mini|Günzach von Nordwesten mini|Günzach von Südosten
Günzach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu.
Geografie Lage Die Gemeinde liegt in der Region Allgäu und im Quellgebiet der östlichen Günz zwischen (östliche Günz) und (östlich von Heimenhalden).
Gemeindegliederung Es gibt nur die Gemarkung Günzach.
Es gibt 27 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Günzach wurde um 1730 gegründet und gehörte seinerzeit zum Fürststift Kempten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Immenthal. Es sind jedoch frühere Besiedlungsmerkmale vorhanden (Grundmauern einer römischen Villa).
Namensänderung Am 27. September 1976 wurde die Gemeinde Immenthal amtlich in Günzach umbenannt.
Einwohnerentwicklung Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 1259 1235 1259 1364 1432 1489 1490 1440 1430
Günzach wuchs von 1988 bis 2008 um 216 Einwohner bzw. ca. 17 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1253 auf 1460 um 207 Einwohner bzw. um 16,5 %.
Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg.
Bürgermeisterin Erste Bürgermeisterin ist seit Mai 2014 Wilma Hofer (Pro Günzach); am 15. März 2020 wurde diese mit 60,63 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt. Ihre Vorgängerin war Brigitte Schröder (2002–2014, Freie Wähler); bis 2002 stand Georg Häring (CSU/Parteilose Wähler) an der Spitze der Gemeinde.
Gemeinderat Partei/Liste20262020%Sitze%SitzePro Günzach99,31258,517CSU41,495Wählerbenannte Personen0,70Gesamt1001210012Wahlbeteiligung76,5 %70,96 %
Wappen
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 365 und im Bereich Handel und Verkehr 37 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 41 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 569. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es zwei, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1836 ha.
Im Gemeindeteil Albrechts wurde der erste Camembert hergestellt (Käserei im Ersten Weltkrieg eingestellt). Günzach ist die Heimat des patentierten Saftbirnenbrotes.
Die Papierfabrik Günzach, ehemals 4P Nicolaus, heißt heute Technocell Dekor und ist Teil der Felix Schoeller Gruppe. mini|Bahnhof Günzach und Technocell Dekor GmbH
Verkehr Der Bahnhof Günzach liegt an der Bahnstrecke Buchloe–Lindau und ist mit der höchstgelegene zweigleisige Bahnhof Bayerns. Mit einer Höhe von 806 m über dem Meeresspiegel liegt auf deutschem Gebiet lediglich der Bahnhof St. Georgen an der zweigleisigen Badischen Schwarzwaldbahn noch etwas höher.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021): ein Kindergarten: 67 Kindergartenplätze mit 63 betreuten Kindern
Persönlichkeiten Georg Batzer (1881–1951), Landwirt und Landtagsabgeordneter (Bayerischer Bauernbund)
Weblinks
Gemeinde Günzach (PDF; 1,05 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Ort im Landkreis Ostallgäu