Komarno ( und , ) ist eine in der Westukraine liegende Stadt am Ufer der Wereschtschyzja, etwa 31 Kilometer südwestlich der Oblasthauptstadt Lwiw. mini|links|Luftaufnahme des Ortszentrums mini|links|Holzkirche in der Stadt

Die Ortschaft wurde 1324 zum ersten Mal schriftlich erwähnt und erhielt 1473 das Magdeburger Stadtrecht. Die Stadt gehörte von 1774 bis 1918 zum österreichischen Galizien und war von 1854 bis 1867 Sitz der Bezirkshauptmannschaft Komarno,Reichsgesetzblatt vom 24. April 1854, Nr. 111, S. 401. danach wurde ein Bezirksgericht des Bezirks Rudki errichtet. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort zur Westukrainischen Volksrepublik, anschließend an Polen, wurde im Zweiten Weltkrieg kurzzeitig von der Sowjetunion und dann bis 1944 von Deutschland besetzt.

Nach dem Ende des Krieges wurde die Stadt der Sowjetunion zugeschlagen, dort kam die Stadt zur Ukrainischen SSR. Seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 ein Teil der unabhängigen Ukraine.

Bis zum 24. März 1992 trug die Ortschaft den offiziellen Namen Komarne () und wurde dann auf den heutigen Namen umbenannt.Президія ВР України; Постанова від 24.03.1992 № 2219-XII Про уточнення назв деяких населених пунктів Львівської області

Im Ort gibt es eine alte katholische Kirche sowie eine orthodoxe Kirche.

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neu gegründeten Stadtgemeinde Komarno () im Rajon Lwiw. Zu dieser zählen auch die in der untenstehenden Tabelle angeführten 21 DörferРозпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 718-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Львівської області im Rajon Lwiw; bis dahin bildet sie die Stadtratsgemeinde Komarno (Комарнівська міська рада/Komarniwska miska rada) im Rajon Horodok.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Horodok Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Andrijaniw Андріянів Андриянов (Andrijanow) Andryanów, Andrjanów Beresez Березець Березец Brzeziec Butschaly Бучали Бучалы Buczały Jakymtschyzi Якимчиці Акимчицы (Akimtschizy) Jakimczyce Hrabyne Грабине Грабино (Grabino) Grabowna Hrimne Грімне Громное (Gromnoje) Rumno Katerynytschi Катериничі Катериничи (Katerinitschi) Katarynice Klizko Кліцько Клецко (Klezko) Klicko Liwtschyzi Лівчиці Ливчицы (Liwtschizy) Łowczyce Lytowka Литовка Литовка (Litowka) Litewka Monastyrez Монастирець Монастырец Manasterzec Mosty Мости Мосты Mosty Nowe Selo Нове Село Новое Село (Nowoje Selo) Nowa Wieś Palanyky Паланики Паланики (Palaniki) Paleniki Peremoschne Переможне Переможное (Peremoschnoje) Chłopy Pidswirynez Підзвіринець Подзверинец (Podswerinez) Podzwierzyniec Poljana Поляна Поляна Polana Sabolottja Заболоття Заболотье (Sabolotje) Kolonia Klicko Tataryniw Татаринів Татаринов (Tatarinow) Tatarynów Terschakiw Тершаків Тершаков (Terschakow) Terszaków Tulyholowe Тулиголове Тулиголово (Tuligolowo) Tuligłowy

Söhne und Töchter der Stadt Karol Szajnocha (1818–1868), polnischer Schriftsteller und Historiker Roman Laskowski (1936–2014), polnischer Sprachwissenschaftler Wladimir Wyssozki (1954–2021), russischer Admiral und von 2007 bis 2012 Oberkommandierender der Russischen Seekriegsflotte

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Oblast Lwiw Kategorie:Rajon Lwiw Kategorie:Ersterwähnung 1324 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1473