Jörg Deisinger (* 23. April 1966 in NürnbergJörg Deisinger und Carl Begai: Fire And Fame. BoD, 2008.), auch Joerg Deisinger, ist ein deutscher Fotograf, Songwriter und ehemaliger Bassist der Hard-Rock-Band Bonfire, mit der er insgesamt vier Studioalben einspielte, darunter das mit Gold ausgezeichnete 1987er Werk Fireworks.
Biografie Deisinger trat 1985 nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Elektriker der Ingolstädter Hard-Rock-Band Cacumen bei, die sich kurze Zeit später, direkt vor ihrem kommerziellen Durchbruch, auf Vorschlag Deisingers hin in Bonfire umbenannte. Bis 1991 spielte Deisinger als Bassist und Co-Songwriter mit Bonfire vier Alben ein, zudem war er parallel in der Hardrock-Band Axel Rudi Pell von 1989 bis 1991 aktiv.
Das 1987 veröffentlichte Bonfire-Album Fireworks avancierte zum bis heute erfolgreichsten Werk der Band und wurde 2003 in Deutschland mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Ende Juli 1994 wurden Bonfire vorübergehend aufgelöst.Matthias Weckmann: „Rückspiegel - Jörg Deisinger (Ex-Bonfire)“. In: Metal Hammer, September 2009, S. 137.
Mit der Band Sabu spielte Deisinger im Folgenden zwei weitere Alben ein. 1999 gründete Deisinger mit Sänger Tommy Heart von Fair Warning die Band Soul Doctor, verließ das Projekt aber nach dem Einspielen zweier Alben wegen persönlicher Differenzen mit Heart wieder.
Deisinger siedelte 2004 nach Thailand über, wo er in Amphoe Sichon eine Sprachschule für Kinder gründete und nebenbei als Session-Musiker aktiv blieb. Im März 2005 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitet seither in Nürnberg als freier Fotograf, vor allem im Bereich der People- und Street-Photography. Sein bekanntestes Projekt ist die Ausstellung Bangkok 24/7
Mit Fire And Fame kam 2008 eine von Deisinger und dem kanadischen Musikjournalisten Carl Begai (Brave Words & Bloody Knuckles) geschriebene englischsprachige Bonfire-Biografie auf den Markt.. Die deutsche und aktualisierte Ausgabe hat der Künstler für Herbst 2025 angekündigt.
Im Februar 2025 veröffentlichte Deisinger ergänzend zu seinen Foto-Ausstellungen seinen ersten Bildband mit dem Titel "Bangkok 24/7".
Diskografie Mit Bonfire 1986: Don’t Touch the Light 1987: Fireworks 1989: Point Blank 1989: Sword and Stone (Titel auf dem offiziellen Soundtrack zum US-Horror-Film Shocker) 1991: Knock Out 1993: Live … The Best 2001: Golden Bullets (DVD)
Mit Axel Rudi Pell 1989: Wild Obsession
Mit Sabu 1996: Sabu 1998: Between the Light 2003: Resurfaced
Mit Soul Doctor 2001: Soul Doctor 2002: Systems Go Wild 2005: For a Fistful of Dollars 2007: Blood Runs Cold 2010: Way Back to the Bone
Sonstige Veröffentlichungen 2008: Jörg Deisinger und Carl Begai: Fire and Fame. ISBN 978-3837045949
2025: Joerg Deisinger: Bangkok 24/7 (Bildband; Eigenvertrieb über Künstler-Webseite)
Weblinks Jörg Deisinger auf myspace.com Website von Deisinger Photography
Einzelnachweise
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