Kulykiw (ukrainisch ; russisch /, polnisch Kulików) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Lwiw im Westen der Ukraine am Flüsschen Dumny gelegen. Die Entfernung zum südlich gelegenen Lemberg beträgt etwa 16 Kilometer. miniatur|links|Blick in den Ort

Geschichte Der Ort wurde 1399 zum ersten Mal schriftlich erwähnt und erhielt 1469 das Magdeburger Stadtrecht. Der polnische König Johann III. Sobieski ließ im Ort türkische und tatarische Handwerker und Kaufleute ansiedeln, die dem Ort zu einem Handelszentrum machten, er lag dann in der Woiwodschaft Ruthenien als Teil der Adelsrepublik Polen.Rizzi Zannoni, Woiewodztwo Ruskie, Część Krakowskiego, Sędomirskiego y Bełzkiego z granicami Węgier, y Polski, ktore gory Karpackie nakształt łańcucha wyciągnione, od góry Wolska aż do Talabry, wyznaczaią.; 1772 Ab 1772 gehörte das damalige Kulików bis 1918 zum österreichischen Galizien und war von 1854 und 1867 war der Ort Sitz einer Bezirkshauptmannschaft,Reichsgesetzblatt vom 24. April 1854, Nr. 111, S. 401. danach bis 1918 der Sitz eines Bezirksgerichts des Bezirks Żółkiew. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort zu Polen, wurde im Zweiten Weltkrieg kurzzeitig von der Sowjetunion und dann bis 1944 von Deutschland besetzt. Bereits 1887 bekam der Ort einen Eisenbahnanschluss durch den Bau eines Bahnhofs an der heutigen Bahnstrecke Lwiw–Hrebenne. mini|links|Katholische Kirche im Ort

Nach dem Ende des Krieges wurde der Ort der Sowjetunion zugeschlagen, dort kam die Stadt zur Ukrainischen SSR und ist seit 1991 ein Teil der heutigen Ukraine.

Verwaltungsgliederung Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung zum Zentrum der neu gegründeten Siedlungsgemeinde Kulykiw (Куликівська селищна громада/Kulykiwska selyschtschna hromada). Zu dieser zählen auch die in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten 16 DörferРозпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 718-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Львівської області im Rajon Lwiw; bis dahin bildet sie zusammen mit den Dörfern Kostejiw und Merwytschi die Siedlungsratsgemeinde Kulykiw (Куликівська селищна рада/Kulykiwska selyschtschna rada) im Rajon Schowkwa, bis zum 30. Juni 2005 zählten auch die Dörfer Malyj Doroschiw und Welkyj Doroschiw zur Siedlungsratsgemeinde.Львівська обласна рада рішенням від 30 червня 2005 року внесла в адміністративно-територіальний устрій області наступні зміни

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Kulykiw Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Artassiw Артасів Артасов (Artassow) Artasów Hrebinzi Гребінці Гребенцы (Grebenzy) Hrebeńce Koscheliw Кошелів Кошелев (Koschelew) Koszelów Kostejiw Костеїв Костеев (Kostejew) Kościejów Malyj Doroschiw Малий Дорошів Малый Дорошев (Maly Doroschew) Doroszów Mały Merwytschi Мервичі Мервичи (Merwitschi) Mierzwica Mohyljany Могиляни Могиляны (Mogiljany) Mohylany Nadytschi Надичі Надычи Nadycze Nowe Selo Нове Село Новое Село (Nowoje Selo) Nowe Sioło Peremywky Перемивки Перемывки Przemiwółki Smerekiw Смереків Смереков (Smerekow) Smereków Stronjatyn Стронятин Стронятин (Stronjatin) Stroniatyn Sulymiw Сулимів Сулимов (Sulimow) Sulimów Swertiw Звертів Звертов (Swertow) Zwertów Welykyj Doroschiw Великий Дорошів Великий Дорошев (Weliki Doroschew) Doroszów Wielki Widniw Віднів Виднев (Widnew) Udnów

Persönlichkeiten Samson Bloch, jüdischer Schriftsteller Bohdan Stupka (1941–2012), ukrainischer Schauspieler

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Oblast Lwiw Kategorie:Rajon Lwiw Kategorie:Ersterwähnung 1399 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1469