Der Parkerzwergkauz (Glaucidium parkeri), auch Zamora-Sperlingskauz genannt, ist eine kleine Eulenart aus der Gattung der Sperlingskäuze. Er kommt ausschließlich in Südamerika vor. Die Art ist erst 1995 wissenschaftlich beschrieben worden.
Erscheinungsbild Der Parkerzwergkauz erreicht eine Körpergröße von etwa 14 Zentimetern und zählt damit zu den kleinsten Sperlingskauz-Arten.König et al., S. 408 Federohren fehlen. Der Gesichtsschleier ist sehr fein weiß und braun gefleckt. Die Art ist auf der Körperoberseite braun, der Oberkopf und die Kopfseiten sind deutlich grauer als die Körperoberseite und auffallend weiß gefleckt. Das Occipitalgesicht im Nacken ist sehr auffallend. Die Seiten der Vorderbrust sind rötlichbraun mit einigen weißen Flecken, ansonsten ist die Körperunterseite weißlich mit auffallenden kastanienbraunen Längsstreifen. Die Augen sind gelb.
Im Verbreitungsgebiet des Parkerzwergkauzes kommen einige weitere Sperlingskauz-Arten vor, mit denen dieser verwechselt werden kann. Der Brasilzwergkauz ist größer und der Kopf ist gestreift. Der Peruzwergkauz ist gleichfalls größer und besiedelt einen anderen Lebensraum. Der Graukopf-Zwergkauz hat einen grauen Kopf, der auffallend mit dem braunen Körpergefieder kontrastiert.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum mini|hochkant|Verbreitungsgebiet (grün) der Parkerzwergkauz Die Verbreitung des Parkerzwergkauzes ist bislang noch nicht abschließend untersucht. Nach jetzigem Erkenntnisstand kommt die Art an der Ostseite der Anden vom Südosten Ecuadors bis in den Norden Boliviens vor. Möglicherweise ist sie auch im Südosten von Kolumbien beheimatet. Die Art ist ein Standvogel, der feuchte subtropische Berg- und Nebelwälder besiedelt. Die Höhenverbreitung liegt zwischen 1.450 und 1.975 Meter über NN.
Lebensweise Wie viele andere amerikanische Sperlingskauz-Arten ist auch der Zamora-Sperlingskauz teilweise tagaktiv. Er hält sich überwiegend in den Baumwipfeln auf. Sein Nahrungsspektrum besteht größtenteils aus Insekten. Seine Fortpflanzungsbiologie ist bislang nicht untersucht.
Namensgebung Den Namen parkeri widmeten die beiden Erstautoren Mark Blair Robbins und Steve N. G. Howell dem Ornithologen Theodore Albert Parker III. In ihrem Artikel schrieben sie:
Belege Einzelbelege
Literatur
Weblinks
Kategorie:Sperlingskäuze