Namrasit („Strahlend ist er, wenn er aufgeht“) ist die sumerische Bezeichnung der Gottheit des aufgehenden MondesSo wird er unter anderem in einem Text von Warad-Sin, dem elamitischen Herrscher von Larsa bezeichnet; Ira M. Price, Light out of Ur - The Devotion of Elamite Kings to Sumerian Deities. Journal of the American Oriental Society 51/22, 1931, 165. In der achten Tafel des Gilgamesch-Epos führte Namrasit den Beinamen „Ratgeber der Götter“. Ein šu-ila-TextW. Mayer, Studien zur Formensprache der babylonischen Gebetsbeschwörungen, 1975 aus der Bibliothek des AššurbanipalJames B. Pritchard, Ancient Near Eastern texts relating to the Old Testament. Princeton, Princeton University Press 1950, 386 nennt ihn von "unvergleichlicher Macht, mit unerschließlichem Ratspruch". Namrasit nahm zeitweise den Charakter eines Totengottes an, da er im Tagesverlauf unter den Horizont sank. Damit hatte Namrasit die Macht, in das Totenreich einzutreten.

Nach dem Tod von Enkidu erhielt Namrasit daher von Gilgameš ein Opfergeschenk:

Es gibt einen weiteren sumerischen Mondgott mit dem Namen Nanna.

Literatur Stefan M. Maul: Das Gilgamesch-Epos. Beck, München 2006, ISBN 3-406-52870-8, S. 175 und 114–115.

Einzelnachweise

Kategorie:Gilgamesch-Epos Kategorie:Sumerische Gottheit Kategorie:Mondgottheit Kategorie:Totengottheit Kategorie:Männliche Gottheit