Der Josef-Deimer-Tunnel ist ein 1470 Meter langer Straßentunnel in Landshut.
Geschichte und Beschreibung Er wurde 1999 als Hofbergtunnel in Betrieb genommen. Die Baukosten betrugen 65,9 Mio. Euro. Im Juli 2007 wurde der Tunnel zu Ehren des von 1970 bis 2004 amtierenden Oberbürgermeisters von Landshut, Josef Deimer (1936–2026), noch zu dessen Lebzeiten umbenannt.
Der Tunnel umfasst eine Röhre mit zwei Fahrstreifen und verläuft unter der Hügelkette des Hofbergs und damit unter der Burg Trausnitz. Er ist Teil einer Verbindung der Bundesstraße 11 im Landshuter Westen mit der Bundesstraße 299 im Osten der Stadt. Die Tunnelstrecke selbst ist keiner Bundes- oder Landesstraße zugeordnet. Der Transitverkehr, der bis zum Bau des Tunnels die „Altstadt“-Straße in der Landshuter Innenstadt als zentrale Verkehrsader nutzte, wird seitdem durch den Tunnel abgeleitet. Der Tunnelbau ermöglichte damit die auch 1999 erfolgte Umgestaltung der Altstadt Landshut zur Fußgängerzone. Etwa 4,4 Millionen Fahrzeuge passieren jährlich den Tunnel. Der Lkw-Anteil beträgt 4,6 %.ADAC:
Im europaweiten ADAC Tunneltest erhielt der Tunnel 2015 das Prädikat „sehr gut“.Landshuter Wochenblatt: Top-Noten für Landshuter Autoröhre, 5. August 2015. Der Tunnel hat einen durchgehenden Verkehrsfunkempfang und wird videoüberwacht.
Ende 2025 wurde bekannt, dass der Tunnel saniert werden muss und dafür voraussichtlich 40 bis 50 Wochen gesperrt wird.
Literatur Das Nest im Kopf – Josef Deimer und die Kommunalpolitik. Arcos Verlag, ISBN 3-935339-16-X. Der Landshuter Hofbergtunnel. 1999 herausgegeben von der Stadt Landshut, ISBN 3-927612-10-3.
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Einzelnachweise
Kategorie:Tunnel in Europa Kategorie:Straßentunnel in Bayern Kategorie:Verkehrsbauwerk in Landshut Kategorie:Erbaut 1999