Moritz ist ein Ortsteil der gleichnamigen Ortschaft der Stadt Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, (Deutschland).

Geografie Das Dorf Moritz nordwestlich von Zerbst liegt zwischen dem Südwestrand des Fläming und dem Tal der mittleren Elbe. Die leicht hügelige Umgebung im Einzugsbereich der Nuthe fällt nach Süden allmählich ab.

Die Ortschaft Moritz bildet sich durch die Ortsteile Moritz (71 Einwohner), Schora (147 Einwohner) und Töppel (63 Einwohner), sowie den Wohnplätzen Moritzer Mühle und Güterbahnhof.

Naturräumlich gehört der Ort zum Zerbster Land, einer ackergeprägten offenen Kulturlandschaft und 536 km² großen Haupteinheit der übergeordneten Haupteinheitengruppe des Fläming im norddeutschen Tiefland. Das Zerbster Land bildet die Südwestabdachung des Flämings zur Elbe und gehört zum Einzugsgebiet dieses Flusses.

Geschichte Am 20. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Schora und Töppel nach Moritz eingemeindet.

Am 1. Januar 2010 wurde Moritz mit den zugehörigen Ortsteilen Schora und Töppel nach Zerbst/Anhalt eingemeindet.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

Politik Ortschaftsrat Als Ortschaft der Stadt Zerbst/Anhalt übernimmt ein so genannter Ortschaftsrat die Wahrnehmung der speziellen Interessen des Ortes innerhalb bzw. gegenüber den Stadtgremien. Er wird aus drei Mitgliedern gebildet.

Bürgermeister Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Moritz war Thomas Wenzel.

Als weiteres ortsgebundenes Organ fungiert der Ortsbürgermeister, dieses Amt wird zurzeit von Thomas Wenzel wahrgenommen.

Wappen

Flagge Die Flagge ist weiß - grün (1:1) längsgestreift und das Wappen ist mittig auf die Flagge aufgelegt.

Verkehrsanbindung Unmittelbar östlich an Moritz vorbei führt die Bundesstraße 184 (Magdeburg–Dessau). Im nahen Schora zweigt eine Straßenverbindung über Güterglück zur Elbfähre (Gierseilfähre) nach Barby ab.

Der Bahnhof Güterglück im Nachbarort ist eine als Turmbahnhof gebaute Station an der Bahnstrecke Magdeburg–Dessau und ehemals der Bahnstrecke Berlin–Blankenheim.

Sehenswürdigkeiten Kirche mini|Die evangelische Kirche St. Johannes und Paulus. Die evangelische Kirche Moritz ist ein spätromanisches Feldsteinbauwerk aus der Zeit um 1200, bestehend aus Schiff, eingezogenem Chor, Apsis und Westquerturm (Vollständige Anlage). Der Turm ist mit rundbogigen Schallöffnungen versehen und mit einem Satteldach gedeckt. Das Südportal und die Fenster der Nordseite an Schiff und Chor entsprechen dem Ursprungszustand. Das Innere ist flachgedeckt, Triumph- und Apsisbogen sind romanisch mit überarbeiteten Kämpfern. Die Emporen an Nord- und Westseite sind auf das Jahr 1800 datiert; die Westempore wurden um 1900 nach Osten vorschwingend erweitert. Ein barocker Altaraufsatz zeigt über einer Abendmahlsdarstellung in der Predella ein Gemälde der Grablegung. Die Mitteltafel ist von Doppelsäulen flankiert. Im Aufbau ist eine schlichte Kanzel mit aufgelegtem, reichem Schnitzwerk mit Rocailleformen, vermutlich aus einer Zweitverwendung.Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt II. Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1999, ISBN 3-422-03065-4, S. 172.

Weblinks

Quellen

Kategorie:Geographie (Zerbst/Anhalt) Kategorie:Ort im Landkreis Anhalt-Bitterfeld Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) Kategorie:Gemeindeauflösung 2010