Die 3. Liga ist die dritthöchste Spielklasse im deutschen Handball. In Staffeln kämpfen die regional zugewiesenen Mannschaften um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Geschichte Die 3. Liga wurde im Zuge einer Ligenstrukturreform des Deutschen Handballbundes (DHB) zur Saison 2010/11 eingeführt und wird vom DHB geleitet. Sie ersetzte die bis dahin bestehenden fünf Regionalligen.
Modus 64 Mannschaften sind nach regionalen Standpunkten auf vier Staffeln aufgeteilt. Nach einer Hin- und Rückrunde sind die Staffelersten und -zweiten für die Aufstiegsrunde startberechtigt, in der zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga ermittelt werden. 17 Mannschaften steigen je nach Landesverband unterschiedlich in die Regionalliga (RL) bzw. Oberliga (OL) ab. Die Mannschaften in den Staffeln mit der Endplatzierung 12 und darunter sind Regelabsteiger. Die Tabellenelften aus den fünf Staffeln spielen in einer Hin- und Rückrunde um den Klassenverbleib.
Meister der 3. Liga Saison AnzahlStaffeln Staffeln und Meister Nord Ost Süd West2010/11 4 HSG Tarp-WanderupSC DHfK LeipzigSG LeutershausenTuS Ferndorf2011/12 4 SV Henstedt-UlzburgEHV AueSG LeutershausenTuS Ferndorf2012/13 4 HSG Tarp-WanderupDJK Rimpar WölfeTSV FriedbergTSV Bayer Dormagen2013/14 4 SV Henstedt-UlzburgGSV Eintracht BaunatalHSC 2000 CoburgTSV Bayer Dormagen2014/15 4 Wilhelmshavener HVSC Magdeburg IISG LeutershausenTuS Ferndorf2015/16 4 Dessau-Roßlauer HV TV Hüttenberg HSG Konstanz Leichlinger TV2016/17 4 TSV Altenholz HC Elbflorenz SG Nußloch Neusser HV2017/18 4 Handball Sport Verein Hamburg TV Großwallstadt TuS Ferndorf SV Salamander Kornwestheim2018/19 4 HC Empor Rostock ThSV Eisenach HSG Konstanz HSG Krefeld Nord-West Nord-Ost Süd Mitte2019/20 4 Wilhelmshavener HV Dessau-Roßlauer HV TuS Fürstenfeldbruck TV Großwallstadt2020/21 4 keine Meister ermittelt (Saisonabbruch nach dem 6./7. Spieltag wegen der COVID-19-Pandemie) A B C D E F G2021/22 7 1. VfL Potsdam Wilhelmshavener HV TuS Vinnhorst HSG Krefeld Niederrhein HC Erlangen II Rhein-Neckar Löwen II HSG Konstanz Nord Ost Süd West Süd-West2022/23 5 TuS Vinnhorst EHV Aue HC Oppenweiler/Backnang TV Emsdetten HSG Hanau Nord-West Nord-Ost Süd Süd-West2023/24 4 Eintracht Hildesheim MTV Braunschweig HSG Konstanz TuS Ferndorf2024/254Eintracht HildesheimMTV BraunschweigHC Oppenweiler/BacknangHSG Krefeld Niederrhein2025/264TV EmsdettenEHV AueSV Salamander KornwestheimHG Saarlouis
Aufsteiger aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga Saisonmögliche AnzahlAufsteigerAnmerkung2010/11 2 SC DHfK Leipzig HSG Tarp-Wanderup und SG Leutershausen scheiterten in der Relegation, TuS Ferndorf beantragte keine Lizenz2011/12 4 SV Henstedt-Ulzburg, EHV Aue, TuS Ferndorf und SG Leutershausen alle Meister direkt aufstiegsberechtigt2012/13 4 HSG Tarp-Wanderup, TSV Altenholz, DJK Rimpar Wölfe alle Meister direkt aufstiegsberechtigt; TSV Altenholz stieg als Zweiter auf, weil die Meister TSV Bayer Dormagen und TSV Friedberg verzichteten2013/14 4 SV Henstedt-Ulzburg, GSV Eintracht Baunatal, TSV Bayer Dormagen und HSC 2000 Coburg alle Meister direkt aufstiegsberechtigt2014/15 4 Wilhelmshavener HV, HF Springe, TuS Ferndorf und VfL Eintracht Hagen alle Meister direkt aufstiegsberechtigt; Meister SG Leutershausen beantragte keine Lizenz; Meister SC Magdeburg II nicht aufstiegsberechtigt; HC Elbflorenz scheiterte in der Relegation an Springe und Hagen2015/16 4 Dessau-Roßlauer HV, TV Hüttenberg, Leichlinger TV und HSG Konstanz alle Meister direkt aufstiegsberechtigt2016/17 4 Neusser HV, HC Elbflorenz, Eintracht Hildesheim und VfL Eintracht Hagen alle Meister direkt aufstiegsberechtigt; die Meister TSV Altenholz und SG Nußloch verzichteten auf den Aufstieg; Hildesheim und Hagen stiegen als Zweiter auf2017/18 4 Handball Sport Verein Hamburg, TV Großwallstadt, TuS Ferndorf und TSV Bayer Dormagen alle Meister direkt aufstiegsberechtigt2018/19 3 ThSV Eisenach, HSG Krefeld und HSG Konstanz Die vier Meister ermittelten in Relegationsspielen drei Aufsteiger; HC Empor Rostock scheiterte in der Relegation.2019/20 3 (4) Wilhelmshavener HV, Dessau-Roßlauer HV, TV Großwallstadt und TuS Fürstenfeldbruck Alle Meister waren direkt aufstiegsberechtigt. Ursprünglich sollten aus den vier Meistern zwei Aufsteiger und ein Relegationsteilnehmer ermittelt werden, der Modus wurde wegen der COVID-19-Pandemie geändert.2020/21 2 VfL Eintracht Hagen und HC Empor Rostock Die beiden Aufsteiger wurden in zwei Aufstiegsrunden der interessierten Vereine ermittelt. Ursprünglich sollten aus den vier Meistern zwei Aufsteiger und ein Relegationsteilnehmer ermittelt werden, der Modus wurde wegen der COVID-19-Pandemie geändert.2021/22 2 HSG Konstanz und 1. VfL Potsdam Alle Erst- und Zweitplatzierten qualifizierten sich für ein Aufstiegsturnier, die Gewinner der beiden Finalspiele waren aufstiegsberechtigt.2022/23 2 TuS Vinnhorst und EHV Aue Alle Erst- und Zweitplatzierten der fünf Staffeln waren für ein Aufstiegsturnier qualifiziert, letztlich nahmen neun Mannschaften daran teil. Die beiden besten Teams waren aufstiegsberechtigt.2023/24 2 HSG Konstanz und TuS Ferndorf Die beiden Aufsteiger wurden in zwei Aufstiegsrunden der interessierten Vereine (maximal zwei Teilnehmer aus jeder Staffel) ermittelt. 2024/252HC Oppenweiler/Backnang und HSG Krefeld Niederrhein2025/262TV Emsdetten und ASV Hamm-Westfalen
Trivia Am 26. Dezember 2017 wurde beim Spiel des HSV Hamburg gegen den VfL Fredenbeck in der Barclays Arena mit 9964 Besuchern ein Zuschauerrekord für ein deutsches Handball-Drittligaspiel erreicht. Nach Vereinsangaben handelt es sich sogar um einen weltweiten Zuschauerrekord für ein Handballspiel in einer dritten Liga.
Weblinks 3. Liga auf der Homepage des DHB Handballdatenbank
Einzelnachweise
Kategorie:Erstveranstaltung 2010