Tondorf in der Eifel ist der viertgrößte Ort der Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen im Süden Nordrhein-Westfalens.

Geographische Lage Tondorf liegt in der Nordeifel im deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel und im Eifeler Quelldreieck Ahr-Erft-Urft, etwa 6,5 Kilometer ostsüdöstlich von Nettersheim; die nächste Großstadt ist das 40 Kilometer (jeweils Luftlinie) nordöstlich befindliche Bonn.

Geschichte Schon in einer Urkunde König Zwentibolds aus dem Jahre 898 wird der Ort Tondorf als „Tontondorp“ erwähnt.Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 211.

Am 7. März 1945, zwei Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, wurde Tondorf wie seine Nachbardörfer auch von amerikanischen Truppen besetzt.Matthias Thömmes: „Die Amis kommen!“ Die Eroberung der Eifel durch die Amerikaner 1944/1945. Helios, Aachen 2000, ISBN 3-933608-22-8, S. 139.

Am 1. Juli 1969 wurde Tondorf nach Nettersheim eingemeindet.

Pfarrkirche mini|Pfarrkirche St. Lambertus

Die Tondorfer Pfarrkirche ist dem heiligen Bischof und Märtyrer Lambert geweiht.

1580 wurde begonnen, die baufällige Tondorfer Kirche durch einen Neubau zu ersetzen. Diese Kirche wurde 1812 abgerissen, damit der heutige Kirchenbau errichten werden konnte.Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. 2004, S. 136 ff.

Verkehrsanbindung In jeweils etwa 8 Kilometer bis 9 Kilometer Entfernung von Tondorf liegen die Bahnhöfe Nettersheim und Blankenheim (Wald) an der Eifelstrecke (Köln–Trier).

Im Ort befinden sich mehrere Bushaltestellen, welche durch die Regionalverkehr Köln bedient werden. Für die Verbindungen unter anderem nach Nettersheim, Bad Münstereifel und Blankenheim gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).

Linie Verlauf

Die Autobahnanbindung erfolgt über die Anschlussstelle Blankenheim der Bundesautobahn 1 in 1,5 Kilometern Entfernung.

Durch Tondorf führt die L 194, von der im Ortskern die L 115 abzweigt.Anmerkung: Die L 194 entspricht dabei der vormaligen Bundesstraße 51 in diesem Abschnitt und die L 115 dem bisherigen Verlauf der Bundesstraße 477. (Vgl. )

Literatur Rita Hupp-Schneider: Kindheit auf dem Lande. Eine Bild- und Textdokumentation aus der Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohnau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim, 1850–1950. Hahne und Schloemer, Düren 1989, ISBN 3-927312-03-7. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2004, S. 136 ff. Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Schleiden. (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, II. Abteilung, Band 11). Verlag von L. Schwann, Düsseldorf 1932, S. 426–427.

Weblinks

Heimatverein Tondorf e. V.

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Nettersheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Euskirchen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1969