Asterix plaudert aus der Schule (französisches Originaltitel: Astérix et la rentrée gauloise) ist offiziell nach Asterix und Latraviata und vor Gallien in Gefahr der 32. Band der Asterix-Reihe. Es handelt sich dabei allerdings nicht um ein durchgehendes Album, sondern um eine Sammlung von zunächst 14, später 15 Kurzgeschichten. Der Band erschien im Jahr 2003 und wurde anfangs als Sonderausgabe betrachtet. 2006 erschien in der dritten deutschsprachigen Auflage, die nun auch als Asterix-Band 32 benannt war, die bereits im Jahr 2004 fertiggestellte Geschichte ABC-Schütze Obelix als 15. Comic. Alle Kurzgeschichten, außer Pressekonferenz, haben eine Einführungsseite. Neun der Geschichten des Albums wurden von René Goscinny geschrieben und von Albert Uderzo gezeichnet; der Rest wurde von Albert Uderzo allein verfasst.

Handlung

Pressekonferenz Alle Gallier des Dorfes von Asterix sitzen mit Journalisten in einem Raum, als der Häuptling Majestix im Saal erscheint und eine Ansprache über das Album halten will, indem er Fragen beantwortet. Man fragt ihn, ob die folgenden Abenteuer im Ausland spielen, ob er eine wichtige Rolle spiele, ob die Abenteuer genauso sensationell und lustig seien wie die vorherigen und ob diesmal die Römer wieder verprügelt werden. Er beantwortet alle Fragen mit „Ja“. Denn es handele sich diesmal nicht um eine zusammenhängende Geschichte wie in den vorherigen Bänden, sondern um eine Sammlung verschiedener Abenteuer, die in dem bzw. um das gallische Dorf geschehen. Nachdem er gesagt hat, dass die Abenteuer beginnen, sobald man eine Seite weiter blättert, verlässt er den Raum.

Der gallische Schulanfang Wie in jedem Jahr wird Asterix vom Druiden Miraculix gebeten, mit seinem Freund Obelix die Schulkinder einzusammeln, welche sich weigern zu lernen und sich deshalb im Dorf verstecken, statt in die Schule zu gehen. Als Asterix Obelix darüber informiert, ist dieser nur widerwillig bereit, ihm zu helfen und stellt seinen Hinkelstein ab, welchen er eigentlich ausliefern will. Nachdem der kleine gallische Krieger ein Mädchen im Gebüsch entdeckt hat und zum Druiden bringt, beschimpft diese ihn mit wüsten Kraftausdrücken, wobei sich Asterix fragt, woher sie diese gelernt habe. Währenddessen läuft Obelix einem Kind hinterher, welches sich schließlich im Baum versteckt. Deshalb reißt er zum Missfallen seines Hundes Idefix diesen Baum aus.

Nachdem Asterix und Obelix alle Kinder eingesammelt haben, gehen sie zu Miraculix’ Schule und stellen sich neben ihn hin. Er erklärt den Kindern, dass ein guter Gallier gern zur Schule gehen sollte. Daraufhin fragt ein Schüler, warum Asterix und Obelix nicht dorthin gehen müssen. Als Miraculix antwortet, dass sie in ihrem Alter ebenfalls gern in die Schule gegangen wären, will er es auch beweisen, indem er Obelix die Frage stellt, wann die Schlacht von Gergovia stattgefunden hatte. Da Obelix es nicht weiß, rät er nach einiger Zeit das Jahr 1515, da das Ergebnis von einem Schüler reingeschrien wurde. Da das falsch ist, muss sich Obelix auf der Stelle am Unterricht beteiligen, wo Miraculix erklärt, dass Eins und Eins Zwei ergibt, während Asterix und Idefix sich am Rand des Unterrichts darüber amüsieren.

Die Geburt von Asterix / 35 Jahre vor Julius Cäsar Im Jahr 85 vor Christus herrscht in Gallien noch kein Krieg gegen die Römer, sodass es auch im aremoricanischen Dorf friedlich zugeht. Dort wird Majestix, Sohn des Häuptlings, von den gleichaltrigen Kindern gefragt, ob er mit ihnen spielen will. Er meint, er würde es unter der Bedingung machen, dass er den Häuptling spielen dürfe, da auch sein Vater Häuptling ist. Aus diesem Grund bricht bei den Kindern ein Streit aus, denn Automatix meint, dass sein Vater Autogenix behauptet, er, Majestix’ Vater, solle erst einmal Chef in seinem eigenen Haus werden, bevor er den anderen Befehle gebe. Und da kommt es zu einer Schlägerei, von der sich Troubadix heimlich wegschleicht.

Kurze Zeit später kommt Methusalix angelaufen und sagt ihnen, dass sie aufhören sollten und schimpft auf sie. Als Majestix nach Hause kommt, fragt seine Mutter ihn, warum er ein blaues Auge habe. Er erzählt ihr vom Vorfall und sein Vater, der dem Gespräch zuhört, läuft anschließend zu Autogenix und verprügelt ihn mit einem Hammer. Weil Verliernix, Verleihnix’ Vater, den Treffer von Majestix’ Vater lobt, wird dieser mit dem Schmiedeeisen abgeworfen. Wütend schmeißt er einen Fisch nach Autogenix, trifft allerdings den Falschen und es kommt zur ersten Schlägerei mit Fischen.

Zur selben Zeit werden Astronomix und Obelodalix von Frauen jeweils aus ihren eigenen Häusern herausgebeten, denn ihre Ehefrauen bekommen Kinder. Kurze Zeit später treffen sie aufeinander, als sie mit einem Fisch, der aus der Schlägerei entspringt, beworfen werden. Da sie ihre Nerven beruhigen wollen, stürzen sie sich in diese dazu, als plötzlich Miraculix mit zwei Babys in der Hand bittet, dass sie aufhören: Asterix und Obelix sind geboren. Freudig stürzen sich die Väter auf ihre Kinder und verkünden ihre Namen, Asterix und Obelix, als Miraculix bekannt gibt, dass sie im selben Augenblick geboren wurden. Laut ihm ist dies das Zeichen einer dicken, immer bleibenden Freundschaft.

Nach ein paar Tagen wird im Dorf ein Bankett am Abend gehalten, als Asterix’ und Obelix’ Mütter mit einer antiken Art Kinderwagen die Babys herbeifahren. Diese werden von den gallischen Kindern betrachtet und sie stellen fest, dass schon da Obelix dicker ist und nach Wildschwein greift.

Im Jahre 50 v. Chr. Im Jahr 50 v. Chr. haben die Legionäre Roms die ganze für sie bekannte Welt erobert und ihr Feldherr Julius Caesar steht auf der Höhe seines Ruhms und seiner Ehre, obwohl sein Machthunger noch nicht gestillt ist. In Rom dagegen eilt er von Triumph zu Triumph, wobei er die Besiegten, die auf Freiheit hoffen, in Ketten hinter sich herschleppt.

Auch Gallien, das heutige Frankreich, gehört dazu. Dort gibt es zwei Arten von Galliern. Jene, die die römischen Sitten und die lateinische Sprache angenommen haben und im Stil der Römer leben, während es andere gibt, die nur von Durst nach Freiheit beseelt sind und gegen die eingedrungenen Römer mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Widerstand leisten. Dazu gehört eine Gruppe Gallier, die in einem kleinen Dorf an der Westküste des Landes lebt. Auch wenn die Römer versuchen, diese so gut wie möglich im Auge zu behalten, werden sie immer wieder verprügelt. Einer dieser Widerständler ist Asterix, der wohl intelligenteste von allen. Er ist auch der Findigste von ihnen beim Enttarnen der Römer, die sich gerne beim Spionieren als Bäume tarnen.

Sein Freund Obelix ist von Beruf Hinkelsteinlieferant, auch wenn man sich bis heute fragt, was das gebracht haben solle. Manchmal wirft Obelix diese und trifft einen der Römer, von denen der Nutzen eines solchen Felsbrockens auch angezweifelt wird. Obelix hat auch einen Hund namens Idefix. Der Hinkelsteinlieferant bringt seinem Hund vor seinem Freund Asterix Kunststücke bei, sodass Idefix mithilfe des legendären, Kraft spendenden Zaubertranks des Druiden Miraculix einen Hinkelstein auf seiner Nase balancieren kann. Allerdings bringt dieser Trank nicht nur positive Sachen hervor. Idefix mag es nicht, wenn man Bäume ausreißt. Dies kann, wenn der Zaubertrank gerade wirkt, sehr schnell passieren.

Eine weitere wichtige Persönlichkeit des Dorfes ist der Barde Troubadix, der, wenn er singt, vom Schmied Automatix mit seinem Hammer in den Boden geschlagen wird. Natürlich ist auch der Häuptling Majestix erwähnenswert, der öfters lange Reden hält und von zwei Galliern auf einem Rundschild getragen wird. Er sagt oft, man solle sich vor ihm verneigen. Daher geschieht es manchmal, dass sich die Schildträger verbeugen und Majestix von seinem Schild herunterfällt.

Die Römer kriegen sehr oft die übermenschliche Macht der Gallier, die vom Zaubertrank kommt, zu spüren, sodass die Dorfbewohner frei und glücklich leben können. Am Schluss halten sie immer unter dem Sternenhimmel ein Bankett ab, wobei der Barde an einen Baum gefesselt und geknebelt wird, damit er nicht singen kann.

Kokolorix In diesem Comic wird davon ausgegangen, dass sich Tiere mit einer eigenen Sprache verständigen können. Ein Adler fliegt über das Dorf, in dem Asterix wohnt. Wegen des Adlers müssen sich alle Küken, Hennen und Hühner in einer Holzhütte verstecken. Allerdings bleibt ein schwarzes Küken draußen, um einen Schmetterling zu jagen, während der Adler landet und es ergreifen will. Doch mutig schreitet der Hahn Kokolorix dazwischen und stellt sich dem Adler. Es kommt zu einem Showdown, in welchem der Adler sich anfangs angeberisch vor den Hahn stellt und ihn auslacht, er könne nicht einmal fliegen. Daraufhin entgegnet Kokolorix, dass er das Symbol Galliens sei. Der Adler entgegnet, er sei das Symbol des römischen Imperiums. Daraufhin rastet der Hahn aus, doch schlägt ihn der Adler und gibt ihm mit seinem Flügel eine Ohrfeige. Genau da schreitet Gutemine ein und vertreibt den Adler mit dem Besen. Dieser sagt aber noch beim Abflug, er werde am nächsten Tag zurückkommen und Kokolorix zum Kampf herausfordern. Rosalie, seine Frau, will ihm zwar widersprechen, allerdings meint Kokolorix, dass die Ehre der Hühnerställe Galliens dabei auf dem Spiel stehe.

Also macht sich Rosalie nach kurzem Nachdenken zu Idefix auf und erzählt ihm von den Geschehnissen. Allerdings hat er dabei auch einen Plan: Idefix muss am Morgen Asterix’ Zaubertrank zu den Hühnern bringen.

Am nächsten Morgen, nachdem der Hahn die Nacht durchtrainiert hat, brechen Asterix und Obelix zur Wildschweinjagd auf, wobei Idefix ausnahmsweise nicht mitkommt. Stattdessen macht sich dieser auf in seine Hütte und holt eine Flasche Zaubertrank, welche Asterix glücklicherweise vergessen hatte. Er rennt zu Rosalie, welche Idefix zu Kokolorix führt, der gerade Liegestütze macht. Als Rosalie sagt, Idefix habe den Zaubertrank dabei, ist dieser erstmal misstrauisch und will wissen, ob der Trank auch bei Hühnern wirke. Der Hund meint, es sei sicher. Nachdem Kokolorix den Zaubertrank getrunken hat, scheint es tatsächlich dieselben Anzeichen zu geben, als würde ein Mensch den Trank einnehmen. Idefix muss zurück, als der Adler übers Dorf fliegt. Sofort zischt der Hahn in die Luft und entfedert ihn. Dieser fällt verblüfft und erschrocken nackt vom Himmel herunter. Als er durch den Wald gehen muss, da er nicht mehr fliegen kann, wird er von anderen Tieren ausgelacht.

Kurze Zeit darauf wird Kokolorix von den Hühnern mit Beifallklatschen gefeiert, während Rosalie, noch mehr in ihn verliebt, neben ihm steht.

Nachdem Asterix und Obelix von der Wildschweinjagd zurückkehren, treffen sie wieder auf Idefix. Obelix, der mit ihm sprechen kann, was Asterix jedoch nicht weiß, fragt, was er denn gemacht habe und Idefix erzählt es ihm. Obelix gibt Asterix diese Meldung weiter, der es allerdings nicht glauben will, da er meint, Menschen könnten nicht mit Tieren sprechen. Die Geschichte endet damit, dass sich Asterix über Obelix’ tierisch blödes Benehmen ärgert.

Neujahr unterm Mistelzweig Nach einer Einführung, dass der Brauch, sich unter Mistelzweigen zu küssen, wenn man einen Freund sieht, schon 50 v. Chr. existierte, sieht man den Häuptling des Dorfes, Majestix, der dem Druiden Miraculix dort im Winter einen Kuss austauscht. Allerdings ist dies nur zur Ehre des jeweils anderen gedacht. So schlägt zum Beispiel Automatix den Barden nieder, der eigentlich nur singen will. Obwohl man sich nur zufällig unter dem Mistelzweig treffen sollte, nimmt Obelix diese Regel nicht ernst. So sieht man, dass, bevor Falbala kommt, Obelix seinen Hund wegschickt und sich hinter einem Mistelbaum versteckt. In dieser Zeit kommt allerdings Girlandine dazwischen und fragt Falbala, wohin sie gehe. Als sie antwortet, sie bringe dem Druiden Reisig, nimmt Girlandine ihr dies ab und will es ihm bringen.