Als Sängergrab bezeichnet man in der Archäologie einige merowingerzeitliche Grabfunde mit einer Leier als Beigabe.

Die Einordnung als Sängergrab ist stark von den Erhaltungsbedingungen für Holz im Grab abhängig, da die Leiern oft nur aus Holz bestanden. In weiteren Gräbern kann die Beigabe einer Leier jedoch auch durch den erhalten gebliebenen Saitensteg aus Bernstein, Bronze oder Geweih erschlossen werden.

Beispiele Oberflacht, Landkreis Tuttlingen: Grab 37 (Berliner Sängergrab) und Grab 84Siegwalt Schiek: Das Gräberfeld der Merowingerzeit bei Oberflacht (Gemeinde Seitingen-Oberflacht, Lkr. Tuttlingen) (Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg 41,1) Stuttgart 1992, S. 21 Trossingen, Landkreis Tuttlingen: Grab 58 Köln, Grab in St. Severin (frühes 8. Jahrhundert)

Literatur Dieter Bischop: Das Leierfragment aus der kaiserzeitlichen Siedlung Bremen-Habenhausen. In: Archäologisches Korrespondenzblatt 32, 2002, S. 229–246 (mit einem Katalog der archäologisch nachgewiesenen Leiern).

Einzelnachweise

Kategorie:Alte Musik Kategorie:Archäologische Fundgattung Kategorie:Archäologischer Fund (Germanen) Kategorie:Archäologischer Fachbegriff Kategorie:Archäologischer Fachbegriff (Germanen) Kategorie:Archäologischer Fund (Merowingerzeit)