mini|Gerd Käfer (2009) Gerd Käfer (* 19. Oktober 1932 in München; † 23. Mai 2015 ebenda) war ein deutscher Gastronom, der zudem als Autor an Kochbüchern mitgewirkt hat.
Leben Gerd Käfers Eltern Paul (* 1904; † 1963) und Else Käfer (* 1902; † 1995) eröffneten am 16. Mai 1930 ein Kolonialwarengeschäft in der Münchner Amalienstraße zum Verkauf von Weinen, Likören und Flaschenbieren. 1933 zog das Geschäft in die Schumannstraße 1 im Münchner Stadtteil Bogenhausen um, das sich unmittelbar neben dem Eckhaus Prinzregentenstraße 73 befindet, welches später zum Stammhaus von Feinkost Käfer werden sollte. Im Geschäft wurde nach 1945 ein Imbissstand eingerichtet, der gerne von Künstlerinnen und Künstlern des nahegelegenen Prinzregententheaters besucht wurde, das seit der Zerstörung des Nationaltheaters Sitz der Bayerischen Staatsoper war. Käfers Eltern konnten die Pausengastronomie der Staatsoper übernehmen.
1959 fing Gerd Käfer an Veranstaltungen auszurichten und begründete damit einen neuen Geschäftszweig der Firma Feinkost Käfer. 1961 pachtete Gerd Käfer gemeinsam mit seinem Bruder Helmut Käfer das Feinkostgeschäft von seinen Eltern und eröffnete ein Bistro. 1971 nahm Gerd Käfer auf dem Oktoberfest eine Hühnerbraterei in Betrieb. Anfang der 1990er veräußerte er zusammen mit seinem Bruder das Unternehmen Feinkost Käfer an seinen Sohn Michael Käfer. Gerd Käfer war Mitinhaber der Kurhausgastronomie Wiesbaden.
2015 erlag Käfer im Beisein seiner zweiten Ehefrau Uschi Ackermann und seines Sohnes Michael den Folgen eines Krebsleidens. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Münchner Ostfriedhof im Stadtbezirk Obergiesing. Käfer hat aus einer unehelichen Beziehung mit einer Mitarbeiterin noch einen anderen Sohn (* 1981).
mini|Grab der Familie Käfer
Auszeichnungen Bayerischer Verdienstorden Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland Aufnahme in die „Hall of Fame“ der Zeitschrift Der Feinschmecker Bunte Restaurant Award für das Lebenswerk Auszeichnung der Stadt München „München leuchtet – den Freunden Münchens“ „Manager des Jahres“ (Schlemmer Atlas) 2009: Gastronom des Jahres vom Busche Verlag, Redaktion Schlemmer Atlas
Kochbücher Gerd Käfers Wiesn-Schmankerl. Heel Verlag, Königswinter, 2014, ISBN 3-86852-958-6. Carpaccio: 77 hauchdünne Köstlichkeiten. Franckh-Kosmos Verlag, 2009, ISBN 3-440-11745-6. mit Erich Lejeune: Der Gourmet-Papst. Redline, Heidelberg 2006, ISBN 3-636-01357-2. mit Ernst Lechthaler: So gelingt Ihre Sommer-Party. Bechtermünz, Augsburg 2002, ISBN 3-8289-1121-8. Käfer’s kleine Kochschule. Zabert Sandmann, München 1998, ISBN 3-932023-03-X. mit Ernst Lechthaler, Susi Eising und Alexander Haselhoff: Snacks und Drinks. Zabert Sandmann, München 1996, ISBN 3-924678-89-8. Feiern wir ein Fest. Herbig, München 1990, ISBN 3-7766-1615-6. Prima Partys, frohe Feste. Hoffmann und Campe, 1977 Hamburg, ISBN 3-455-08945-3.
Weblinks
feinkost-kaefer.de
Einzelnachweise
Kategorie:Gastronom Kategorie:Unternehmer (München) Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Sachbuchautor (Essen und Trinken) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1932 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann Kategorie:Wiesnwirt