Levis ist ein Ortsteil der Stadt Feldkirch in Vorarlberg. Der Ort liegt zwischen dem Stadtkern von Feldkirch, dem Ortsteil Altenstadt, dem Ardetzenberg und dem Amberg.

Bekannt ist der Ortsteil für seine zahlreichen Villen, die aufgrund der Errichtung einer Eisenbahnlinie durch Feldkirch erbaut wurden. Siedlungsstrukturell für diesen Ortsteil charakteristisch ist die bandartige Anlage entlang der Hauptverkehrsader (Bahnhofsstraße, Reichsstraße).

Gegen den Stadtkern von Feldkirch ist Levis in der Längenausdehnung durch das Kapuzinerkloster und die Feldegggasse sowie nördlich gegen Altenstadt im Bereich der Raiffeisenstraße begrenzt.

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde Levis 1363 als „Levias“. 1925 erfolgte die Eingemeindung nach Feldkirch.

Sehenswürdigkeiten Schloss Amberg mini|Schloss Amberg Dieser Ansitz liegt nördlich des Bahnhofs auf geringer Anhöhe. Der Baubeginn erfolgte kurz vor 1502 durch den Feldkircher Stadtammann Felix Merklin. Seit 1795 ist das Schloss in bürgerlichem Privatbesitz.

Levner Bad Das sogenannte „Levner Bad“ im Weiherweg ist ein ehemaliges Schwefelbad. Es bestand bereits Anfang des 17. Jahrhunderts und im 18. Jahrhundert erfolgte ein Neubau. Siehe Hauptartikel: Levner Bädle.

Kirchen, Klöster und Kapellen Stadtpfarrvikariatskirche Maria, Königin des Friedens Diese Kirche wurde erbaut 1962 bis 1965 nach Plänen von Willi Ramersdorfer und German Meusburger.

Kirche Hl. Magdalena mini|links|Magdalenenkirchlein Im Ensemble mit dem ehemaligen Siechenhaus wurde diese Kirche Anfang des 14. Jahrhunderts an der Bundesstraße erbaut. Nach einem Brand erfolgte 1559 der Wiederaufbau.

Pauluskirche Die evangelische Pauluskirche von 1962 bis 1965 errichtet.

Sonstiges An der Hauptdurchzugsstraße in Feldkirch, der Bahnhofstraße, hat sich der Großteil der ehemaligen Fabrikantenvillen (sämtliche unter Denkmalschutz) erhalten, die heute noch von Familienmitgliedern bewohnt werden. Diese Straße wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts vom Hirschgraben stadtauswärts führend angelegt.Textilfabriken in Vorarlberg; Renate Madritsch, Landeskonservatoriat für Vorarlberg

mini|Villa Mutter Villa Mutter: Diese erste bedeutende frühhistoristische Villenanlage in Vorarlberg wurde 1855–1866 vom Bauinspektor Karl Spindler in der Reichsstraße (Nr. 170) für den Fabrikanten Andreas Mutter erbaut. Die Fassade dieser Backsteinvilla wirkt wie das Ergebnis eines durchdachten Grundrisses und der einfache, kubische Baukörper lässt in seiner ausgewogenen Proportionalität die Organisation seiner Innenstruktur erkennen.

Von 1820 bis 1829 hatte der erste Generalvikars von Vorarlberg Weihbischof Bernhard Galura in Levis seinen Wohnsitz. In Levis wohnte auch der gräfliche Oberamtmann Franz Anton von Wocher (1680–1748), dieser war Auffinder der beiden Handschriften des Nibelungen-Liedes (1755 und 1779). Dessen Enkel war der Feldmarschall-Lieutenant Gustav von Wocher.

Literatur Levis - Stadtteil mit reicher Geschichte (PDF; 1,4 MB)

Weblinks

Ortsteilhomepage von Levis im Rahmen des Webauftritts der Stadt Feldkirch.

Einzelnachweise

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