Nawaphon (Thai , RTGS: Khabuan Kan Nawaphon, kann sowohl mit „Neue Kraft“ oder „Kraft der Neun“ (Anspielung auf König Rama IX.) übersetzt werden)Chris Baker, Pasuk Phongpaichit: A History of Thailand. Cambridge University Press, 2009 S. 192. war eine rechtsextreme patriotisch-buddhistischeAlex P. Schmid, Albert J. Jongman: Political Terrorism. Transaction Publishers, 2005, S. 671. und antikommunistischeElinor Bartak: The Student Movement in Thailand, 1970-1976. Centre of Southeast Asian Studies, Monash University, 1993, S. 27.Alan Klima: The Funeral Casino. Meditation, Massacre, and Exchange with the Dead in Thailand. Princeton University Press, Princeton (NJ)/Woodstock (Oxon), 2002 S. 26. Bewegung, die während der Mitte der 1970er-Jahre in Thailand aktiv war. Nawaphon war aktiv gegen die parlamentarische Demokratie gerichtet, die nach dem Volksaufstand 1973 einen Durchbruch erringen konnte.Michael Leifer: Dictionary of the modern politics of South-East Asia. Routledge, 1995. ISBN 0-415-13821-3. S. 118, Artikel „Nawaphon Movement“.
Gründung Nawaphon wurde 1974 durch Wattana Kiewvimol initiiert, nachdem er vorher Leiter der thailändischen Studentenorganisation in den USA und von der Seton Hall University nach Thailand zurückgekehrt war. Die Gründung wurde vom Kommando für Operationen der Inneren Sicherheit (ISOC; 1974 hervorgegangen aus dem Kommando für Operationen zur Kommunistenbekämpfung, CSOC) der Thailändischen StreitkräftePuey Ungphakorn: Violence and the Military Coup in Thailand. In: Bulletin of Concerned Asian Scholars. Band 9, Nummer 3, 1977, S. 11. und dem Innenministerium unterstützt.
Geschichte Nawaphon zog mit Hilfe verdeckter Unterstützung des Militärs viele Unterstützer an, die dem Aufruf zur Unterstützung von Nation, Religion und Monarchie folgten, die sie durch linksgerichtete Gruppen gefährdet sahen. Der Gruppe wurden Beziehungen zu reichen Geschäftsleuten, Politikern, dem Nationalen Sicherheitsrat und dem thailändischen Militärgeheimdienst nachgesagt. Unter ihren Anhängern waren vor allem Händler, Geschäftsleute und Mönche, die Demokratie und gesellschaftlichen Wandel ablehnten, da sie um ihre Privilegien fürchteten. Der Organisation stand der bekannte Mönch Kittiwuttho Bhikkhu nahe, von dem der berüchtigte Ausspruch stammt, dass es keine Sünde sei, Kommunisten zu töten.Puey Ungphakorn: Violence and the Military Coup in Thailand. In: Bulletin of Concerned Asian Scholars. Band 9, Nummer 3, 1977, S. 4.Politics and religion mix for Asia's activist monks. Knight Chair in Media and Religion, USC Annenberg School for Communication, 11. September 2007 Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität hatte die Bewegung 500.000 Mitglieder.
Die durch die Agitation der Nawaphon mitausgelöste Stimmung führte zwischen dem 4. und 6. Oktober 1976 schließlich zum Massaker an 46 Menschen, meist Studenten der Thammasat-Universität auf dem Bangkoker Campus und dem Sanam Luang. Anschließend übernahm das Militär nach einem Staatsstreich die Regierung des Landes. Der Richter Tanin Kraivixien, ein Mitglied von Nawaphon, wurde als Ministerpräsident eingesetzt.Jim Glassman: Thailand at the margins. State power, uneven development, and industrial transformation. University of Minnesota, 1999, S. 239. Nach der Wiederherstellung des Einflusses des Militärs wurde Nawaphon mehr und mehr als Vehikel angesehen, dass den persönlichen Ambitionen einzelner höherer Offiziere diente, und nahm an Einfluss ab.
Siehe auch Massaker an der Thammasat-Universität Rote Büffel
Einzelnachweise
Kategorie:Politik (Thailand) Kategorie:Geschichte Thailands Kategorie:Soziale Bewegung Kategorie:Antikommunistische Organisation Kategorie:Organisation (Rechtsextremismus) Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1974