Daniel Werner (* 29. Juli 1957 in Wiesbaden)Genealogisches Handbuch der gräflichen Häuser 16 (2001), S. 303.Eintrag Daniel Werner In: Jovan Evermann: Das Lexikon der deutschen Soaps. Berlin 2000, S. 402 ist ein deutscher Schauspieler, Autor, Musiker, Hörspiel-, Synchron- und Off-Sprecher.

Leben Daniel Werner ist ein Sohn der Schauspielerin Elisabeth Scherer.s. private von Elisabeth SchererSprecher Daniel Werner: Ein Mann, eine Stimme in Kölnische Rundschau vom 26. Juli 2009 Schon als Kind trat er am Theater Ulm auf.s. private Homepage von Daniel Werner

Er studierte zunächst einige Semester Theaterwissenschaften in München und absolvierte dann von 1979 bis 1983 eine Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Es folgten Engagements unter anderem am Schauspielhaus Bochum, dem Theater Baden-Baden, dem Düsseldorfer Schauspielhaus und den Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach. Er spielte in der Bühnenfassung von Gottes vergessene Kinder den Orin, Eilif in Mutter Courage und in Der kleine Horrorladen die Hauptrolle des Seymour.

Ferner schrieb Werner mehrere Theaterstücke, so Heldentod. Eine Ansehrolle (Uraufführung: 5. März 1993)https://www.hsverlag.com/autoren/detail/a125, die Revue Ich sprenge alle Ketten (Uraufführung: 8. September 1995) und das Drama Mutterkreuz oder: Das erste Band, ein Stück über einen Mutter-Sohn-Konflikt vor dem Hintergrund von altem und neuem Nazi-Gedankengut mit seiner Mutter Elisabeth Scherer in der Hauptrolle (Uraufführung: 8. Mai 1996).Theater heute 7-12 (1995), S. 56; des Theater am Sachsenring. Als Theaterautor und Theaterregisseur benutzt Werner gelegentlich das Pseudonym Engelbert Brunn.

Als Schauspieler war er unter anderem in Jede Menge Leben (ZDF), in der RTL-Soap Unter uns und als Axel in der Lindenstraße (ARD) zu sehen.

Gelegentlich tritt Werner mit literarischen Lesungen in Erscheinung, u. a. mit Texten von Roland Barthes, Walter Benjamin, Emil Cioran, Vladimir Nabokov, Paul Valéry und Thomas Bernhard.https://www.lengfeldsche.de/veranstaltungen-archiv.html Teilweise haben diese Lesungen performativen Charakter.https://milch-labor.com/2018/01/07/preview-empty-balloons-society-ex/ Von 2010 bis 2019 ging er regelmäßig zusammen mit dem Musikwissenschaftler Prof. Martin Geck auf Lesereisen, bei denen die Rezitation der Werke Gecks, u. a. über Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Matthias Claudius, in improvisierte Dialoge der beiden eingebunden wurden. Dies führte ihn u. a. auf das Beethovenfest in Bonnhttps://miz.org/de/nachrichten/an-die-ferne-geliebte-beethovenfest-bonn-2017-startet-n14637 und an das Berliner Ensemble.https://taz.de/Freitag-30-November-2012/!537281/

Werner produziert seit 2006 Musik unter dem Namen Wolfram Wire und verlegte seit 2009 einige seiner Projekte auf dem eigenen Label Drahtwald.Wolfram Wire – Wiesenmusik, Discogs Seine Musik ist experimenteller Natur, und inkorporiert häufig spoken word. Er kollaborierte für seine Projekte mit zahlreichen anderen Musikern, unter anderem Trish Keenan, James Cargill und Roj Stevens von der britischen Band Broadcast.Wolfram Wire – Strom, Discogs

Er ist als Sprecher für den WDR-Hörfunk tätig und es wurden mehrere Hörspiele unter seiner Mitwirkung veröffentlicht.„Nudeln kann ich drei Mal am Tag essen“ in Frankenpost vom 3. Mai 2008http://www.titania-medien.de/cms/sprecher/39-sprecher/105-daniel-werner Als Synchronsprecher sprach er unter anderem Robert De Niro im Film Greetings von Brian De Palma. Ferner spricht er die Off-Kommentare der Koch-Sendungen Das perfekte Dinner und Das perfekte Promi-Dinner für den Fernsehsender VOX.Daniel Werner kurz vorgestellt auf VOX.de

2019 hielt Werner im Rahmen der von der germanistischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf veranstalteten Tagung "Wo wir hinschauen Ideenausschlachter (Die internationale und intermediale Thomas-Bernhard-Rezeption)" einen Vortrag über sein anlässlich eines Aufenthalts in Bernhards Wohnhaus in Ottnang unternommenes Projekt Ungenach. Ein Feldversuch. Hierbei schilderte er den Versuch, dem eingesprochenen Text der Erzählung Ungenach mittels mobiler Tonaufnahmen "vor Ort", fernab steriler Tonkabinen, eine besondere Authentizität zu verleihen, im Stile von field recordings.

Werner äußert sich kritisch zu Fragen des Fleischkonsums und zu künstlerischen und ethischen Aspekten der Nutzung von künstlicher Intelligenz ("KI").

Filmografie 1985: Tatort: Der Mord danach (TV-Reihe) 1986: Wahnfried 1986: Lenz oder die Freiheit (TV-Mehrteiler) 1989–1997: Lindenstraße (TV-Serie, vier Folgen) 1993, 1997 Ein Fall für zwei (TV-Serie, zwei Folgen) 1995–1996: Verbotene Liebe (TV-Serie, zwölf Folgen) 1996: SK Babies (TV-Serie, eine Folge) 1996: Tykho Moon 1999: Schimanski: Sehnsucht (TV-Reihe) 1999: Florian – Liebe aus ganzem Herzen (TV) 1999: Unter uns (TV-Serie, Folge 1126 bis 1204)

Werke

1993: Heldentod. Eine Ansehrolle (Farce) 1994: Wursttheke II (Dramolette) 1995: Ich sprenge alle Ketten (Revue) 1996: Mutterkreuz (oder: Das erste Band) (Drama)

Diskografie Alben 2006: Wiesenmusik (mit Trish Keenan und James Cargill) 2012: Strom 2013: Spammusik

EPs 2009: The Bookshelf EP (mit Alisia Casper)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Off-Sprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann