketball, Volleyball, Hallenfußball (Futsal) und Handball ausgerichtet., Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 12. Dezember 2013 (portugiesisch)
Der 1926 gegründete Fußballverein Anadia Futebol Clube spielt in der vierten Liga, dem Campeonato Nacional de Seniores (Stand: Saison 2013/14). Er trägt seine Heimspiele im 6.500 Zuschauer fassenden städtischen Stadion Municipal Engº Sílvio Henriques Cerveira aus.Der Anadia Futebol Clube auf www.fussballzz.de, abgerufen am 12. Dezember 2013.
Verwaltung Kreis Anadia ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Aveiro. Am hatte der Kreis Einwohner auf einer Fläche von km².
Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Águeda, Mortágua, Mealhada, Cantanhede sowie Oliveira do Bairro.
Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 15 auf zehn verringerte.Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014.
Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Anadia: mini|hochkant=1.3|Kreis Anadia
Die Stadt Anadia befindet sich innerhalb der Gemeinde Arcos.Die wichtigsten Ortschaften der Gemeinde Arcos sind: Anadia (Stadt) Arcos Famalicão Malaposta
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerzahl im Kreis Anadia (1849–2011) 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011 5.761 17.161 23.245 29.039 29.820 28.899 31.545 29.121
Kommunaler Feiertag Christi Himmelfahrt
Städtepartnerschaften : Jūrmala : Boa Vista : São Lourenço dos Órgãos (Insel Santiago) : Catió (Region Tombali) : Diaobé-Kabendou (Region Kolda) : Villecresnes, abgerufen am 6. Januar 2013.
Söhne und Töchter der Stadt Afonso Brás (1524–1610), jesuitischer Missionar, gilt als Gründer des Klosters, aus dem die brasilianische Metropole São Paulo entstand António Xavier Machado e Cerveira (1756–1828), Organist José Xavier de Cerveira e Sousa (1797–1862), Bischof in Funchal, Beja und Viseu Mário Ferreira Duarte (1869–1939), Sportfunktionär Moura Coutinho (1872–1954), Architekt Fausto Sampaio (1893–1956), impressionistischer Maler Augusto Cancela de Abreu (1895–1965), Politiker, mehrmaliger Minister in den 1940er Jahren Manuel Rodrigues Lapa (1897–1989), Romanist, Lusitanist, Brasilianist und Galicist Maria da Conceição Tavares (1930–2024), portugiesisch-brasilianische Ökonomin und Autorin, Politikerin des Partido dos Trabalhadores Vital Moreira (* 1944), Jurist, Hochschullehrer und linker Politiker António José Conceição Oliveira (* 1946), Fußballspieler und -trainer Celeste Cardona (* 1951), Juristin und konservative Politikerin, Justizministerin im Kabinett Durão Barroso André Filipe Fernandes Nogueira (* 1987), Fußballspieler Nélson Oliveira (* 1989), Radrennfahrer
Weblinks
Offizielle Website des Kreises
Einzelnachweise
Kategorie:Weinbauort in Portugal